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EV Zug: Das Selbstvertrauen beim Stürmer Dominic Lammer ist zurück

Dominic Lammer, Stürmer des EV Zug, hatte keine einfache Saison. Nun aber blüht er in den Playoffs gegen seinen künftigen Arbeitgeber Lugano auf.
René Barmettler
Dominic Lammer beim Aufwärmen vor dem Match, er schiesst sich auf das dritte Spiel ein. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 14. März 2019)

Dominic Lammer beim Aufwärmen vor dem Match, er schiesst sich auf das dritte Spiel ein. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 14. März 2019)

Am Morgen nach dem 5:4-Sieg über Lugano herrschte in der Zuger Bossard-Arena Gute-Laune-Stimmung. Eine Schulklasse, bewaffnet mit EVZ-Fähnchen, schrie unentwegt «EVZ, EVZ!» Ein anderes, kleineres Grüppchen aus dem Baselbiet wurde im Stadion herumgeführt, und zum Abschluss entpuppte sich dieses als eine Art Dominic-Lammer-Fanclub. Es ergab sich nach dem Training ein ausgiebiger Schwatz, und Lammer merkte an: «Jetzt weiss ich endlich, von wem ich die Geburtstagstorte erhalten habe.» Er setzte ein schelmisches Lächeln auf, auch er hat Gründe, guter Laune zu sein. Dem EV Zug läuft es nach Plan, es fehlt noch ein Sieg für den Einzug in die Playoff-Halbfinals.

Persönlich gelangen Lammer im zweiten (zum 3:0) und dritten (zum 4:4) Spiel je ein sehenswerter Treffer, ausserdem konnte er sich am Donnerstag noch zwei Assists für die beiden Tore von David McIntyre gutschreiben lassen. Selbstverständlich ist das nicht, denn der 26-Jährige hat eine schwierige Saison hinter sich. «Ich spürte zu viel Druck, weil mein Vertrag am Auslaufen war», verriet der gebürtige Zürcher. Er verlor das Selbstvertrauen, nahm die Hilfe eines Mentaltrainers in Anspruch. Auch Hypnosen waren dabei. Das half, aber auch die Gewissheit, wie es mit seiner Profi-Karriere weiter geht. Lammer wechselt auf die kommende Saison hin zum HC Lugano, eine neue Herausforderung nach acht Spielzeiten bei den Zentralschweizern.

David McIntyre kommt rechtzeitig in Fahrt

Es sind also Lammers Abschiedsspiele, und es sollen noch möglichst viele davon werden. «Playoffs sind die schönste Zeit für einen Eishockeyaner. Ich hoffe, dass wir den Lauf der ersten drei Spiele mitnehmen können.» Seine Formation hat am Donnerstag den Unterschied ausgemacht, eine Momentaufnahme sei das, «zum Glück haben wir vier Blöcke, die Matches entscheiden können».

In besagtem Spiel wurden die Nerven aller strapaziert, auch EVZ-Trainer Dan Tangnes wurde es zu bunt. «Nach zwei Dritteln war ich enttäuscht. Wir waren nicht diszipliniert genug für die Playoffs. Nach Spielschluss war ich dann aber zufrieden.» Das durfte er auch sein, denn die Tessiner bäumten sich energisch gegen das drohende Out auf. «Sie gingen quasi ‹All in›, aber das hatten wir auch erwartet», sagte Tangnes. «Es braucht am Samstag nochmals ein Sondereffort. Unser Glück ist, dass wir dank den Siegen eine positive Energie mitnehmen können.»

Ob die Luganesi nochmals die Energie gegen entfesselte Zuger aufbringen können, ist zumindest fraglich. Es droht am Samstag Lichterlöschen in der Resega. Vor allem auch dann, falls der Block um Lammer/McIntyre/Leuenberger wieder zuschlagen sollte. Der Kanadier kommt nun doch noch rechtzeitig in Fahrt, Tangnes bezeichnet ihn als «den Unterschied ausmachenden».

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