Erstmals seit 10 Jahren: Noch ein Sieg und dann ist die U21-Nati an der Europameisterschaft

Gegen Liechtenstein ist die Schweizer Nati in Biel der grosse Favorit. Siegt die U21-Nati, nimmt im nächsten Frühling erstmals seit 2011 wieder ein Schweizer Nachwuchsteam an einer Endrunde teil.

Raphael Gutzwiller
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Haben in der Kampagne viel zu jubeln: Die Schweizer U21-Equipe.

Haben in der Kampagne viel zu jubeln: Die Schweizer U21-Equipe.

Bild: Keystone

Die Mission 21 steht kurz vor ihrem Abschluss. Als die neu geschaffene U21-Führung um Trainer Mauro Lustrinelli und dem sportlichen Leiter Adrian Knup die Kampagne mit den Talenten der Jahrgängen ab 1998 planten, war das Schlagwort schnell gefunden. 2021 wolle man endlich wieder mal an einer Endrunde mit dabei sein, sagten die neuen Chefs der U21. Seit 2011 hatte sich kein Nachwuchsteam mehr für eine Endrunde qualifiziert.

Was folgte, war beeindruckend. Sieben Siege nach sieben Spiele stehen in der EM-Qualifikation zu Buche. Selbst die vorher stärker eingeschätzten Franzosen konnten besiegt werden. Und nachdem das U21-Nationalteam am letzten Freitag auch die schwierige Auswärtspartie in Georgien mit einem souveränen 3:0-Sieg bewältigte, steht die Mission kurz vor dem erfolgreichen Abschluss.

Drei Spiele vor Schluss fehlt noch ein Sieg für die definitive Qualifikation. Heute soll sie im Heimspiel in Biel gegen Liechtenstein klar gemacht werden. Das Team aus dem Fürstentum besteht fast ausschliesslich aus Amateurfussballern, die in ihrem Alltag in der 1. Liga spielen. Es ist ein riesiger Unterschied zu den U21-Talenten der Schweiz. Alle Spieler aus der Super und Challenge League sind Stammspieler in ihren Klubs, viele haben auch den Sprung in eine Top-Liga geschafft. So spielt neu Captain Kevin Rüegg für Hellas Verona in der Serie A, Andi Zeqiri für Brighton in der Premier League und Dan Ndyoe bei Nizza in der Ligue 1.

U21-Nationaltrainer Mauro Lustrinelli sagt:

«Natürlich sind wir auf dem Papier besser einzuschätzen. Aber wir sind uns bewusst, dass wir auch gegen Liechtenstein konzentriert sein müssen. Wenn uns dies gelingt, gewinnen wir.»
Will nicht rechnen, lieber einfach gewinnen: Mauro Lustrinelli.

Will nicht rechnen, lieber einfach gewinnen: Mauro Lustrinelli.

Ennio Leanza / KEYSTONE

Mauro Lustrinelli sagt vor der Partie gegen Liechtenstein, dass er sich nicht damit befassen möchte, was ein Sieg bedeuten wird. «Wenn man gewinnt, muss man keine Ausreden suchen. Das ist beim Rechnen genau gleich. Wir haben einfach immer Spiel für Spiel genommen und ziehen das nun weiter - bis wir die Qualifikation erreicht haben.»

Für die Schweiz wäre es die erste Qualifikation seit 2011. Damals spielten an der Endrunde Nationalspieler wie Xherdan Shaqiri, Yann Sommer oder Granit Xhaka.