Interview

Calvin Thürkauf über sein Engagement beim EV Zug: «Es ist ein wunderschönes Gefühl, zurück in der Heimatstadt zu sein»

Der 23-jährige Zuger Calvin Thürkauf spielt vorerst im Dress des EV Zug – und möchte sich in der National League beweisen.

Philipp Zurfluh
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Calvin Thürkauf im Trikot der Schweizer Nationalmannschaft.

Calvin Thürkauf im Trikot der Schweizer Nationalmannschaft.

Samuel Golay/Keystone (Biasca, 21. April 2018)

Der gebürtige Zuger Calvin Thürkauf ist seit kurzem zurück in der Schweiz. Nach seinem fünfjährigen Abenteuer in Übersee läuft der 23-jährige Powerstürmer vorerst im EVZ-Trikot auf. Thürkauf spielte zuletzt in der NHL-Organisation der Columbus Blue Jackets. Neben drei NHL-Spielen war der vierfache Schweizer Nationalspieler vor allem für das Farmteam Cleveland Monsters in der AHL im Einsatz.

Sie hatten eine umständliche Flugreise von Kanada in die Schweiz. Erklären Sie...

Calvin Thürkauf: Zuerst bin ich von Kelowna nach Vancouver geflogen. Leider gab es dann keinen Direktflug nach Zürich. So musste ich noch einen Zwischenhalt in Toronto einlegen. Auch durch die coronabedingten Begleitumstände war vieles mühsam. Dem trainingsfreien Wochenende sei Dank, konnte ich den Jetlag auskurieren.

Sie haben bereits mit dem EV Zug trainiert. Wie wurden Sie von der Mannschaft aufgenommen?

Sehr herzlich. Da ich einige Spieler aus meiner Juniorenzeit kenne, hatte ich keine Anlaufschwierigkeiten. Die Stimmung in der Mannschaft ist fantastisch. In der Garderobe wird viel gelacht, auf dem Eis seriös trainiert. Es ist ein wunderschönes Gefühl, zurück in der Heimatstadt zu sein. Ich wohne nun bei meiner Familie, meine kanadische Freundin soll bald nachkommen.

Welche EVZ-Spieler kennen Sie persönlich am besten?

Livio Stadler und Yannick Zehnder sind gute Freunde. Mit ihnen habe ich auch damals im EVZ-Nachwuchs in der Freizeit viel unternommen. Und in den letzten Jahren als ich in Nordamerika war, haben wir immer mal wieder Kontakt gehabt.

Auch Sie haben seit Monaten kein Spiel mehr bestritten. Wie haben Sie sich während dieser Zeit fit gehalten?

Ich war oft im Fitnessstudio. Zudem stand mir ein Personal Trainer zur Seite. In den letzten zwei Monaten stand ich wieder des Öftern auf dem Eis, wir trainierten meist in kleinen Gruppen.

Am 1. Dezember soll die neue NHL-Saison beginnen, mit Ihnen?

Das ist schwierig zu sagen. Ich bin und bleibe Realist. Natürlich ist die NHL in meinem Kopf präsent. Nun hat aber der EVZ Priorität. Ich möchte mich hier beweisen und Teil eines erfolgreichen Teams werden. Mit dem Meistertitel würde ein Traum wahr. Aber, ob ich Ende Saison noch hier bin, ist völlig offen.

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