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Auf der «Laufstrecke» droht den Zugern die Luft auszugehen

Der EV Zug hat seine Vorteile nach drei Partien verspielt. Es dürfte hart werden, diesen Rückstand gegen den SC Bern noch zu drehen.
René Barmettler, Bern
Zug-Stürmer Dennis Everberg (rechts) versucht hier, Berns Zach Boychuck vom Puck zu trennen.Bild: Alexandra Wey/Keystone (Bern, 16. April 2019)

Zug-Stürmer Dennis Everberg (rechts) versucht hier, Berns Zach Boychuck vom Puck zu trennen.Bild: Alexandra Wey/Keystone (Bern, 16. April 2019)

Vor der Halbfinalserie verglich EVZ-Sportchef Reto Kläy die Playoffs mit einem Triathlon. Die Radstrecke (4:1 gegen Lausanne) beendete Zug mit einem satten Vorsprung. Auf der abschliessenden Laufstrecke gegen den SC Bern wurde der Vorsprung im zweiten Spiel am letzten Samstag aufgebraucht. Ausgerechnet das Laufspiel funktionierte nicht optimal, was auf die für einmal fehlende Passqualität zurückzuführen war.

Ganz überraschend war diese Niederlage nicht, war es doch der sechste Auswärtssieg der Berner in diesen Playoffs. Die Berner Lokomotiven auf dem Eis waren nebst Mark Arcobello drei Schweizer. Simon Moser (30) jagte unermüdlich seine Gegner und lässt die These, dass sein Team rund 300 Minuten mehr als die Zuger in den Beinen haben, nicht gelten. «Der Zweitagesrhythmus ist für uns Sportler optimal», sagte er der «Berner Zeitung», «sofern wir dazwischen regenerieren und abschalten können.» Auch das Comeback von Gaëtan Haas (27) verlieh dem SCB neue Flügel. Im fünften Spiel des Viertelfinals gegen Genève-Servette verletzt ausgeschieden, kehrt der Mittelstürmer im zweiten Spiel erfolgreich zurück und erzielte gar die 1:0-Führung. Der dritte im Bund ist Tristan Scherwey (27). Sein Schlittschuhtor wurde in der Verlängerung zwar aberkannt, aber kurz darauf stand er mit einem Check an Miro Zryd am Ursprung des Siegtreffers nach 64:28 Minuten durch Grégory Sciaroni (30). Diese drei Schlüsselspieler sind das Gesicht einer Mannschaft, die das Wort «Aufgeben» nicht kennen.

Everberg ist am Montagabend Vater einer Tochter geworden

Der EV Zug war nach der ersten Finalniederlage gefordert, wie dieser Rückschlag weggesteckt werden könnte. Sie hätten zu wenig für den Sieg getan, gab sich Tangnes selbstkritisch. Der Heimvorteil war wieder weg, doch das scheint eine untergeordnete Rolle zu spielen. Die Berner wurden in dieser Saison auswärts bereits drei Mal bezwungen. Weshalb also nicht auch noch ein viertes Mal? Ausserdem kehrte Reto Suri zurück, der im ersten Spiele von Almquist mit einem üblen Check aus dem Spiel genommen wurde. Auch Dennis Everberg kam rechtzeitig aus Schweden zurück, nachdem er am Montagabend Vater einer Tochter geworden war.

Doch es waren die Berner, die den Schwung aus Spiel 2 mitnehmen konnten. Moser nahm beim 0:1 und 1:2 EVZ-Hüter Tobias Stephan die Sicht, Scherwey schloss den Treffer in Überzahl zum 3:1 ab.

Carl Klingberg glich zum 1:1 aus, Lino Martschini und Jesse Zgraggen vergaben im Startdrittel Topchancen. Gegen diesen 1:3 -Rückstand rannten die Zuger schliesslich vergebens an. Nach dieser 1:4-Niederlage müssen die Zentralschweizer aufpassen, dass ihnen auf der Laufstrecke und dem 1:2-Serie-Rückstand die Luft nicht ausgeht.

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