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Endo hatte leider Ferien

Sportredaktor Jonas von Flüe über den sportlichen Teil seiner Japan-Reise
Fans des japanischen Fussballklubs Matsumoto Yamaga feuern ihre Mannschaft vor einem Spiel gegen den Thespakusatsu Gunma an. (Bild: Jonas von Flüe / Neue LZ)

Fans des japanischen Fussballklubs Matsumoto Yamaga feuern ihre Mannschaft vor einem Spiel gegen den Thespakusatsu Gunma an. (Bild: Jonas von Flüe / Neue LZ)

Wir haben uns auf die Suche gemacht. Wir sind mit der U-Bahn in den Stadtteil Ryogoku gefahren, haben das heilige Kokugikan-Stadion, ein Museum und auf Tickets wartende Iron-Maiden-Fans gefunden, doch von Endo und seinen Sumo-Kollegen war keine Spur. Sollte unser Aufenthalt in Tokio tatsächlich ohne den Besuch einer traditionellen Sumo-Veranstaltung enden? Wo mein Redaktionskollege doch so von dieser Sportart geschwärmt und mir einen Besuch wärmstens empfohlen hat ...

Weil in Japan pro Jahr aber nur fünf Turniere stattfinden, mussten wir uns mit einem kurzen Blick in ein Training begnügen. Und weil es dort mehr Touristen als Sumoringer hatte, wichen wir halt auf ein anderes Stadion aus und besuchten ein ... Fussballspiel. Wie langweilig, mögen Sie denken. Wie falsch Sie liegen, entgegne ich Ihnen.

Es war in Matsumoto, einer uns zuvor unbekannten Stadt in den japanischen Alpen. Der Name des Gegners ist mir entfallen. Geblieben ist mir und meiner Freundin die beeindruckende Atmosphäre im Stadion. So zurückhaltend, ja richtig scheu die meisten Japaner im Alltag sind, so heissblütig waren sie im Stadion. Die Mannschaft wurde ununterbrochen angefeuert, die Melodien prägten sich derart in unsere Köpfe ein, dass ich noch heute spontan «Matsumoto Yamagaaaaa» vor mich hin summe. Das Spiel endete 2:1, was für uns aber sekundär war. Eine ähnliche Begeisterung erlebten wir Tage später in Osaka an einem Baseballspiel.

Eine kleine Sumo-Anekdote habe ich dennoch: Als wir das Sumo-Stadion enttäuscht verliessen, trauten wir unseren Augen kaum: Da sass tatsächlich ein etwa 150 Kilogramm schwerer Sumoringer in traditioneller Kleidung auf einem klapprigen Damenvelo und radelte ins Training. Ein wunderbarer Anblick, den wir leider fotografisch nicht festhalten konnten. Ich bin aber sicher: Es muss Endo gewesen sein.

jonas.vonfluee@luzernerzeitung.ch

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