Champions Hockey League
«Ein absolutes Traumlos»: Trainer Tangnes trifft mit dem EV Zug auf seinen Heimatklub Rögle BK

Am Mittwochabend wurden die Gruppen für den europäischen Hockey-Wettbewerb ermittelt. Red Bull München, Rögle BK und Sønderjyske Vojens heissen die Gegner des EV Zug.

Philipp Zurfluh
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In Zürich fand am Mittwochabend die Auslosung für die Champions Hockey League (CHL) statt. Der EV Zug bekommt es in der Gruppe D mit Red Bull München, Rögle BK aus Schweden und Sønderjyske Vojens aus Dänemark zu tun.

Rögle BK war in dieser Saison das grosse Überraschungsteam. Erst im Playoff-Final musste sich der Klub aus der südschwedischen Stadt Ängelholm den Växjö Lakers geschlagen geben. Der Vize-Meister-Titel ist nicht hoch genug einzuschätzen. Erstmals seit der Vereinsgründung vor 70 Jahren hat die Mannschaft heuer ein Playoff-Spiel gewonnen.

Für EVZ-Trainer Dan Tangnes ist das Aufeinandertreffen mit dem CHL-Neuling etwas ganz Besonderes. Denn Tangnes verbrachte mehr als zehn Jahre seiner Karriere bei Rögle BK, zunächst als Spieler, dann als Trainer. Lange war er im Nachwuchsbereich tätig. Als unerfahrener Coach schaffte er 2012 mit dem Profi-Team sogleich den Aufstieg in die höchste Liga. Tangnes freut sich:

«Für mich ist es ein absolutes Traumlos. Das Aufeinandertreffen wird sehr speziell. Es ist wie ein Nachhausekommen.»

Seine Frau hat er in Ängelholm kennen gelernt. Das Haus der Familie Tangnes liegt nicht einmal drei Kilometer vom Hockey-Stadion entfernt. Dort, wo er zukünftig seinen Lebensmittelpunkt haben wird.

Weniger gute Erinnerungen hat der Schweizer Meister an den deutschen Widersacher. Red Bull München bedeutete für den EV Zug in der Ausgabe 2018/19 Endstation im Achtelfinal. «Das war eine bittere Enttäuschung», erinnert sich Sportchef Reto Kläy. «Die Deutschen sind eine physisch starke und nordamerikanisch geprägt Mannschaft.» Der Gegner aus Dänemark stellt für Kläy die grosse Unbekannte dar. Sønderjyske Vojens hat die heimische Meisterschaft neunmal gewonnen.

Aufgrund der Auswirkungen durch die Coronavirus-Pandemie konnte die CHL in der Saison 2020/21 nicht wie geplant durchgeführt werden.

Der EVZ will international einen Schritt vorwärtsmachen

Für den EV Zug ist es bereits die siebte Teilnahme an der Champions Hockey League.

Für den EV Zug ist es bereits die siebte Teilnahme an der Champions Hockey League.

Bild: Marc Schumacher/ Freshfocus (Zug,
19. November 2019)

Der EV Zug ist neben dem vierfachen Wettbewerb-Sieger Frölunda Indians aus Schweden und dem finnischen Team Tappara Tampere der einzige Klub, der in allen sieben Austragungen Teil der CHL war. Zug ist aber noch nie über den Viertelfinal hinausgekommen. «Wir wollen einen Schritt vorwärtsmachen und uns auf europäischem Parkett beweisen», betont Kläy. Und Tangnes ergänzt:

«Die Champions Hockey League ist für die Spieler eine grosse Bühne. Wir haben die Qualität, um ganz oben mitzuspielen. Das muss auch unser Anspruch sein.»

Neben Zug kämpfen vier weitere Schweizer Klubs um die begehrte Trophäe: der HC Fribourg-Gottéron, der HC Lugano, Lausanne HC und die ZSC Lions.

Die Spieltermine in der Gruppenphase sind von 26. bis 29. August, von 2. bis 5. September, am 5./6. und 12./13. Oktober. In der Gruppenphase spielen die Mannschaften gegen jeden Gruppengegner je ein Heim- und ein Auswärtsspiel. Für die Achtelfinals qualifizieren sich zwei Mannschaften pro Gruppe. Die Achtel-, Viertel- und Halbfinals werden in einer Heim- und Auswärtsserie gespielt.

Das sind die Gruppen:

Gruppe A: Växjö Lakers (SWE), Sparta Prag (CZE), TPS Turku (FIN), Fischtown Pinguins Bremerhaven
Gruppe B: ZSC Lions, Frölunda Indians (SWE), IFK Helsinki (FIN), BK Mlada Boleslav (CZE)
Gruppe C: Lausanne HC, Lukko Rauma (FIN), Adler Mannheim (GER), Cardiff Devils (GB)
Gruppe D: EV Zug, Rögle Ängelholm (SWE), Red Bull München, SønderjyskE Vojens (DK)
Gruppe E: HC Lugano, Eisbären Berlin, Skellefteå AIK (SWE), Tappara Tampere (FIN)
Gruppe F: Fribourg-Gottéron, Ocelari Trinec (CZE), Leksands IF (SWE), Junost Minsk (BLR)
Gruppe G: Rungsted Seier Capital (DNK), Dragons de Rouen (F), KAC Klagenfurt, HC Donbass (UKR)
Gruppe H: GKS Jastrzebie (PL), Red Bull Salzburg, Frisk Asker (NOR), HC Bozen (I)