Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Erfolgreiche Schweizerinnen zum EM-Quali-Start: Wenn ein 4:0 zu wenig hoch ist

Das Frauen-Nationalteam dominiert zum Start der EM-Qualifikation Gegner Litauen, sündigt aber im Abschluss.
Raphael Gutzwiller aus Schaffhausen
Die Schweizerinnen jubeln über einen hohen Erfolg gegen Litauen. (Bild: Keystone)

Die Schweizerinnen jubeln über einen hohen Erfolg gegen Litauen. (Bild: Keystone)

Wenn ein Team eine Partie mit 4:0 für sich entscheidet, sprechen die siegreichen Protagonisten normalerweise von einem verdienten Resultat. Sie sprechen davon, dass sie die Möglichkeiten gut ausgenutzt haben, zu den richtigen Momenten effizient gewesen sind.

Wenn der Klassenunterschied aber so gross ist, wie er das beim gestrigen Länderspiel der Schweizer Frauen-Nationalmannschaft gegen Litauen war, dann ist auch ein 4:0 zu wenig. «Der Auftritt war okay. Doch wir hatten Chancen für mehr Tore», sagte der neue Nationaltrainer Nils Nielsen.

Alleine die routinierten Offensivspielerinnen Ramona Bachmann und Ana-Maria Crnogorcevic hatten zuvor Möglichkeiten für mehrere Spiele vergeben, trafen aber jeweils nur einmal. Crnogorcevic ist durch ihren Torerfolg zum 4:0-Schlussstand mit 54 Toren immerhin neu alleinige Rekordtorschützin der Schweiz. Sie liess damit die vor dem Spiel verabschiedete Lara Dickenmann hinter sich. Und Ramona Bachmann stellte bei ihrem Tor zum 3:0 fest, dass das Toreschiessen gegen die Litauerinnen eigentlich gar nicht so schwierig wäre. «Manchmal geht es einfacher, als man denkt», sagte sie über ihren Treffer, bei dem sie den Ball ins Toreck passte, anstatt mit Wucht draufzuhalten.

Lange hatte das Schweizer Team, das für die verstorbene Nationalspielerin Florijana Ismaili mit Trauerflor spielte, zuvor jene Effizienz vermissen lassen. «Wir haben uns schwergetan», sagte Sandy Maendly. Die Osteuropäerinnen standen sehr defensiv, den Schweizerinnen fehlten Ideen. Und wenn sie zu Chancen kamen, blieben sie ungenutzt. Ein Paradebeispiel war der Abschluss von Crnogorcevic in der 43. Minute, der vom Penaltypunkt in Richtung Stadiondach flog.

Ein litauisches Eigentor zur Schweizer Führung

So war es nur einem Eigentor zu verdanken, dass die Schweiz zur Pause in dieser einseitigen Partie überhaupt führte. Milda Lizinaite hatte nach 18 Minuten einen Eckball von Noëlle Maritz ins eigene Tor abgelenkt. «Wir haben viel zu selten Dribblings oder 1:1-Duelle gesucht, stattdessen passten wir uns den Ball nur zu», stellte Nielsen fest.

Als die Schweiz im zweiten Durchgang das Tempo erhöhten, waren die Litauerinnen vollends überfordert. Endlich klappte bei der Schweiz die gewollte Überlagerung über die Flügel. Aussenverteidigerin Maritz flankte zur Mitte, Fabienne Humm köpfelte ein. In der Folge trafen auch noch Bachmann und Crnogorcevic zum hochverdienten Erfolg.

Für das Schweizer Team bleibt nach dem ersten Auftritt die Feststellung, dass es gut gestartet ist. Aber auch, dass es sich für die EM-Qualifikation noch steigern muss.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.