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Emotionaler Thomas Häberli redet den FCL stark

Der hohe 4:0-Überraschungssieg des FC Luzern im Cup-Viertelfinal gegen Meister Young Boys hat den Ursprung beim neuen Trainer Thomas Häberli. Er hat der Mannschaft eine Menge Energie gegeben.
Daniel Wyrsch
FCL-Trainer Thomas Häberli (rechts) während dem Cup-Viertelfinal gegen YB zusammen mit seinen Spielern Pascal Schürpf (Mitte) und Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 6. März 2019))

FCL-Trainer Thomas Häberli (rechts) während dem Cup-Viertelfinal gegen YB zusammen mit seinen Spielern Pascal Schürpf (Mitte) und Christian Schneuwly. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Luzern, 6. März 2019))

Der FC Luzern hat am Mittwoch beim 4:0-Triumph im Cup-Viertelfinal gegen die Young Boys endlich sein schönstes Gesicht im eigenen Stadion gezeigt. Trainer Thomas Häberli (44) hat die mentalen Fesseln bei der zuvor zu Hause gehemmten Mannschaft gelöst. Anders als Vorgänger René Weiler (45) redet Häberli die Spieler stark, impft ihnen Selbstvertrauen ein. Obwohl YB aufgrund des riesigen Vorsprungs in der Tabelle von 19 Punkten auf das zweitplatzierte Basel ein vermeintlich unüberwindbarer Brocken schien, hatte der Trainer im Vorfeld des Cupspiels den Glauben an den Sieg beschworen. Häberli betonte: «Mit einer entsprechenden Leistung ist jeder Gegner bezwingbar – auch YB!»

Doppeltorschütze Pascal Schürpf bestätigte direkt nach dem unerwarteten Kantersieg: «Der Trainer war überzeugt gewesen, dass wir gewinnen. Das hat uns enorme Energie gegeben.»

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Nach YB-Gala ist vor dem St.-Gallen-Spiel: «Einwurf» – der LZ-Fussball-Talk über Häberlis Traumstart

Gegenentwurf zu René Weiler

Im Vergleich zum reservierten René Weiler ist Thomas Häberli der Gegenentwurf eines Coaches. Emotionsgeladen stand er gegen YB an der Seitenlinie, dirigierte seine Akteure in diesem schnellen Match. Er nahm die Spieler auch mal in die Arme, bewies Nähe zu jedem Einzelnen und zum ganzen Team.

Häberli erinnert in seiner Art des Coachings an Gerardo Seoane (40), der Luzern im vergangenen Frühjahr auf Platz 3 geführt hatte. Nun aber musste er Schmähgesänge der FCL-Fans über sich ergehen lassen. Die höchste Niederlage als YB-Trainer tut Seoane weh – und sie bedeutet gleichzeitig das Ende aller Double-Träume. Fair gratulierte Seoane, der gebürtige Rothenburger mit spanischen Wurzeln, dem Ballwiler Bauernsohn Häberli zum verdienten Sieg. Trotz dem klar besseren Cornerverhältnis von 9:1 für YB war der FCL die entschlossenere, hungrigere Mannschaft. Die Innerschweizer wollten unbedingt in den Cup-Halbfinal vom 24. oder 25. April gegen Thun. Es wird wieder ein Heimspiel, Marvin Schulz und Christian Schwegler werden dann aber gelbgesperrt fehlen.

Auf linke Bankseite gewechselt, wo schon Seoane beim FCL stand

Häberli wählte bei seiner Heimpremiere die linke Bank aus Sicht der Haupttribünenbesucher. An selber Stelle, wo vor einem Jahr auch Seoane den FCL coachte. Während Weiler stets auf der gegenüberliegenden (Verlierer-)Seite positioniert gewesen war: Sieben von elf Heimpartien gingen unter dem Zürcher verloren, nur zehn Punkte holte Luzern dabei. Am Sonntag (16 Uhr) folgt Häberlis erstes Liga-Heimspiel. Gegner ist St. Gallen. Nach dem YB-Sieg stellte ­Häberli fest, er sei nun wieder gelassen. Warum? «Beim Jubeln liess ich den Emotionen freien Lauf», sagte er.

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