«Es hat viel Spass gemacht» – die Leichtathletik erwacht wieder

Mit dem Meeting in Luzern findet die Leichtathletik-Saison ihre Fortsetzung. Jason Joseph, Selina Büchel und Noemi Zbären sowie die Luzernerin Géraldine Ruckstuhl stehen dabei im Rampenlicht.

Simon Wespi
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Ditaji Kambundji (links) gegen Noemi Zbären im 100m Hürden Rennen der Frauen.

Ditaji Kambundji (links) gegen Noemi Zbären im 100m Hürden Rennen der Frauen.

Bild: Philipp Schmidli (Luzern, 3. Juli 2020)

Die Leichtathletik meldet sich zurück. Am Meeting in Luzern, welches durch Swiss Athletics organisiert wurde, standen nationale Grössen, Nachwuchstalente sowie Athletinnen und Athleten aus dem Ausland am Start. Auch wenn nationale Cracks wie Mujinga Kambundji oder Alex Wilson nicht am Start standen, bot das Meeting den 300 Zuschauern auf der Luzerner Allmend einige Leckerbissen.

Lanciert wurde der Event sogleich mit dem Highlight des Abends – dem 110-Meter-Hürdenlauf der Männer. Dass der Sieg über Jason Joseph führen wird, war bereits vor dem Rennen klar. Der Basler des LC Therwil wollte in erster Linie einen technisch sauberen Lauf absolvieren. Dies ist ihm nicht ganz geglückt. «Der Start war zu verhalten. Ich brauchte zwei, drei Hürden um in Fahrt zu kommen», analysiert der gegenwärtig schnellste Hürdenläufer des Landes seine Leistung. Mehr als zufrieden war er hingegen mit der Zeit – 13,47. «Das ist top.» Hatte der 21-Jährige doch mit einer Laufzeit von über 13,50 Sekunden gerechnet.

Siegte über 110 Meter Hürden: Jason Joseph.

Siegte über 110 Meter Hürden: Jason Joseph.

Bild: Ulf Schiller/Freshfocus (Luzern, 3. Juli 2020)

Im Speerwurf top, im Hürdenlauf flop

Ein Heimspiel hatte die Luzernerin Géraldine Ruckstuhl. Die 22-jährige Siebenkämpferin hatte nicht nur mit der Leistung zu kämpfen, auch der Zeitplan war durchaus eine Hürde. Eine zu grosse Hürde. Denn im 100-Meter-Hürdenlauf lief es ihr nicht nach Wunsch. «Ich kam nicht an meine Leistung die ich im Training brachte», sagt Ruckstuhl. Die Athletin des STV Altbüron begann das Meeting mit dem Speerwurf, anschliessend folgte der Hürdenlauf, dann hiess es wieder, schnurstracks zurück zum Speer. Eine Herausforderung: «Eigentlich bin ich mir dies vom Siebenkampf gewohnt», sagt Ruckstuhl, die kein Alibi suchte. Um einiges besser lief es ihr in der technischen Disziplin. «Ich hatte einige positive Würfe.» Positiv sticht heraus: «Ich fand hier die richtige Länge des Anlaufs», freut sich Ruckstuhl. Die wohl namhafteste Athletin, die in Luzern am Start stand, war Noemi Zbären. Die Langnauerin absolvierte die 100 Meter Hürden in einer Zeit von 13,39. Damit ist sie nicht ganz zufrieden. «Das war kein idealer Lauf. Ich habe am Start zu viel verschenkt», bilanziert sie ihre Leistung.

Büchel über 800 Meter knapp geschlagen

Für den Abschluss am Leichtathletik Meeting in Luzern, sorgten die Frauen über 8oo Meter. Als Schweizer Trumpf im Startblock, Selina Büchel. Wie für viele Athletinnen und Athleten, war es auch für die Ostschweizerin das erste Rennen der Saison. Der Lauf war von taktischer Natur geprägt und somit etwas langsam. Gewonnen hat sie das Rennen nicht. Trotzdem zieht Büchel ein positives Fazit: «Es hat viel Spass gemacht. Ich bin sehr zufrieden. Auf den letzten 200 Meter konnte ich nochmals aufs Tempo drücken», so die 28-Jährige des KTV Bütschwil. Der Sieg ging an die Deutsche Christina Hering. Für Büchel wie auch für Joseph findet die Saison am 24. Juli mit dem Meeting in Bern ihre Fortsetzung.

Mit dem Meeting in Luzern nimmt die Leichtathletik nun Fahrt auf. Bereits nächste Woche stehen die Inspiration Games auf dem Programm. An diesen messen sich 30 Athleten in 8 Disziplinen, an 7 verschiedenen Standorten. Mit dabei sind dann auch die Schweizer Aushängeschilder Mujinga Kambundji und Lea Sprunger.

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