Interview

EVZ-Sportchef Reto Kläy: «Die Unsicherheit ist gross»

Im Eishockey gibt es kommende Saison keine Absteiger, Aufstiege sind aber möglich: Die Ligaversammlung der National League und der Swiss League haben dies am Montag so beschlossen. EVZ-Sportchef Reto Kläy nimmt Stellung.

René Barmettler
Drucken
Teilen
EVZ-Sportchef Reto Kläy.

EVZ-Sportchef Reto Kläy.

Bild: PD

Der Modus für die Saison 2020/21 ist nun beschlossen. Ist dieser auch im Sinn des EV Zug?

Reto Kläy: In dieser Sache waren sich die Clubs ziemlich einig. Wir mussten Kompromisse eingehen und etwas Neues ins Auge fassen. Aus wirtschaftlicher Sicht ist dieser Entscheid sicher ein vernünftiger. Auch weil es zur Zeit schwierig abzuschätzen ist, wie hoch der wirtschaftliche Schaden abschliessend sein wird.

Der Entscheid wurde bei einem Treffen in der Berner Postfinance-Arena getroffen. Wie ist die Stimmung in den Clubs?

Mit dem jetzigen Stand kann vieles nicht beantwortet werden, die Unsicherheit ist gross. Wir wissen alle nicht, was alles in den nächsten Monaten auf uns zukommt. So gesehen sitzen wir alle im gleichen Boot.

Sportlich wird es in der kommenden Saison keinen Absteiger geben. Damit hat man doch keine Gewähr, dass alle Clubs finanziell in der höchsten Liga überlebensfähig sein werden?

Definitiv. Aus wirtschaftlicher Sicht sind nicht alle Clubs auf der sicheren Seite. Oberstes Gut ist jetzt die Wirtschaftlichkeit, dieses Problem muss jeder für sich selber lösen.

Auch in der Swiss League wird es keinen Absteiger geben. Verzichtet die EVZ Academy deshalb auf die Verpflichtung eines Ausländers?

Im Moment ist noch nichts spruchreif. Es kann durchaus sein, dass wir mit einem ganz jungen Team in die neue Saison starten werden.