Camichels Comeback endet mit Niederlage

Der EV Zug verlor überraschend 3:4 nach Penaltyschiessen gegen Biel. Die Geschichte des Abends schrieb aber Corsin Camichel.

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Erstmals wieder auf Zuger Eis bei einem Ernstkampf: Corsin Camichel. (Bild: Keystone)

Erstmals wieder auf Zuger Eis bei einem Ernstkampf: Corsin Camichel. (Bild: Keystone)

Der Triumph der Bieler, der zweite in den letzten sieben Partien, ging in Ordnung. Die Gäste unterstrichen, weshalb sie in dieser Saison bislang am zweitwenigsten Gegentore erhalten haben. Sie spielten sehr diszipliniert und waren mit Kontern stets gefährlich. Zudem konnten sich die Seeländer auf einen starken Torhüter Reto Berra verlassen. Beinahe hätten die Gäste gar drei Punkte aus Zug entführt, denn das 3:3 durch Andy Wozniewski fiel 3,1 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit - bei 6 gegen 4. Im Penaltyschiessen gelang Sebastien Bordeleau beim Stand von 1:1 der siegbringende Treffer.

Comeback von Corsin Camichel

Die Geschichte des Abends schrieb jedoch ein Zuger. Corsin Camichel bestritt nach überstandener Krebserkrankung sein erstes NLA-Spiel seit dem 30. Januar. Der 30-jährige Stürmer wurde von den Fans herzlich begrüsst - «Der Kampf hat ein Ende - wir ein neues Idol. Welcome Back Corsin», stand auf drei Transparenten geschrieben. Camichel wäre beinahe ein Traum-Comeback geglückt: Kaum war das Spiel angepfiffen, forderte er Reto Berra mit einem guten Schuss. Auch sonst zeigte der Rückkehrer eine solide Leistung, weshalb er zum besten Zuger Spieler der Partie gekürt wurde.

Im Mitteldrittel hatten die Bieler ein 0:1 in ein 2:1 gewendet. Nachdem die Zuger durch Corsin Casutt (42.) ausgeglichen hatten, erzielte Adrian Lauper in der 51. Minute mit seinem zweiten Saisontreffer das vermeintliche Game-Winning-Goal, wobei der ansonsten überzeugende Zuger Goalie Jussi Markkanen unglücklich aussah.

Der wiedergenesene Corsin Camichel. (Bild: Keystone)
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Corsin Camichel ist nach seiner Krebs-Krankheit wieder zurück auf dem Zuger Eis und wird von den Fans herzlich willkommen geheissen. (Bild: Keystone)
Zugs Corsin Camichel (rechts) gegen Biels Manuel Gossweiler. (Bild: Keystone)
Da stimmte die Zustimmung nicht: Corsin Casutt (links) und Samuel Erni diskutieren. (Bild: Keystone)
Marc Wieser beschäftigt die Zuger Patrick Oppliger und Torhüter Jussi Markkanen. (Bild: Keystone)
Führt die Scheibe sicher: Zug-Topskorer Damien Brunner. (Bild: Keystone)
Biel-Topskorer Alain Mievielle gegen Zugs Yannick Blaser. (Bild: Keystone)
Marc Wieser von Biel (rechts) im Duell mit Corsin Camichel. (Bild: Keystone)
Damien Brunner liegt getroffen am Boden... (Bild: Keystone)
... doch ein Strafe gibts nicht. (Bild: Keystone)
Fabian Schnyder verpasst das Tor nur knapp. (Bild: Keystone)
Fabian Lüthi (rechts) scheitert an Biel-Torhüter Reto Berra. (Bild: Keystone)
Zugs Andreas Furrer (Mitte) scheitert an Gianni Ehrensperger (rechts) und Torhüter Reto Berra. (Bild: Keystone)
Zugs Andreas Furrer (Mitte) scheitert an Gianni Ehrensperger (links) und Torhüter Reto Berra. (Bild: Keystone)
Zug-Topskorer Damien Brunner. (Bild: Keystone)
Corsin Casutt. (Bild: Keystone)
Die Bieler Gaetan Haas und Sebastien Bordeleau (rechts). (Bild: Keystone)

Der wiedergenesene Corsin Camichel. (Bild: Keystone)

Zug - Biel 3:4 (1:0, 0:2, 2:1, 0:0) n.P.

Bossard Arena. - 5006 Zuschauer. - SR Kurmann, Dumoulin/Zosso. - Tore: 7. Sutter (Lindemann, Lüthi) 1:0 (Eigentor Fröhlicher). 23. Peter (Tschantré) 1:1 (Eigentor Erni). 28. Wellinger (Bordeleau, Beaudoin) 1:2. 42. Casutt (Christen) 2:2. 51. Lauper (Ehrensperger, Wetzel) 2:3. 60. (59:57) Wozniewski (Brunner/Ausschluss Wieser) 3:3 (Zug ohne Torhüter). - Penaltyschiessen: Duri Camichel -, Wieser -; Christen -, Beaudoin -; Brunner -, Spylo 0:1; Casutt -, Tschantré -; Metropolit 1:1, Bordeleau 1:2. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Brunner; Miéville.

Zug: Markkanen; Chiesa, Wozniewski; Helbling, Fischer; Furrer, Erni; Blaser; Duri Camichel, Oppliger, Corsin Camichel; Lüthi, Sutter, Lindemann; Brunner, Holden, Schnyder; Christen, Metropolit, Casutt; Lammer.

Biel: Berra; Wellinger, Grieder; Fröhlicher, Huguenin; Gossweiler, Kparghai; Haas, Bordeleau, Beaudoin; Wieser, Miéville, Spylo; Truttmann, Peter, Tschantré; Lauper, Wetzel, Ehrensperger.

Bemerkungen: Zug ohne Rüfenacht (verletzt) und Pirnes (überzähliger Ausländer). Biel ohne Steinegger, Preissing, Gloor (alle verletzt) und Sjusin (krank). - Timeout Zug (59.). - Zug von 58:11 bis 58:54 und von 59:00 bis 59:57 ohne Torhüter.

si

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