Enthüllung beginnt mit Dokumentarfilm

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Chronologie Seit zwei Jahren ist Russland mit Enthüllungen und Vorwürfen konfrontiert, die sportlichen Erfolge auf systematischem Doping, Manipulation und Betrug aufgebaut zu haben. Der neue McLaren-Bericht der Welt-Antidoping-Agentur Wada erhärtet die Indizienlage. Die Chronik der Ereignisse:

3. Dezember 2014: Der ARD-Dokumentarfilm «Geheimsache Doping – Wie Russland seine Sieger macht» enthüllt dank der Whistleblower Julia Stepanowa und Witali Stepanow, dass die Erfolge der russischen Leichtathleten offenbar Ergebnis von systematischem Doping und Korruption waren.

9. November 2015: Die unabhängige Kommission der Wada liefert in ihrem ersten Bericht Nachweise für umfassende Dopingpraktiken in der russischen Leichtathletik.

13. November 2015: Der Leichtathletik-Weltverband IAAF suspendiert Russlands Verband.

17. Juni 2016: Die IAAF bestätigt die Sperre für die russischen Leichtathleten und damit den Olympia-Ausschluss in Rio. Nur einzelne Athleten könnten unter neutraler Flagge teilnehmen, sofern sie glaubhaft machen können, nicht ins Dopingsystem Russlands involviert zu sein.

18. Juli 2016: Im ersten Bericht von Wada-Chefermittler McLaren wird belegt, dass es eine Verwicklung auch des russischen Geheimdienstes FSB bei der Vertuschung von Dopingfällen bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gab. Auslöser der Untersuchung waren die Vorwürfe von Grigori Rodschenkow, ehemaliger Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors. Er hatte Vertuschungspraktiken in seinem Labor zusammen mit der russischen Anti-Doping-Agentur (Rusada) enthüllt.

24. Juli 2016: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) entscheidet, dass die russische Mannschaft trotz der Dopingvorwürfe nicht komplett von den Olympischen Spielen in Rio ausgeschlossen wird. Das IOC überträgt den internationalen Sportverbänden den Entscheid, welche russische Athleten antreten dürfen. Am Ende werden rund 280 Russen zugelassen. (sda)