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EVZ-Trainer Tangnes: «Wir haben unser bestes Saisonspiel noch nicht gezeigt»

Trainer Dan Tangnes will mit dem EV Zug besser auf die am Dienstag beginnenden Halbfinals vorbereitet sein als der Gegner. Der Norweger glaubt, dass seine Mannschaft noch nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft hat.
Sven Aregger
EVZ-Trainer Dan Tangnes im Einsatz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 19. Februar 2019))

EVZ-Trainer Dan Tangnes im Einsatz. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 19. Februar 2019))

Als Dan Tangnes im vergangenen Sommer nach Zug kam, hatte er als Headcoach noch keine einzige Playoff-Runde gewonnen. Mit dem schwedischen Klub Linköping war er dreimal in den Viertelfinals ausgeschieden. Doch bereits in seinem ersten Jahr in der Zentralschweiz poliert Tangnes seine Bilanz auf, die Zuger werden die Saison nach dem 4:0 in der Serie gegen Lugano frühestens in den Halbfinals beenden. Tangnes sagt: «Ich bin glücklich für das Team, aber das soll es nicht gewesen sein. Wir haben die grosse Möglichkeit, noch mehr zu erreichen.» Der Trainer glaubt, dass seine Mannschaft in den Viertelfinals nicht ihr ganzes Potenzial abgerufen hat. «Wir haben unser bestes Saisonspiel noch nicht gezeigt. Das wollen wir nachholen.»

Der 40-jährige Norweger steht für den Mentalitätswandel im Team. Der EVZ hat in dieser Saison ein neues Selbstverständnis entwickelt, dazu gehört der unerschütterliche Glaube an die eigenen Fähigkeiten. Gegen Lugano hatte Zug auf Rückstände immer wieder die passende Antwort parat. «Wir sind nie in Panik geraten», bilanziert Tangnes. Er betont, dass man mentale Stärke nicht von einem Tag auf den anderen erlangen könne. «Seit dem Trainingsstart im August haben wir hart daran gearbeitet. Die Mannschaft sollte die Denkweise verinnerlichen, dass sie jeden Gegner schlagen kann.» Hilfreich in diesem Prozess war der Cupsieg im Februar gegen die Rapperswil-Jona Lakers, der erste Titel nach 21 langen Jahren. «Dieser Erfolg hat uns das Vertrauen gegeben, dass wir bereit sind in entscheidenden Spielen», sagt Tangnes.

Wie wirken sich neun spielfreie Tage aus?

Nun bereitet sich der EV Zug auf die Halbfinalspiele vor, die am kommenden Dienstag beginnen. Weil er im Schnellzugtempo durch die Viertelfinals sauste, hat er insgesamt neun Tage spielfrei. Nach intensiven Playoff-Partien kommt etwas Erholung nicht ungelegen, zumal sich kleinere Blessuren auskurieren lassen. Aber gleichzeitig legt der Coaching-Staff sein Augenmerk darauf, die Intensität in den Trainings hochzuhalten. Tangnes formuliert es so: «Wir sitzen sicher nicht in der Garderobe, spielen Billard und trinken Espresso. Im Training sind wir auch nicht zu nett zueinander. Wir wollen besser vorbereitet sein als der Gegner.»

Werden Klingberg und Everberg rechtzeitig fit?

Offen ist, ob – und falls ja ab wann – die schwedischen Stürmer Carl Klingberg und Dennis Everberg in den Halbfinals zur Verfügung stehen werden. Everberg war gestern nicht auf dem Eis, Klingberg trainierte nur reduziert. Aber der EVZ hat in dieser Saison eindrücklich bewiesen, dass er Ausfälle von Leistungsträgern wegstecken kann. «Das ist die Story des Jahres. Durch die Verletzungen früh in der Saison haben sich Spieler wie Sven Senteler, Reto Suri und Sven Leuenberger in den Fokus gespielt», sagt Tangnes. «Ich vertraue allen Spielern, die ich aufs Eis schicke, zu 100 Prozent.» Bisher haben die Spieler dieses Vertrauen mit Leistung zurückgezahlt. In den Playoff-Halbfinals soll sich daran nichts ändern.

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