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Auch die Zuger sind mental stark

René Barmettler

Drucksituation «Wir gehen auf tutti. Es wird scheppern. Entweder wir siegen knapp oder wir gehen unter», sagte Arno Del Curto, der Coach des HC Davos, vor dem Anpfiff des dritten Halbfinalspiels. Die Bündner lagen da bereits mit 0:2 in der Serie hinten. Er sollte Recht behalten: Davos siegte mit 5:3 und fügte den Zugern die erste Niederlage dieser laufenden Playoff-Kampagne zu. Aber, wie Del Curto richtigerweise auch sagte, hätten die Davoser nach dem 1:3-Rückstand auch untergehen können. Ob es da noch zu dem gestrigen Spiel gekommen wäre, ist reine Spekulation. Aber es zeigt, dass eine Playoff-Serie nicht nur eine physische Kraftprobe darstellt, sondern auch mental einiges von den Spielern und Coaches abfordert. Körperliche Beschwerden auf die Seite zu schieben, gehört ebenso dazu. Sinnbildlich dafür steht der finnische Stürmer Perttu Lindgren in Diensten des HCD. Der Nordländer aus Tampere hatte in den beiden ersten Partien unglücklich gekämpft. Dann plötzlich blühte er auf, nachdem sein Coach seine Hüftverletzung bekannt gemacht hatte. Mit diesen Schmerzen umzugehen sei «akzeptabel. Wenn du gewinnst, ist es okay. Wenn du verlierst, fühlst du dich beschissen.»

Helbling: «Wir haben das Gegenteil bewiesen»

Del Curto zum Thema Druck: «Es gibt einen Teamdruck, einen psychischen Druck, den man sich selber einredet.» Wie es um die mentale Stärke des EVZ bestellt ist, weiss man erst wirklich seit gestern. Nach sechs aneinandergereihten Playoff-Siegen gingen die Zentralschweizer zuletzt zwei Mal als Verlierer vom Eis. Der Zugzwang im fünften Spiel war spürbar und erhöhte sich nach dem 0:1-Rückstand bereits nach 60 Sekunden. Doch die Einheimischen schlugen zurück. Und EVZ-Verteidiger Timo Helb­ling sagte nach diesem Spiel: «Viele haben uns abgeschrieben, meinten, wir hätten keine Nerven. Nun haben wir das Gegenteil bewiesen.» Doch das Ende dieses Kapitels wird noch geschrieben.

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

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