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Knackt Zug die 100-Punkte-Marke?

Der EV Zug könnte erstmals in der Klubgeschichte die Qualifikation mit 100 oder mehr Punkten abschliessen. Für Sportchef Reto Kläy ist das auch ein Grund zur Warnung.
Sven Aregger
Zugs Reto Suri, Zugs Santeri Alatalo und Zürichs Raphael Prassl, von links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 9. Februar 2019)

Zugs Reto Suri, Zugs Santeri Alatalo und Zürichs Raphael Prassl, von links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 9. Februar 2019)

Ausgerechnet gegen Angstgegner ZSC Lions fand der EV Zug zurück in die Spur. Beim 3:0-Heimerfolg am Samstag stoppte er den Abwärtstrend in der Meisterschaft und setzte gleich noch ein Ausrufezeichen, zumal er zuvor in den letzten sieben Spielen gegen die Zürcher als Verlierer vom Eis gegangen war. Nun haben die Zuger jede Mannschaft in dieser Saison mindestens einmal geschlagen. Sportchef Reto Kläy sagt: «Dieser Sieg ist gut für unser Selbstvertrauen. Wir haben eine Reaktion gezeigt und sind wieder dort hingegangen, wo es wehtut.»

Für den Cupsieger geht es darum, im Hinblick auf die Playoffs im Rhythmus zu bleiben. Und das allein scheint eine Herausforderung zu sein. Die Fallhöhe ist für die Zuger gering, sie dominieren mit dem SC Bern die Liga, dem Strichkampf sind sie schon lange enteilt. Allerdings besteht die Möglichkeit, Leader Bern auf der Zielgeraden noch abzufangen. Der Rückstand auf den SCB beträgt neun Runden vor Schluss unverändert zwei Punkte. Seit der Einführung von 50 Qualifikationsspielen im Jahr 2007 haben die Zentralschweizer nur einmal den 1. Platz belegt, das war in der Saison 2011/2012.

Auszeichnung für Zuger Konstanz

Für Rang eins braucht der EV Zug einen erfolgreichen Schlussspurt. Und die Frage ist, ob er erstmals in der Klubgeschichte die 100-Punkte-Marke knacken kann. Seine höchste Punktzahl war bisher 98, diesen Wert erreichte er 2011/12 und 2009/10 (siehe Grafik). Das könnte sich in dieser Saison ändern. Denn bisher holte der EVZ 2,05 Punkte pro Spiel, er steht derzeit bei 84. Bleibt er in den verbleibenden neun Partien diesem Schnitt treu, resultieren am Ende 102 Punkte. Ein solches Ergebnis würde für die grosse Konstanz der Zuger sprechen. Erst zehnmal wurde die Hunderter-Marke in der National League überschritten, den Rekord hält Davos mit 113 Punkten aus der Saison 2010/11. Der EV Zug könnte im besten Fall auf 111 Punkte kommen, dafür müsste er aber alle restlichen Partien in der regulären Spielzeit gewinnen.

Kläy misst solchen Zahlenspielereien keine allzu grosse Bedeutung zu: «Davon können wir uns nichts kaufen.» Der Sportchef weiss, dass eine hohe Punktezahl und ein Platz an der Tabellenspitze keine Garantie für erfolgreiche Playoffs sind. Gerade der EVZ hat diese Erfahrung in der jüngeren Vergangenheit mehrmals machen müssen. Kläy warnt: «Eine gute Qualifikation kann auch gefährlich sein, es kann das Gefühl entstehen, dass alles ein Selbstläufer ist.» Aber natürlich wäre er auf die Mannschaft nicht böse, wenn sie den klubeigenen Punkterekord realisieren und die Qualifikation auf dem ersten Tabellenplatz abschliessen sollte. «Wir wollen einfach unser Bestes geben. Am Schluss werden wir sehen, was dabei herausschaut.»

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