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Zuger Kaltstart verdirbt Leonardo Genoni den Abend: EVZ unterliegt Lausanne 5:6

Der EVZ verliert erstmals in der Meisterschaft: 5:6 gegen Lausanne. Für Torhüter Leonardo Genoni endet der Arbeitstag früh.
Sven Aregger
Goaliewechsel beim EVZ schon im ersten Drittel: Leonardo Genoni (links) geht, Luca Hollenstein kommt. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Zug, 17. September 2019)

Goaliewechsel beim EVZ schon im ersten Drittel: Leonardo Genoni (links) geht, Luca Hollenstein kommt. (Bild: Alexandra Wey/Keystone, Zug, 17. September 2019)

Zug gegen Lausanne, das war auch das Wiedersehen mit Tobias Stephan. Der Torhüter musste seinen Platz beim EVZ im Frühling für Leonardo Genoni räumen. Stephan ist noch immer ein hervorragender Goalie, aber er steht im Ruf, dass man mit ihm keinen Meistertitel gewinnen kann. In Lausanne nimmt der 35-Jährige im Herbst seiner Karriere einen neuen Anlauf, und die Voraussetzungen sind gewiss nicht schlecht. Die Westschweizer drängen unter dem amerikanischen Milliardär Ken Stickney an die Spitze, sie haben personell aufgerüstet und beziehen nächste Woche die brandneue, 220 Millionen Franken teure Arena, den grössten Sportkomplex der Schweiz. So gesehen war das Duell gegen Lausanne ein weiterer Gradmesser für den EVZ, der am Samstag die ZSC Lions 5:4 nach Verlängerung besiegt hatte.

Stephan wird den Abend in guter Erinnerung behalten, sein Team gewann die Affiche mit 6:5. Lausanne musste am Ende allerdings noch bangen, weil der EVZ zur grossen Aufholjagd blies. Grégory Hofmann brachte die Zuger mit seinem zweiten Treffer auf ein Tor heran, nachdem das Heimteam in diesem Spiel scheinbar hoffnungslos mit 0:4, 2:5 und 3:6 zurückgelegen hatte. Die Zentralschweizer drängten auf den Ausgleich, aber er wollte nicht mehr fallen. Zug musste erstmals in dieser Saison das Eis als Verlierer verlassen.

Luca Hollenstein debütiert in der National League

Das Unheil hatte sich früh angekündigt. Und es hatte Konsequenzen für Genoni, der ja als eine Art Heilsbringer für Zug gesehen wird. Nach 13 Minuten und vier Gegentreffern war sein Arbeitstag bereits vorbei, er wurde durch den 19-jährigen National-League-Debütanten Luca Hollenstein ersetzt. «Ich wurde zu recht rausgenommen. Meine Leistung war ganz klar ungenügend», zeigte sich der Torhüter selbstkritisch. Man muss allerdings anmerken, dass Genoni von seinen Vorderleuten schmerzlich im Stich gelassen wurde. Gleich fünf Strafen handelten sich die Zuger im ersten Drittel ein, zwei davon nutzte Lausanne aus. Die Westschweizer konnten praktisch schalten und walten, wie sie wollten. Trainer Dan Tangnes brachte es auf den Punkt: «Wir hatten einen schrecklichen Start.» Der Goaliewechsel war ein Weckruf, Zug agierte nun präsenter und zielstrebiger. Yannick Zehnder, Oscar Lindberg, Hofmann und Jérôme Bachofner konnten jeweils verkürzen. Doch der Schaden war bereits angerichtet.

Die Niederlage ist eine Lektion für den EVZ. Schon gegen Ambri(4:3) und die ZSC Lions waren die Zuger nicht über alle Zweifel erhaben, aber sie konnten den Kopf jeweils noch aus der Schlinge ziehen. Doch jederzeit, das zeigte die Partie gegen Lausanne, klappt das auch mit einer hochtalentierten Mannschaft nicht. Vor allem die Defensive wird Trainer Tangnes zu denken geben. 13 Gegentore in den ersten drei Meisterschaftsspielen – das kann nicht der Anspruch des EV Zug sein. Die Zentralschweizer suchen noch die Balance, auch wenn sie laut Tangnes «Charakter zeigten».

Wie in den vorherigen Spielen stand David McIntyre, der noch einen Vertrag bis 2020 besitzt, als überzähliger Ausländer nicht im Aufgebot. Der Kanadier spielte wie auch Verteidiger Thomas Thiry für die EVZ Academy gegen Ajoie. «Keiner macht Luftsprünge in einer solchen Situation. Aber das ist Teil der Leistungskultur», erklärte Sportchef Reto Kläy. McIntyre erhalte so Spielpraxis und könne auf sich aufmerksam machen – auch wenn es nur in der beschaulichen Swiss League ist. Kläy sagte: «Es ist nicht unser Plan, David McIntyre abzugeben. Aber wenn ein Angebot vorliegt, werden wir es prüfen.»

Zug – Lausanne 5:6 (1:4, 2:1, 2:1)

6312 Zuschauer. – SR Urban/Vikman, Gnemmi/ Duarte.
Tore: 3. (2:44) Genazzi (Emmerton/Ausschluss Kovar) 0:1. 3. (2:53) Herren (Nodari, Froidevaux) 0:2. 13. (12:53) Junland (Moy/Ausschluss Zehnder) 0:3. 14. (13:51) Junland (Moy) 0:4. 17. Zehnder (Simion) 1:4. 22. Lindberg (Alatalo, Thorell/Ausschluss Lindbohm) 2:4. 27. Almond (Grossmann) 2:5. 39. Hofmann (Simion/Ausschluss Nodari) 3:5. 49. Vermin (Jeffrey, Almond/Ausschluss Hofmann) 3:6. 51. Bachofner (Klingberg) 4:6. 54. Hofmann (Diaz) 5:6.
Strafen: 7-mal 2 plus 10 Minuten (Hofmann) gegen Zug, 5-mal 2 Minuten gegen Lausanne.
Zug: Genoni (14. Hollenstein); Stadler, Diaz; Morant, Alatalo; Schlumpf, Zgraggen; Zryd; Martschini, Lindberg, Thorell; Simion, Kovar, Hofmann; Klingberg, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Schnyder.
Lausanne: Stephan; Heldner, Junland; Lindbohm, Frick; Nodari, Grossmann; Genazzi; Bertschy, Jooris, Kenins; Vermin, Jeffrey, Leone; Moy, Emmerton, Almond; Herren, Froidevaux, Traber; Antonietti.
Bemerkungen: Zug ohne McIntyre und Thiry (EVZ Academy). Zug 58:19 von bis 60:00 ohne Torhüter.

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