Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BILANZ: Die Halbfinalstatistik des Grauens

Schadenfreude gehört sich im Eishockeygeschäft nicht. Es kann nämlich jederzeit über jeden Ungemach hereinbrechen.
Tobias Stephan pariert gegen Dino Wieser. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 21. März 2017))

Tobias Stephan pariert gegen Dino Wieser. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 21. März 2017))

Trainer Chris McSorley soll in Genf nach dem klaren Scheitern im Viertelfinal gegen Zug auf die Abschussliste des Besitzers geraten sein. Eine 17-jährige Ära ginge damit zu Ende. Ein sogenanntes House-Cleaning steht auch den ZSC Lions nach dem zweimaligen Verpassen der Halbfinals in Folge bevor. Allerdings dürfte es diesmal bei den Zürchern bloss Spieler und kein Führungspersonal treffen.

Beim EV Zug könnte man es nach dem internen Donnerwetter im letzten Frühjahr nun ein wenig lockerer angehen. Wenn da nur nicht die Statistik wäre. Seit dem Meistertitel 1998 qualifizierten sich die Zuger neunmal für die Halbfinals. Die ernüchternde Bilanz: neunmal die Serien verloren mit schier unglaublichen 8 Siegen und 36 Niederlagen. Nur einmal schienen die Zuger nahe dran, als sie 2013 nach heftiger Gegenwehr erst im siebten und letzten Spiel scheiterten. Fairerweise muss man dagegenhalten, dass Zug nur zweimal das Heimrecht «genoss» (1999 1:4 gegen Lugano und 2012 0:4 gegen die ZSC Lions), also meistens sowieso nur die Aussenseiterrolle innehatte.

2015: Fataler Zusammenprall Stephans mit Marc Wieser

Auch die Bilanz gegen den HC Davos sieht für den EVZ in diesem Jahrtausend nicht gerade ermutigend aus: drei Serien, drei Niederlagen. 3:3 insgesamt lautet diese dennoch: Die Zuger gewannen zwischen 1996 und 1998 sämtliche drei Auflagen, zuletzt trugen sie den bisher einzigen Meistertitel davon.

Beim letzten Aufeinandertreffen 2015 kam es im sechsten Spiel in Davos ganz dick für den EVZ: Mit dem Rücken zur Wand führte er in der 23. Minute 2:0. Dann fuhr der Bündner Marc Wieser EVZ-Goalie Tobias Stephan über den Haufen. Möglicherweise sogar unverschuldet, weil er zuvor durch EVZ-Verteidiger Schlumpf behindert worden war. Stephan musste nach dem 1:2-Anschlusstreffer (25.) durch die Davoser verletzt das Eis verlassen, Ersatzgoalie Gianluca Hauser konnte die abschliessende 3:4-Niederlage nicht abwenden.

Prompt kam es gestern zwischen dem älteren der beiden Wieser-Brüder und Stephan wiederum zu einem Zusammenprall – diesmal ohne gravierende Auswirkung. Einige böse Worte für das Einsteigen gab es aber allemal mit auf den Weg. Und so hat der EVZ nach diesem 3:2-Sieg die Gelegenheit, die miese Halbfinalbilanz etwas aufzuhellen.

René Barmettler

rene.barmettler@luzernerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.