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Interview

Uli Forte zu den Anfeindungen der GC-Fans: «Es macht mich traurig, aber da muss ich durch»

Acht Runden vor Saisonschluss versucht GC zu retten, was zu retten ist. Nach nur 33 Tagen im Amt wird Trainer Tomislav Stipic ersetzt. Der Hoffnungsträger heisst Uli Forte, der schon einmal während etwas mehr als einem Jahr Trainer bei GC war. Aufgrund seines damaligen Abgangs bei GC haben die Fans aber viele Vorbehalte gegen ihn.
Markus Brütsch
Uli Forte soll die Grasshoppers vor dem Abstieg retten. (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus)

Uli Forte soll die Grasshoppers vor dem Abstieg retten. (Bild: Claudio Thoma/Freshfocus)

Wie ist es, nach knapp sechs Jahren zurück bei GC zu sein?

Ich bin sehr happy, dass die Wahl auf mich gefallen ist. Ich werde alles versuchen, die schwierige Situation zusammen mit meiner Mannschaft zu meistern.

Woran krankt das Team?

Es gibt verschiedene Komponenten. Es ist Qualität vorhanden, aber durch die Geschehnisse in dieser Saison war es bisher nicht möglich, das Können auf den Platz zu bringen.

Was sind die Hauptdefizite im fussballerischen Bereich?

GC kommt kaum zu Torchancen und schiesst viel zu wenige Tore. Das müssen wir ändern.

Sie können viel verlieren, wenn Sie als erster GC-Trainer nach 70 Jahren absteigen.

Das bin ich mir bewusst. Aber ich war nie einer, der das Risiko gescheut hat. Ich will unbedingt wieder arbeiten. Meine Frau hat zu Hause langsam genug von mir.

Sie hätten möglicherweise zu Austria Wien gehen können. Warum haben Sie sich für GC entschieden?

Die Gespräche mit der Austria hatten eben erst begonnen. Es sah gut aus, aber jetzt entschied das Bauchgefühl für GC. Stephan Rietiker hat klar signalisiert, dass er mich will. Zudem bin ich den GC-Anhängern noch etwas schuldig. Ich versuche, das zerschnittene Tischtuch zu flicken.

Bei Ihnen zu Hause und im Campus gab es gestern Transparente der Anhänger, die Ihnen zu verstehen gaben, dass Sie unerwünscht sind.

Es macht mich traurig. Aber da muss ich durch. Das ist die Rechnung meines damaligen Abganges, die ich nun präsentiert bekomme. Ich wünsche mir einfach, dass die Anhänger von GC nicht durch meine Schuld das Team bestrafen. Die Supporter sind ein wichtiger Teil unserer «Mission impossible».

Braucht es dafür ein Wunder?

Wahrscheinlich braucht es mehr als ein Wunder. Wir müssen in Basel gut spielen. Danach geht es gegen Thun und Xamax ans Eingemachte.

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