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EVZ-Trainer Tangnes: «Wir wollten zu kreativ sein»

Der EV Zug ist auf der Suche nach Stabilität. Trainer Dan Tangnes sieht aber keine Alarmzeichen.
Sven Aregger
Der Zuger Trainer Dan Tangnes hat mit seiner Mannschaft noch viel Arbeit. Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 17. September 2019)

Der Zuger Trainer Dan Tangnes hat mit seiner Mannschaft noch viel Arbeit. Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 17. September 2019)

Die Aufregung rund um den EV Zug war gross in den letzten Wochen. Noch nie zuvor stand der Klub zum Saisonstart derart im Fokus. Zug ist der meistgenannte Titelanwärter, die prominenten Neuzugänge Grégory Hofmann und Leonardo Genoni stehen für eine glanzvolle Zukunft. Bei all den Vorschusslorbeeren kann eine Mannschaft schon mal Gefahr laufen, die Bodenhaftung zu verlieren. Der Verteidiger Santeri Alatalo sagt: «Überall hiess es nur: EVZ, EVZ, EVZ. Irgendwann fängt man an, es zu glauben.»

Vielleicht sind es auch die hohen Erwartungen, die das Team mental blockieren. Nach dem mässigen Start mit drei Siegen und zwei Niederlagen ist der EVZ jedenfalls auf der Suche nach Stabilität. Gerade im Defensivverhalten hinterlässt er einen konfusen Eindruck. Davon zeugen die 20 Gegentore, es sind mit Abstand die meisten in der Liga. Das ist insofern erstaunlich, als Zug in der vergangenen Saison mit dem gleichen Personal die zweitbeste Verteidigung stellte. Trainer Dan Tangnes versichert jedoch, dass die Probleme nichts mit der defensiven Struktur zu tun hätten. Auch nicht mit dem neuen Assistenztrainer Klas Östman, der Stefan Hedlund als Coach der Verteidiger abgelöst hat. «Wir haben die Scheiben vorne in ungünstigen Situationen verloren, dann kann die Abwehr nicht mehr geordnet sein. Alles hängt zusammen», sagt Tangnes. «Wir wollten zu viel, wir wollten zu kreativ sein.»

Schnyder fehlt länger, zwei Ausländer gesperrt

Kommt hinzu: Die Widersacher brauchen keine zusätzliche Motivation, um gegen den EVZ auf Touren zu kommen. Namen wie Genoni, Hofmann, Martschini und Kovar sind Ansporn genug. Alatalo sagt: «Man spürt, dass die Gegner besonders fokussiert sind.» Alle Zuger Spiele waren hart umkämpft, was für die Ausgeglichenheit in der National League spricht. Der EVZ wird also kaum entspannt durch die Qualifikation spazieren. Aber Sorgen macht sich Tangnes keine. Stattdessen spricht er von einem «normalen Prozess» und verweist auf den Umstand, dass die Mannschaft vor einem Jahr ebenfalls Anlaufzeit benötigte. «Spielten wir bisher sehr solide? Nein. Aber ich sehe kein Alarmzeichen über der Bossard-Arena. Wir müssen einfach sicherstellen, dass wir jede Woche besser werden.» Fortschritte hat der Trainer zuletzt beim 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen gegen Lugano erkannt.

Die Aufwärtstendenz will der EVZ am Dienstag in Rapperswil bestätigen. Länger fehlen wird Fabian Schnyder. Der Flügel leidet unter Hüftproblemen und fällt laut Tangnes «mindestens vier Wochen» aus. Der Kanadier David McIntyre (Bandencheck gegen Luganos Raffaele Sannitz) ist für ein Spiel gesperrt. Der Schwede Oscar Lindberg (Kniestich gegen Langnaus Robbie Earl) muss noch zwei Partien pausieren.

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