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EVZ-Goalie Tobias Stephan: «Ich war selten so frisch in den Playoffs»

Der EV Zug startet am Dienstag (20 Uhr, Bossard-Arena) in den Playoff-Halbfinal gegen den Lausanne HC. Die Zentralschweizer Protagonisten sagen, was sie von der Serie erwarten. Ein Fragezeichen steht hinter Dennis Everberg.
Sven Aregger
Zugs Goalie Tobias Stephan und Jesse Zgraggen gegen Lausannes Benjamin Antonietti. (Bild: Keystone (Malley, 22. Februar 2019))

Zugs Goalie Tobias Stephan und Jesse Zgraggen gegen Lausannes Benjamin Antonietti. (Bild: Keystone (Malley, 22. Februar 2019))

Julia Bergman ist in Schweden ein TV-Star und geübt im Umgang mit sozialen Medien. Auf Instagram postet sie in schöner Regelmässigkeit Bilder und Videos. Ihr Profil stösst in der Zentralschweiz derzeit auf grosse Aufmerksamkeit. Denn Bergmann ist ja auch die Freundin von EVZ-Stürmer Dennis Everberg. Der Schwede hat sich in den Viertelfinals gegen Lugano verletzt. Wie gravierend, darüber schweigt der Klub, Verletzungen werden in den Playoffs nicht kommentiert. Und so schauten die Fans gebannt auf Bergmans Beiträge im Netz. Dort war Everberg zu sehen, wie er zu Hause durch die Wohnung geht oder wie er hinter dem Steuer eines Autos sitzt – was natürlich die Spekulationen über seinen Gesundheitszustand befeuerte.

Gesichert ist: Everberg hat am Montag nicht auf dem Eis trainiert. Und Trainer Tangnes lässt offen, ob der Flügel zum Start der Playoff-Halbfinals gegen Lausanne (Dienstag, 20 Uhr, Bossard-Arena) dabei sein wird. Gut sieht es hingegen bei Everbergs Landsmann Carl Klingberg aus, nachdem der Stürmer die letzten drei Partien verpasst hat. «Er ist frisch und gesund», sagt Tangnes.

Spannendes Goalie-Duell

Das gilt auch für Tobias Stephan. Das Goalie-Duell zwischen ihm und Lausannes Sandro Zurkirchen birgt Brisanz. Stephan wechselt im Sommer an den Lac Léman. Dort hat Zurkirchen, der in Zug einst ausgemustert wurde, keine Zukunft mehr als Stammgoalie. Sein Weg führt wohl nach Lugano.

Das sagen die Zuger Protagonisten vor dem Playoff-Halbfinal:

Tobias Stephan, Torhüter

«Das siebte Spiel zwischen Lausanne und Langnau habe ich daheim verfolgt. Mir ist der Gegner egal, ich habe noch keinen grossen Bezug zu Lausanne, das wird erst nächste Saison zum Thema. Lausanne nimmt wenig Risiko und zieht sich oft in die neutrale Zone zurück, aber im Umschaltspiel ist es gefährlich. Die längere Pause sehe ich als Vorteil, ich war selten so frisch in den Playoffs. Die 4:0-Serie gegen Lugano ist uns sicher nicht zu Kopf gestiegen. Wenn wir im Halbfinal ausscheiden, wird es wieder nicht genügend gewesen sein. Ich selber habe noch Luft nach oben, in den Spielen drei und vier habe ich einige Fehler gemacht. Aber ich bin zufrieden, wie ich auf die Fehler reagiert habe.»

Lino Martschini, Stürmer

«Die Vorfreude, dass es nun weitergeht, ist gross. Wir haben eine Woche lang gut trainieren und uns gleichzeitig erholen können. Wir wollten Spielintensität simulieren, in den letzten Tagen haben wir uns auch mit dem Gegner befasst. Lausannes Stürmer sind kreativ, das Team agiert sehr systemtreu. Es geht auch dar­um, dass wir unser System besser umsetzen können als der Gegner. Wir sind voller Energie und können mit breiter Brust auftreten. Mir persönlich taten die Erfolgserlebnisse in den Viertelfinals gut. (3 Tore/2 Assists, Anm. d. Red.) Ich will Einfluss haben aufs Spiel, leider ist mir das in der Vergangenheit nicht immer gelungen. Ich bin froh, dass sich jetzt die harte Arbeit auszahlt. Aber wie die ganze Mannschaft habe auch ich noch Entwicklungspotenzial.»

Dan Tangnes, Trainer

«Als der Gegner bekannt war, haben wird uns umgehend einige Stunden vorbereitet. Die Lausanner sind defensiv gut organisiert, und erhalten wenige Strafen. Spieler wie Jeffrey, Junland, Bertschy und Vermin können Spiele entscheiden.»

Reto Kläy, Sportchef

«Die besten vier Mannschaften der Qualifikation stehen in den Halbfinals. Alle haben ihre Qualitäten, es gibt keine klaren Favoriten mehr. Gegen Lausanne haben wir diese Saison drei von vier Spielen verloren. Diese Partien gehörten zu unseren schlechtesten Leistungen, wir sind teilweise sehr emotionslos aufgetreten. Aber ich mache mir deswegen keine Sorgen, die Playoffs sind eine andere Sache. Zudem haben wir nach den diskreten Darbietungen in den letzten Qualifikationsspielen gezeigt, dass wir in den Viertelfinals gegen Lugano auf den Punkt bereit waren. Allerdings dürfen wir nicht mehr so viele Strafen kassieren. Es wird wichtig sein, diszipliniert und effizient zu agieren. Ein gewisser Druck ist natürlich vorhanden. Je weiter man kommt, desto grösser wird die Erwartungshaltung. Wir spüren das Kribbeln und wollen es als positive Energie in den Halbfinal mitnehmen.»

Playoff-Halbfinals (best of 7). 1. Runde. Dienstag, 20:00 Uhr: Zug – Lausanne. Bern – Biel.

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