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Ambri überrollt Zug mit Blitzstart

Nach einer völlig verunglückten Startphase verliert der EV Zug gegen Ambri mit 3:6. EVZ-Stürmer Fabian Schnyder findet hinterher deutliche Worte. Derweil sind die Leventiner voll auf Playoff-Kurs.
Sven Aregger
Zugs Sven Senteler muss vor dem Ambri-Tor zu Boden. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Zug, 19. Februar 2019)
Enttäuschte EVZ-Spieler nach dem Spiel. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 19. Februar 2019)
Zugs Lino Martschini (rechts) gegen Ambris Dominic Zwerger. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 19. Februar 2019)
Kehrte in die erste Mannschaft zurück: Zugs Carl Klingberg (rechts), im Gespräch mit Garrett Roe. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Zug, 19. Februar 2019)
Zugs Dennis Everberg (rechts) gegen die Ambri-Spieler Daniel Manzato und Michael Ngoy. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Zug, 19. Februar 2019)
Jubel bei den Ambri-Spielern Dario Rohrbach, Jannik Fischer und Samuel Guerra (von links). (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Zug, 19. Februar 2019)
Zugs Yannick-Lennart Albrecht (rechts), verfolgt von Diego Kostner und Jannik Fischer. (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Zug, 19. Februar 2019)
Enttäuschte Zuger Spieler mit Sven Senteler, Carl Klingberg und David McIntyr (von links). (Bild: Alexandra Wey / Keystone, Zug, 19. Februar 2019)
Zugs Raphael Diaz (rechts) verfolgt Fabio Hofer. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 19. Februar 2019)
Bereits nach sechs Minuten musste EVZ-Trainer Dan Tangnes sein Timeout nehmen. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 19. Februar 2019)
Am Schluss feierten die Ambri-Fans mit ihren Spielern. (Bild: Patrick Straub / Freshfocus, Zug, 19. Februar 2019)
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Zug - Ambri 3:6

Im Eishockey geschehen manchmal wundersame Dinge. Darauf hofften auch die Zuger, als sie im letzten Drittel den Ambri-Keeper Daniel Manzato unter Dauerbeschuss nahmen. Chancen für den Anschlusstreffer zum 4:5 waren genügend vorhanden. Doch der EVZ rannte vergeblich an, die Hypothek aus der Startphase wog letztlich zu schwer.

Was war passiert? Bereits nach 4:29 Minuten sah sich der Zuger Trainer Dan Tangnes genötigt, das Time-out zu nehmen. Soeben hatte Ambri das 2:0 erzielt, und das auch noch in Unterzahl. Doch das Time-out verfehlte seine Wirkung, noch im selben Powerplay kassierte Zug den zweiten Shorthander! Die Zuschauer auf der Tribüne schüttelten ungläubig den Kopf. Und als Ambri nach neun Minuten die Führung auf vier Tore ausbaute, musste man das Schlimmste für den EVZ befürchten. So komplett neben den Schuhen hatte man die Zuger in dieser Saison noch nie gesehen, sie waren fahrig und unkonzentriert. Captain Raphael Diaz etwa leistete vor dem 0:3 Begleitschutz für den Torschützen Dominik Kubalik. Das entschlossene und zielstrebige Ambri, das im Kampf am Strich um jeden Punkt angewiesen ist, verpasste dem EVZ einen Denkzettel. EVZ-Stürmer Fabian Schnyder drückte es so aus: «Die ersten neun Minuten waren ein Skandal. Ich weiss nicht, wann uns so etwas zum letzten Mal passiert ist.»

EVZ-Ausländer: «Gesunder Konkurrenzkampf»

Man muss den Zugern zugutehalten, dass sie Stolz zeigten. Sie bäumten sich nach dem Startschock auf und übernahmen das Kommando. Und es stellte sich die Frage, wieso sie nicht von Beginn an so aufgetreten waren. Schnyder hatte hierfür keine schlüssige Erklärung, aber er sagte: «Das Gute ist, wie wir auf diesen Start reagiert haben. Daran müssen wir anknüpfen.» Positiv für Zug war auch: Nach 81 Tagen kehrte Carl Klingberg in den Spielbetrieb der National League zurück. Der Schwede, genesen von einer Halswirbelverletzung, bildete mit Landsmann Dennis Everberg und dem amerikanischen Center Garrett Roe eine Angriffsformation. Es ist eine neue Situation in dieser Saison: Alle fünf NL-Ausländer sind fit, der sechste Importspieler Pontus Widerström wird voraussichtlich mit dem Farmteam die Swiss-League-Playoffs bestreiten und erst nach einem allfälligen Ausscheiden wieder zur Verfügung stehen. Trainer Dan Tangnes will in den verbleibenden Qualifikationsspielen «rotieren», gegen Ambri musste der US-Amerikaner Brian Flynn auf die Tribüne. «Wir wollen erreichen, dass alle Ausländer bereit sind für die Playoffs», sagte Tangnes. «Die Spieler müssen unter Beweis stellen, dass sie sich einen Platz im Team verdienen. Es ist ein gesunder Konkurrenzkampf.»

Ambri-Piotta konnte derweil erstmals seit über zwei Jahren wieder in der Bossard-Arena gewinnen. Was für die Leventiner noch viel wichtiger ist: Sie wahren ihre guten Chancen auf die erste Playoff-Teilnahme seit fünf Jahren. Der Vorsprung auf das neuntplatzierte Fribourg-Gottéron beträgt fünf Punkte. Es ist aber durchaus möglich, dass die Leventiner im zweitletzten Qualifikationsspiel – wenn sie nochmals in Zug gastieren – einen weiteren Sieg brauchen werden.

Quelle: Mysports

Zug - Ambri-Piotta 3:6 (1:4, 2:1, 0:1)

6895 Zuschauer. - SR Dipietro/Stricker, Castelli/Fuchs. - Tore: 1. (0:44) Rohrbach (Fischer, D'Agostini) 0:1. 5. (4:29) Kostner (Fora/Ausschluss Müller!) 0:2. 6. (5:28) Kubalik (Guerra/Ausschluss Müller!) 0:3. 9. D'Agostini (Plastino, Rohrbach/Ausschluss Senteler) 0:4. 11. Suri (Albrecht, Thiry) 1:4. 30. Bianchi (Tosques, Plastino/Ausschluss Senteler) 1:5. 33. Everberg (Roe, Diaz/Ausschlüsse Goi, Müller) 2:5. 35. Suri (Schlumpf/Ausschluss Diaz!) 3:5. 60. (59:48) Trisconi (Plastino) 3:6 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Martschini; Kubalik.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Zgraggen, Stadler; Thiry; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, McIntyre, Simion; Leuenberger, Albrecht, Suri; Zehnder, Senteler, Schnyder.

Ambri-Piotta: Manzato; Plastino, Ngoy; Fischer, Guerra; Fora, Jelovac; Tosques; Trisconi, Kostner, Bianchi; Rohrbach, D'Agostini, Hofer; Zwerger, Müller, Kubalik; Incir, Goi, Lauper; Mazzolini.

Bemerkungen: Zug ohne Flynn (überzähliger Ausländer), Lammer und Zryd. Ambri ohne Kienzle, Dotti, Pinana, Lerg, Conz, Novotny (alle verletzt/angeschlagen). - Pfosten-/Lattenschüsse: 1. Fischer, 14. Roe. - 1. National-League-Spiel von Tosques. - Timeout Zug (5.). - Zug von 55:12 bis 57:13 und von 57:24 bis 59:48 ohne Goalie. - Suri verletzt ausgeschieden (vom Puck im Gesicht getroffen).

Resultate: Davos - Bern 3:4 (1:2, 1:2, 1:0). Zug - Ambri-Piotta 3:6 (1:4, 2:1, 0:1). Lausanne - Lugano 0:7 (0:3, 0:1, 0:3).

Rangliste: 1. Bern 44/95. 2. Zug 44/90. 3. Lausanne 45/74. 4. SCL Tigers 44/73. 5. Ambri-Piotta 44/70. 6. Biel 44/68. 7. Lugano 44/66. 8. ZSC Lions 44/65. 9. Fribourg-Gottéron 44/65. 10. Genève-Servette 45/63. 11. Davos 44/37. 12. Rapperswil-Jona Lakers 44/29.

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