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"Zeidler ist ein guter Mann": Sion-Präsident Constantin spricht im Interview über den neuen St.Gallen-Trainer

Der FC St. Gallen setzt auf Peter Zeidler – und damit auf jenen Trainer, der vor einem Jahr beim FC Sion freigestellt worden ist. Präsident Christian Constantin ersetzte ihn im April 2017 nach einigen sieglosen Spielen durch Sébastien Fournier, obschon Zeidler eine starke Hinrunde geboten hatte. Trotz der damaligen Entlassung stellt Constantin dem Schwaben ein gutes Zeugnis aus.
Ralf Streule
Sion-Präsident Christian Constantin. (Bild: Keystone)

Sion-Präsident Christian Constantin. (Bild: Keystone)

Christian Constantin, vor einem Jahr stellten Sie Peter Zeidler frei – trotz drittem Platz und gesicherter Cup­finalteilnahme. Weshalb?

Peter Zeidler ist ein guter Trainer, dessen Weg ich verfolgt habe, lange bevor er zu uns kam. Und bis heute pflege ich gute Kontakte zu ihm. Er brachte Anfang Saison 2016/17 viel Dynamik ins Spiel des FC Sion, das war sehr interessant. Aber im Frühling war dieses dynamische Spiel weg. Vielleicht waren die Spieler physisch nicht bereit, seine Ideen umzusetzen. Er lässt aktiv spielen, hoch stehen, setzt auf Gegenpressing, da spielt die Physis eine grosse Rolle. Und diese fehlte.

Lag die physische Baisse am Trainer?

Sicher nicht alleine an ihm. Grundsätzlich machte er einen guten Job. Ich war damals ja auch mit dem Konditionstrainer unzufrieden.

Dennoch lief es Sion danach nicht besser. Und zuletzt geriet gar der Ligaerhalt in Gefahr. Hätten Sie rückblickend nicht besser weiterhin auf Zeidler gesetzt?

Nein, es war kein Fehler damals, die Mannschaft brauchte schlicht einen neuen Schub. Der Entscheid passte in jenem Moment.

St. Gallen macht also keinen Fehler, ihn anzustellen?

Nein, auf keinen Fall. Es gibt zwei wichtige Unterschiede zur Situation vor einem Jahr: Er kennt den Schweizer Fussball nun besser, hat sich weiterentwickelt. Und er hat gelernt, das System zu variieren, nicht an seiner Idee mit Gegenpressing festzuhalten. Das war damals auch das Problem: Die Gegner hatten sich auf seinen Fussball eingestellt.

Als was für einen Menschen haben Sie Zeidler kennen gelernt?

Er ist ein guter Mann. Er mag das schöne Spiel und hat viel Freude am Fussball. Zudem kommuniziert er gut, pflegt gute Kontakte im Fussballbusiness. Und er ist sich gewohnt, Probleme gemeinsam an einem Tisch zu klären. Wo ich nicht immer mit ihm einverstanden war: Er bevorzugt tendenziell die jungen, dynamischen Fussballer – und nicht die erfahrenen. Es gibt wirklich viel, das für ihn spricht.

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