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Nach Topleistung des EVZ in den Playoff-Viertelfinals: «Alle haben Lust auf mehr»

Nach dem 5:4-Sieg in der zweiten Verlängerung in Lugano steht der EV Zug als erster Halbfinalist fest. Der Hunger ist aber noch lange nicht gestillt.
Sascha Fey
Die Entscheidung am Samstag in der 96. Minute: Brian Flynn (links) erzielt das 5:4 für die Zuger. (Bild: Alessandro Crinari/Keystone (Lugano, 16. März 2019))

Die Entscheidung am Samstag in der 96. Minute: Brian Flynn (links) erzielt das 5:4 für die Zuger. (Bild: Alessandro Crinari/Keystone (Lugano, 16. März 2019))

Wohl nicht einmal der grösste Zuger Optimist hätte ein 4:0 im Viertelfinal gegen den letztjährigen Finalisten Lugano für möglich gehalten. Brian Flynn erlöste die Zentralschweizer am Samstagabend in der 96. Minute mit dem 5:4 und machte den Einzug in den Halbfinal perfekt. «Wir haben immer gepowert und nie aufgegeben», bilanzierte Sven Senteler, der zwei Assist zum Sieg beisteuerte. «Am Ende war das Glück auf unserer Seite.»

Trainer Dan Tangnes sprach von einem «grossen Sieg». Ein 4:0 sei speziell. Es sehe aber einfacher aus, als es gewesen sei: «Es war eine harte Serie.» So gewannen die Zuger drei der vier Spiele mit einem Tor Unterschied. In den letzten beiden Partien hatte der EVZ je dreimal einen Rückstand wettgemacht.

Für Tangnes gaben zwei Faktoren den Ausschlag zu Gunsten seiner Mannschaft: die grössere Breite und die «Special Teams». «Wir spielten die ganze Zeit mit vier Linien. Dadurch waren wir frischer. Das zeigte sich in der Verlängerung. Je länger die Overtime ging, desto besser wurden wir als Team, und desto mehr kontrollierten wir das Spiel.» Im Powerplay war der EVZ viermal erfolgreich, während er Lugano in Unterzahl bloss einen Treffer zugestand.

Verschiedene Zuger Aktivposten

Es scheint derzeit, als könnte die Zuger nichts erschüttern, sie auf alles eine passende Antwort hätten. «Das Selbstvertrauen in der Gruppe ist sehr gut», erklärte Tangnes. «Es sind bisher so viele gute Dinge passiert in der laufenden Saison, der Sieg im Cup, die starke Qualifikation.» Ausserdem kommt den Zugern nun das Verletzungspech zu Beginn der Saison zupass. Das gab anderen die Möglichkeit, eine grössere Rolle einzunehmen. «Wir investierten früh in verschiedene Spieler, das sieht man nun», so Trainer Dan Tangnes.

Einen Schritt vorwärts machte beispielsweise Dominic Lammer, der in der Regular Season (drei Tore) nicht wie gewünscht auf Touren gekommen war. Im Viertelfinal überzeugte er mit zwei Treffern und drei Assists. Der erst 20-jährige Sven Leuenberger, der seine erste Saison in der höchsten Schweizer Liga bestreitet, sammelte in der Serie gegen Lugano vier Skorerpunkte (ein Tor). Und auch Dario Simion (zwei Tore) war ein Aktivposten. «Wir haben verschiedene Spieler, die den Unterschied ausmachen können», sagte Tangnes.

Nach zwei freien Tagen geht es für die Spieler am Dienstag mit der Vorbereitung auf den am 26. März beginnenden Halbfinal weiter – der Gegner ist noch offen. Dass sich die lange Pause negativ auf den Rhythmus auswirken könnte, glaubt Tangnes nicht, im Gegenteil, er erachtet es sogar als Vorteil.

Bezüglich der Frische sieht er unabhängig davon keine Probleme. Und der Hunger nach dem zweiten Meistertitel nach 1998 ist ohnehin gross. «Alle haben Lust auf mehr», so Senteler. Für Routinier Fabian Schnyder war das Weiterkommen «ein erster Meilenstein», nicht mehr.

Ein Wermutstropfen gab es jedoch für die Zuger, schied doch Dennis Everberg in der 94. Minute mit einer Oberkörper-Verletzung aus. Wie gravierend es den schwedischen Weltmeister erwischt hat, darüber wollte Tangnes nicht spekulieren, das werden die Untersuchungen zeigen. Ohnehin wird in den Playoffs diesbezüglich zurückhaltend informiert.

Ein längerer Ausfall von Everberg wäre zwar ein Rückschlag, allerdings ist der EVZ auch bei den Ausländern sehr gut aufgestellt. Der zuletzt krank gewesene Carl Klingberg dürfte in dieser Woche zurückkehren. Und im Notfall hätte der EVZ auch noch Pontus Widerström in der Hinterhand. «Er hat für uns die gesamte Saison einen guten Job gemacht», urteilte Tangnes. «Wir werden auch ihn brauchen». Weiteren Erfolgen der Zuger sollte also nichts im Weg stehen.

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