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E-Sports: Europa bleibt chancenlos

League of Legends ist eines der meistgespielten Videospiele der Welt. Während der WM blickt in Asien alles gebannt ins Gastgeberland Südkorea. Europa spielt höchstens eine Aussenseiterrolle.
Tobias Bach/SID
Das Zuschauerinteresse ist gross: «League of Legends» füllt ganze Stadien. (Bild: David Williams/Bloomberg (Los Angeles, 29. Oktober 2016))

Das Zuschauerinteresse ist gross: «League of Legends» füllt ganze Stadien. (Bild: David Williams/Bloomberg (Los Angeles, 29. Oktober 2016))

Millionen vor den Bildschirmen, Tausende in den Stadien: Was in den USA der Super Bowl ist, ist in Asien die Weltmeisterschaft im Spieleklassiker League of Legends (LoL). Ab Mittwoch stehen die Zockerfinger von Millionen LoL-Spielern still.

Die gesamte E-Sport-Welt blickt gebannt nach Südkorea, zur Weltelite in einem der beliebtesten Videospiele überhaupt. Wenn Mannschaften aus aller Welt die Vorherrschaft der südkoreanischen Gastgeberteams beenden wollen, kommt den Organisationen aus Europa höchstens eine Nebenrolle zu. «In Asien ist E-Sport Volkssport und dementsprechend wird das ganze Thema mit einer anderen Intensität und Philosophie betrieben», sagte Sport1-LoL-Experte Luka Ziegler. «Die europäischen Teams sind die Underdogs, und ein Einzug ins Viertel- oder Halbfinal wäre schon ein riesiger Erfolg für die europäische League-of-Legends-Szene.»

Preisgeld von rund 5 Millionen Dollar

Speziell in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul kommt man an E-Sport nicht vorbei. Überall leuchten einem die Buchstaben «PC» entgegen. In jedem dieser sogenannten «PC Bangs» zocken ein paar Hundert Koreaner stundenlang. Neben diesen Spiel­hallen gibt es alleine in Seoul mehrere E-Sport-Arenen. Dazu sendet OGN, der grösste E-Sport-TV-Sender der Welt.

In Europa lässt sich diese Begeisterung für den virtuellen Sport in diesem Ausmass schwer nachempfinden. Lediglich bei den ersten LoL-Welttitelkämpfen 2011 konnte die britische Organisation Fnatic den Pokal auf den Alten Kontinent holen. Danach begann die Dominanz der Asiaten. Damals gab es noch ein Preisgeld von mittlerweile lächerlich erscheinenden 100000 Dollar. In diesem Jahr werden wohl wieder rund fünf Millionen Dollar ausgeschüttet. Der Summoners Cup ging in den letzten fünf Jahren immer an Teams aus Südkorea. Im Vorjahr holte sich Samsung Galaxy, das mittlerweile Gen.G heisst, im Final vor 40000 Zuschauern im «Vogelnest» in Peking gegen die Landsleute von «SK Telecom T1» den Titel. Rund 80 Millionen Zuschauer verfolgten das Spektakel per Stream. Die Halbfinalpartie zwischen SKT und dem chinesischen Team «Royal Never Give Up» sahen gar 106 Millionen Zuschauer – und das Interesse steigt jährlich. Der Grossteil der Zuschauer kommt aus China. LoL ist seit seinem Start 2009 der Dauerbrenner in einer sonst schnelllebigen Branche.

Zur WM haben es mit Fnatic, dem französischen Team von Team Vitality und den Spaniern von G2 E-Sports drei Teams aus Europa geschafft. Ein Schweizer Team ist unter den besten 16 Mannschaften, die ab Mittwoch in einer Gruppenphase antreten, nicht dabei. Doch auch in der Schweiz erfreut sich League of Legends grosser Beliebtheit. Unter anderem jenes Spiel wird am «Hero Fest» an diesem Wochenende gezockt. Der Anlass ist Nachfolger der «Suisse Toy Digital» und findet vom Freitag bis Sonntag in der Berner Expo statt.

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