Erengs Griff nach dem Triple

Auch 2014 folgt ein Angriff auf das goldene Buch der Elite-Sieger: Patrick Mugur Ereng strebt seinen dritten Luzerner Triumph an. Vorerst bleiben Pierre Délèze und Tendai Chimusasa die einzigen Läufer, denen diese Serie gelungen ist.

Urs Niedermann
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Ist der Topfavorit am 37. Stadtlauf: Titelverteidiger Patrick Mugur Ereng (Nummer 1).Bilder Swiss-image.ch/Andy Mettler

Ist der Topfavorit am 37. Stadtlauf: Titelverteidiger Patrick Mugur Ereng (Nummer 1).Bilder Swiss-image.ch/Andy Mettler

Der 37-jährige Kenianer Ereng hat das Elite-Rennen in den vergangenen beiden Jahren geprägt. Nun will er mit einem dritten Erfolg aufschliessen zum ehemaligen Schweizer Topläufer Pierre Délèze (Sieger 1983, 1986 und 1988) und zum damaligen Strassenkönig Tendai Chimusasa aus Simbabwe (1993, 1994 und 2000).

Läufer aus 10 Nationen

«Spätzünder» Ereng, der erst seit sechs Jahren wettkampfmässig läuft, dürfte mit seinen Plänen allerdings auf massiven Widerstand stossen. Gegner aus insgesamt zehn Nationen werden ihm das Vorhaben schwer machen. Als stärkste Konkurrenten gelten sein Landsmann Patrick Kimeli, der in Luzern 2011 Rang 2 erreichte und der Eritreer Tadesse Abraham, der als Zweiter des Vorjahres und als Dritter von 2012 zuletzt zwei Mal auf dem Podest stand.

Weil sich praktisch alle Schweizer Cracks in diesem Jahr auf die EM in Zürich konzentrieren, werden einheimische Talente den Stadtlauf primär zum Schnuppern bei den «Grossen» nutzen.

Warten auf den roten Pass

Tadesse Abraham (32) startet in Luzern möglicherweise zum letzten Mal als Ausländer. Der gebürtige Eritreer vom LC Uster, der seit elf Jahren in der Schweiz läuft, soll in diesen Tagen den roten Pass erhalten. «Ich glaube schon, dass es klappt», sagt Abraham und denkt damit auch an die EM im August, wo er für die Schweiz eine Marathon-Medaille erobern will. Ein Sieg in Luzern wäre für ihn ein entsprechendes Signal, nachdem er zuletzt beim Marathon in Zürich wegen Muskelproblemen aufgeben musste. Was von Zürich bleibt, ist seine Bestzeit von 2:07:44 Stunden aus dem letztjährigen Siegeslauf – die schnellste je auf Schweizer Boden realisierte Zeit.

In Luzern will Abraham gewinnen, weil er dann wüsste, dass er mit dem Schnelligkeits-Training der letzten Wochen auf dem richtigen Weg ist «und weil es meiner Moral einfach guttun würde».