Kommentar

EM-Quali ist für Frauen-Nati Pflicht

Die Schweizer Frauenfussball-Nationalmannschaft muss sich für die EM qualifizieren, um den Anschluss zu wahren. 

Raphael Gutzwiller
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Raphael Gutzwiller.

Raphael Gutzwiller.

Der Frauenfussball ist im Aufschwung. In England, in Spanien oder in Deutschland investieren Topvereine in Frauen-Teams, die WM in Frankreich hatte eine rekordhohe öffentliche Präsenz und bot hochstehende Spiele. Insbesondere die europäischen Länder haben sich im Vergleich zur WM 2015 gesteigert.

Von diesem Aufschwung ist in der Schweiz nur wenig zu spüren. Nicht nur die heimische Liga, auch das Schweizer Nationalteam hinkt der Entwicklung hinterher. Nachdem sich die Schweiz 2015 zum ersten Mal für eine WM qualifiziert hat, verpasste sie die Qualifikation für 2019. Die Schweiz ist stehen geblieben, zuvor schwächere Länder haben aufgeholt, die Topnationen sind enteilt.

Jetzt, in Zeiten des internationalen Aufbruchs, muss die Schweizer Equipe alles daransetzen, den Anschluss zu wahren. Insbesondere in der Nachwuchsarbeit muss die Schweiz aufholen, auch wenn Nationaltrainer Nils Nielsen auf ein talentiertes Team zählen kann. Seine Aufgabe ist es, die Entwicklung voranzutreiben. Der langjährige Star Lara Dickenmann ist nach ihrem Rücktritt nicht mehr dabei, andere Spielerinnen wie Lia Wälti oder Noëlle Maritz müssen noch mehr Verantwortung übernehmen.

Gelingt dieser Entwicklungsschritt, ist die Qualifikationsgruppe mit Belgien, Kroatien, Rumänien und Litauen mehr als machbar. Zum Start sind zwei Siege gegen Litauen Pflicht. Das gilt auch für die EM-Qualifikation.