«Es ist mir schwer gefallen, die Zentralschweiz zu verlassen»: Christian Schneuwly kehrt mit Lausanne zurück

Der SC Kriens empfängt am Samstag (17.30) Tabellenführer Lausanne-Sport mit dem Ex-Luzerner Christian Schneuwly.

Simon Wespi
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Christian Schneuwly bei seinem Debüt für Lausanne im August gegen den SC Kriens.

Christian Schneuwly bei seinem Debüt für Lausanne im August gegen den SC Kriens.

Jean-Christophe Bott/Keystone

«Es war nichts zu holen.» Mit diesen Worten resümierte Kriens-Trainier Bruno Berner die Partie Mitte August in Lausanne. Gleich mit 4:0 wurden die Zentralschweizer auf den Heimweg geschickt. Am Samstagabend messen sich die Krienser nun zu Hause mit den Romands.

Die letzten Resultate der Mannschaft von Trainer Giorgio Contini sind beeindruckend. Abgesehen von der Niederlage bei Schlusslicht Chiasso feierten die Lausanner nur hohe Siege. Besonders auf der heimischen Pontaise war für die Gastmannschaft jeweils nichts zu holen. 6:0 im Cup-Achtelfinal gegen Xamax, 5:0 gegen Schaffhausen und letzten Freitag gegen den FC Wil ebenfalls 5:0. Gut für die Krienser, findet die Partie im heimischen Kleinfeld statt. Doch auch der SCK überzeugte zuletzt. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Stade Lausanne-Ouchy vor der Nationalmannschaftspause folgte am vergangenen Sonntag ein beachtlicher 2:0-Auswärtssieg in Winterthur.

Schneuwlys Einstand gegen Kriens

Nach dem Auftritt in Winterthur sprach Trainer Bruno Berner ein dickes Lob aus: «Das war Masterclass, was meine Mannschaft gezeigt hat.» Doch mit Lausanne kommt nun ein anderes Kaliber auf die Krienser zu – der Leader der Challenge League. «Lausanne steht zu recht dort oben», meint Berner. «Sie haben eine sehr gute Offensive und ein enormes Torverhältnis». In der ersten Begegnung in Lausanne haben die Krienser die nötige Disziplin vermissen lassen. «In Winterthur hatten wir diese wieder. Die Abstände zwischen den Spielern stimmten. Auch das Spiel ohne Ball stimmte», analysiert Berner. Nichtsdestotrotz müssen die Krienser – wollen sie heute Abend punkten – noch eine Schippe drauflegen. «Wir müssen mutiger und frecher agieren mit dem Ball», sagt der SCK-Trainer.

Seit gut drei Monaten läuft der ehemalige FCL-Spieler Christian Schneuwly im Lausanne-Dress auf. Seinen Einstand gab er am 10. August. Gegner damals war der SC Kriens. In Lausanne hat sich der Mittelfeldspieler bestens eingelebt. «Die Integration fiel mir sehr leicht. Viele Spieler kannte ich bereits», sagt Schneuwly. Über drei Jahre spielte er für den FC Luzern. An seine Zeit in der Innerschweiz erinnert er sich gerne zurück. «Es war eine tolle Zeit. Mein Sohn ist hier zur Welt gekommen. Auch geheiratet haben wir hier. Es ist mir schwer gefallen, die Zentralschweiz zu verlassen.»

Zu Hause stark, auswärts nicht überragend

Christian Schneuwly und Lausanne-Sport läuft es aktuell wie am Schnürchen. Der Grundstein für das klar definierte Ziel Aufstieg ist gelegt. Während die Fussballer vom Genfersee Wochenende für Wochenende Punkte ergattern, patzt die Konkurrenz regelmässig. Zu Hause geben sich die Romands wie erwähnt keine Blösse. Weil das Team auf fremdem Terrain mehr gefordert ist, drängt sich die Frage auf: Spielt Christian Schneuwly lieber auswärts? «Nein, es ist ja nicht so, dass wir daheim nicht gefordert wären. Aber in der Tat, auswärts sind wir nicht immer überragend aufgetreten. Wir versuchen auch auswärts unser Spiel dem Gegner aufzuzwingen.» Auch ihm sind die zuletzt guten Resultate der Krienser aufgefallen. «Ich habe das Spiel in Winterthur verfolgt. Sie haben einen Topmatch abgeliefert.»

Schneuwly freut sich auf die Begegnung in Kriens. Er erwartet einen starken Gegner. «Es wird ein offener Schlagabtausch.»

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