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EVZ-Trainer Tangnes: «Wir waren nicht aktiv genug»

Der Zuger Express ist am Samstag im zweiten Finalspiel gegen Bern etwas ins Stocken geraten. Für Trainer Dan Tangnes ist die 2:3-Niederlage nach Verlängerung ein Rückschlag – nicht mehr.
Sascha Fey
Zugs Cheftrainer Dan Tangnes (hinten) war mit dem Spiel seiner Mannschaft am Samstag nicht zufrieden. (Bild Alexandra Wey/Keystone (Zug, 13. April 2019))

Zugs Cheftrainer Dan Tangnes (hinten) war mit dem Spiel seiner Mannschaft am Samstag nicht zufrieden. (Bild Alexandra Wey/Keystone (Zug, 13. April 2019))

«Wir erwarteten eine harte Serie mit guten und schlechten Abenden», sagte EVZ-Trainer Dan Tangnes nach dem Spiel. Es sei jedoch ein gutes Zeichen, die Verlängerung erreicht zu haben, obwohl sie nicht ihr bestes Spiel gezeigt hätten. Er ist überzeugt, dass die Vorteile auf Seiten seiner Mannschaft liegen, je mehr gespielt wird. «Wir sollten noch frisch sein.» Schliesslich verlor der EVZ in den laufenden Playoffs erst zum zweiten Mal und hatte deutlich mehr Erholungszeit als der SC Bern.

Der Zuger Stürmer Yannick Zehnder fasste die Partie perfekt zusammen: «Es hätte auf beide Seiten kippen können.» Die beiden Teams waren absolut auf Augenhöhe. Die Zentralschweizer vergaben in den letzten gut elf Minuten die grosse Chance zum 3:2, als sie zweimal in Überzahl agieren konnten. In der Overtime waren dann aber die Berner klar besser und verdienten sich den Siegtreffer durch Gregory Sciaroni (65.). «In der Verlängerung machten wir viele Fehler», sagte EVZ-Verteidiger Jesse Zgraggen. «Dann geht es bei einer solch guten Mannschaft nicht lange, bis sie etwas daraus macht.»

Tangnes: «Haben den Sieg nicht verdient»

Zu sagen, dass die Zuger die Partie im Powerplay verloren haben, wäre falsch. Schliesslich glichen sie dank Dennis Everberg zweimal mit einem Mann mehr auf dem Eis aus. Dennoch war Tangnes mit dem Überzahlspiel insgesamt nicht zufrieden, fand er es zu statisch. Das ist typisch für den detailversessenen Norweger. «Wir müssen jedoch bei fünf gegen fünf Feldspielern treffen, wenn wir die Serie gewinnen wollen», ist er sich bewusst. Für Captain Raphael Diaz war einer der Unterschiede zum 4:1-Sieg in Bern am Donnerstag, dass sie nicht mehr so gut aus der eigenen Zone gekommen seien. «Wir spielten hinten heraus das eine oder andere Mal nicht unser System, es fehlte am nötigen Support. Das ist ein kleines Detail, das wir besser machen können», erklärte Diaz und fuhr fort: «Wir sind enttäuscht, aber es ist das Gleiche wie nach einem Sieg. Du weisst, dass das nächste Spiel kommt, und darauf müssen wir uns nun fokussieren.»

Ohnehin gewinnt in den Playoffs jene Equipe, die schneller lernt. Und das Gute ist aus Sicht der Zuger, dass sie genau wissen, woran es lag. «Wir waren nicht aktiv genug, liefen nicht genug, drückten nicht genug aufs Tempo», so Tangnes selbstkritisch. Ausserdem bemängelte er das Passspiel, das ihm zu langsam und zu wenig genau war. «Wir waren schlichtweg nicht gut genug, um den Sieg zu verdienen.» Der Optimismus ist aber weiterhin gross: «Wir laden nun die Batterien auf und kommen stark zurück. Die Gruppe ist voller Selbstvertrauen. Wir sind ein Team, das schwierig zu schlagen ist, da wir über ein grosses Potenzial verfügen. Nun gilt es, in den nächsten Spielen so nah wie möglich an dieses heranzukommen.»

Kehrt Suri am Dienstag aufs Eis zurück?

Für Zehnder ist das Motto für das Spiel am Dienstag in Bern (20.00, SRF 2) klar: «Wir dürfen uns nicht zu stark auf Bern konzentrieren. Wenn wir unser Tempo-Eishockey durchziehen, dann werden wir ihnen unser Spiel aufzwingen. Das muss das Ziel sein.» Zudem besteht die Hoffnung, dass der am Donnerstag von Adam Almquist übel gecheckte Reto Suri morgen in Bern zurückkehrt. Die Kämpfernatur würde der Mannschaft gut tun.

Gegen Almquist läuft noch ein Verfahren. Geklärt wurde
hingegen das «Schicksal» von Garrett Roe. Der Zuger Stürmer wurde für seinen «sterbenden Schwan» im ersten Finalspiel mit 2000 Franken gebüsst.

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