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FCL-Goalie Müller: «Es ist noch nicht alles Gold, was glänzt»

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die Niederlage bei Servette ist für den FC Luzern abgehakt. Jetzt kommt Espanyol Barcelona.
Turi Bucher
FC-Luzern-Torhüter Marius Müller: ein «ekelhaftes» Gegentor. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Genf, 4. August 2019)

FC-Luzern-Torhüter Marius Müller: ein «ekelhaftes» Gegentor. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus, Genf, 4. August 2019)

Der Tag danach. Der FC Luzern hat mit dem 0:1 in Genf gegen Servette seine erste Niederlage kassiert, Torhüter Marius Müller (26) im fünften Pflichtspiel für den FCL den allerersten Gegentreffer einstecken müssen. Der Ex-Leipzig- und -Kaiserslautern-Goalie erhielt am Montag von Trainer Thomas Häberli einen trainingsfreien Tag. Er weilte in Leipzig und räumte zusammen mit Ehefrau Vivien die Wohnung für den Umzug nach Hergiswil.

Am Sonntagabend hatte Müller sich in Genf enttäuscht über die Niederlage und verstimmt über das Gegentor geäussert: «Wir haben gegen die Genfer schlicht zu viel zugelassen. Schade, dass der Ball vor dem 0:1 noch abgefälscht wurde. Das ist richtig ekelhaft.» Aber Müller fragte unmittelbar nach dem Schlusspfiff auch kritisch nach: «Ich weiss gar nicht: Hatten wir überhaupt eine Torchance?»

Goalie Müller ist nicht gravierend verletzt

Müller war nach einem Zusammenstoss kurz vor der Halbzeitpause leicht angeschlagen und musste gepflegt werden, die Verletzung ist aber nicht gravierend, so Müller: «Nur eine kleine Beule am Unterarm. Einem Einsatz am Donnerstag gegen Espanyol Barcelona steht nichts im Wege.»

Es gelte jetzt, das 0:1 gegen Servette abzuhaken, wieder frisch zu werden, was Kopf und Muskeln betreffe, sagt Keeper Müller. Doch der FC Luzern hatte ja schon vor der Reise nach Genf noch nicht richtig überzeugen können. Müller sagt dazu: «Ganz ehrlich, in der Europa-­League-Qualifikation einen Club von den Färöer-Inseln auszuschalten, das ist einfacher gesagt als getan. Aber wir haben es getan. Und in der Schweizer Liga haben wir vielleicht nicht den attraktiven Fussball gezeigt, den wir noch bieten wollen, aber wir hatten solide Auftritte.» Aber auch Müller sagt zum FCL-Start in die noch junge Saison: «Ja, es ist noch nicht alles Gold, was glänzt.»

FCL gegen Espanyol ohne Chance! Oder?

Das lässt sich an einem guten Tag vielleicht am nächsten Wochenende im Heimspiel gegen den FC Thun (Sonntag, 16 Uhr) realisieren. Aber zuerst steht die 3. Runde der Europa-League- Qualifikation auf dem Programm. Der FC Luzern empfängt am Donnerstag (21 Uhr, Swisspor-Arena) den spanischen Primera-Division-Club Espanyol Barcelona.

Die Katalanen schlossen die letzte Saison auf dem guten siebten Rang ab – und irgendwie ist die Meinung allseits gemacht: Luzern gegen Espanyol? Keine Chance für den FCL! «Klar, auf dem Papier rechnen die wenigsten mit uns», sagt Luzerns Schlussmann Müller, «wir müssen uns mit wenig Erwartungshaltung beschäftigen.» Aber Müller erwähnt nochmals das Färöer-Team von Klaksvik als Argument: «Die haben zumindest teilweise gezeigt, dass solche Spiele immer zuerst gespielt werden müssen, dass man einem klaren Favoriten das Leben auf dem Rasen schwer machen kann. Wenn die Spanier uns in diesen beiden Spielen auseinanderkombinieren, dann müssen wir das sportlich akzeptieren.» Aber im Vordergrund müsse die Überzeugung stehen, eine Runde weiter zu kommen. Marius Müller: «Wir werden gegen die Spanier Vollgas geben und alles versuchen. Wenn ich nicht an eine Chance glauben würde, könnte ich meine Torhüter-Handschuhe ja gleich an den Nagel hängen.»

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