BERN - EVZ 2:3: Clevere Zuger gewinnen Playoff-Fight in Bern

Der EV Zug überrascht weiter und zwang den SC Bern nun auch auswärts in die Knie: Der Doppel­schlag von Camichel und Casutt innerhalb von 31 Sekunden zum 3:0 brachte die Zuger entscheidend in Führung.

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Corsin Camichel düpiert Berns Marco Bührer zum 2:0. (Bild EQ)

Corsin Camichel düpiert Berns Marco Bührer zum 2:0. (Bild EQ)

Fast auf den Tag genau vor siebeneinhalb Jahren konnte der EV Zug in Bern zum letzten Mal so richtig jubeln – damals beim 2:1-Sieg am 8. September 2001. Und nun war es wieder soweit – und dies ausge­rech­net im Kampf um den Playoff-Halbfinal. Die Zuger führen in der Serie nun mit 3:2.

Die ersten 20 Minuten in der mit 17'131 Zuschauern ausverkauften Postfinance-Arena gehörten zu den Schatten­sei­ten des Eishockeys: Nach sieben Minuten checkte Jay Harrison den heran­stürmenden Patrik Bärtschi mit dem Ellbogen gegen den Kopf. Bärtschi blieb regungslos liegen und musste mit Verdacht auf eine schwere Hirnerschüt­terung ins Spital eingeliefert werden. Harrison erhielt eine Matchstrafe.

Und nach 15 Minuten traf Simon Gamache mit einem perfiden Stockschlag Corsin Camichel ins Gesicht. Camichel blieb blutend liegen – Gamache musste für 5 Mintuen auf die Strafbank.

Zug enteilte Bern im Mitteldrittel
Im zweiten Drittel wurde dann endlich auch Eishockey gespielt. Und in diesen 20 Minuten entschieden die clever und hoch konzentriert agierenden Zuger die Partie: Nach McTavishs Führungstreffer (22.) folgte der Zuger Doppelschlag innerhalb von 31 Sekunden: Erst enteilte Corsin Camichel sämtlichen Bernern und düpierte auch noch Goalie Marco Bührer, dann schoss Corsin Casutt einen Abpraller zum 0:3 ins Berner Gehäuse.

Nach 34 Minuten schien die Partie entschieden. Doch Martin Plüss und Christian Dubé brachten die Berner in den Minuten danach wieder auf 2:3 heran. Der Rest war Spannung und das Glück des verdienten Siegers.

Aus Bern: Gusti Gretener / Zisch

Mehr zum Zuger Sieg in Bern und die Stimmen nach dem Spiel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag.

SC Bern - EV Zug 2:3 (0:0, 1:3, 1:0)
PostFinance-Arena. - 17 131 Zuschauer (ausverkauft). - SR Reiber, Arm/Küng. - Tore: 22. McTavish (DuPont) 0:1. 33. Corsin Camichel (McTavish) 0:2. 34. Casutt (Brunner) 0:3. 35. Martin Plüss 1:3. 41. (40:56) Dubé (Rüthemann, Martin Plüss/Ausschluss Diaz) 2:3. - Strafen: 1mal 2 plus 5 Minuten (Gamache) plus Spieldauer (Gamache) gegen Bern, 3mal 2 plus 5 Minuten (Harrison) plus Matchstrafe (Harrison) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Dubé; Holden.

Bern: Bührer; Jobin, Josi; Beat Gerber, Philippe Furrer; Carney, Rytz; Gamache, Dubé, Gelinas; Patrik Bärtschi, Martin Plüss, Rüthemann; Bordeleau, Ziegler, Reichert; Daniel Meier, Chatelain, Froidevaux; Trevor Meier.

Zug: Weibel; Diaz, Back; DuPont, Oppliger; Maurer, Harrison; Corsin Camichel, Patrick Fischer, Brunner; Casutt, Steinmann, Fabian Schnyder; Lüthi, Bucher, Bodemann.

Bemerkungen: Bern ohne Roche (krank) und Abid (überzählig), Zug ohne Sutter, Di Pietro, Björn Christen, Dominic Meier und Kress (alle verletzt) sowie Isbister (überzählig). - 7. Patrik Bärtschi verletzt ausgeschieden (nach Ellbogen-Check von Harrison). - Pfostenschüsse: 10. Rüthemann, 22. McTavish. - 34. Timeout Bern. - Bern ab 59:09 ohne Torhüter.