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Der EV Zug hat null Mitleid mit dem HC Davos

Der EV Zug gewinnt auch die dritte Begegnung in Davos, diesmal mit 5:1. Weil Bern spielfrei war, übernehmen die Zentralschweizer wieder die Leaderposition.
René Barmettler, Davos
Zugs Sven Leuenberger, vorne, gegen Davos' Anton Roedin. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Davos' Goalie Gilles Senn betritt das Eis, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem EV Zug, am Dienstag, 12. Februar 2019, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Davos' Dario Meyer, links, gegen Zugs Garrett Roe. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Davos' Perttu Lindgren, links, und Anton Roedin, rechts, gegen Zugs Sven Leuenberger. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Davos'Goalie Gilles Senn. (Bild: KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
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HC Davos - EV Zug 1:5

«1800 Quadratmeter Spielfeld, aber kein Platz für Mitleid.» Dieser Spruch, gezeichnet vom Davoser Verteidiger Félicien Du Bois, steht auf dem Boden des ehemaligen Fanshop, der nun als provisorischer Presseraum des HC Davos dient, geschrieben. Diese gemalte Hinterlassenschaft des Jurassiers muss aus besseren Zeiten stammen, als die Bündner unter Trainer Arno Del Curto mit «totalem Eishockey» den Gegnern den Schneid abkauften. Denn wie sich die Davoser zurzeit präsentieren, ist fast Mitleid erregend.

Vor allem das heimische Stadion, das sich im Umbau befindet, ist keine Festung mehr. 11 Punkte lautet die traurige Saisonausbeute, die auch gegen den EV Zug nicht ausgebaut werden konnte. Während Del Curto in der gleichen Saison mit den ZSC Lions ein zweites Team in die Platzierungsrunde (Ränge 9–12) zu reissen droht, trat nach dem Debüt vom neuen HCD-Coach Haris Witolinsch keine Besserung ein. Im Gegenteil: Unter dem Vorgänger holte der Rekordmeister 1,1 Punkte pro Spiel. Mit dem Letten sind es gerade mal noch desaströse 0,7 Zähler.

Der zweitletzte Platz gerät durch das heranrückende Rapperswil-Jona in Gefahr. Auch der Auftritt vom Dienstag liess nicht auf baldige Besserung schliessen. Gegen Zug entschied man sich, das eigene Tor zu verbarrikadieren. Die Kontertaktik ging nicht auf: Die drei guten Chancen im Startdrittel durch Hischier, Corvi und Ambühl wurden durch EVZ-Goalie Sandro Aeschlimann gehalten, oder im Fall Enzo Corvi kläglich vergeben. Der Bündner, der an der letzten WM noch einer der aufregendsten Stürmer gewesen war, ist nur noch ein Schatten seiner selbst.

Dario Wüthrich gibt seinen Einstand im Fanionteam

Den Zugern konnte das alles egal sein, sie hatten null Mitleid Davos. Eiskalt erzielte Dennis Everberg in der 14. Minute die Führung. Und bis zum Ende des zweiten Abschnitts bauten die Zentralschweizer diese auf 3:0 aus. Sven Senteler auf Zuspiel von Yannick Zehnder erzielte das 2:0 (29.). Nach langem Videostudium des Schiedsrichterduos wurde dieser Treffer zu Recht anerkannt.

Das 3:0 (38.) fiel sogar in numerischer Unterlegenheit: Zug spielte sich mit Leichtigkeit durch die HCD-Abwehr, Dario Simion schloss souverän ab. Das war die Entscheidung in einer Partie, in der Zug das klar bessere Team war. Die Bündner hatten aber auch mit zwei Pfostentreffern vor dem Anschlusstor zum 1:3 (47.) Pech zu beklagen. Sonst war halt der formstarke Aeschlimann zur Stelle, der bekanntlich im Sommer ins Landwassertal wechselt. Tobias Stephan, die Nummer eins, wollte einen Einsatz nach seiner Verletzung noch nicht riskieren. Auch ohne ihn ist es gelungen, die Leaderposition den spielfreien Bernern wieder abzujagen.

Sein Debüt in der National League gab der 19-jährige Dario Wüthrich, der für den leicht angeschlagenen Johann Morant zum Einsatz kam. Der EVZ-Academy-Spieler: «Es war der Hammer. Ich habe viel Eiszeit erhalten und es hat deshalb viel Spass gemacht. Ich freue mich über diesen Sieg, auch wenn ich früher mal Davos-Fan gewesen bin.» Auch Wüthrich hat kein Platz für Mitleid mit Davos.

Quelle: Mysports

Davos - Zug 1:5 (0:1, 0:2, 1:2)

4103 Zuschauer. - SR DiPietro/Stricker, Cattaneo/Progin. - Tore: 14. Everberg (Zgraggen, Roe) 0:1. 29. Senteler (Zehnder) 0:2. 37. Simion (Senteler, Zgraggen/Ausschluss McIntyre!) 0:3. 47. Ambühl 1:3. 51. Martschini 1:4. 60. (59:21) Suri 1:5. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Martschini.

Davos: Senn; Du Bois, Kundratek; Heinen, Nygren; Heldner, Jung; Buchli, Barandun; Rödin, Lindgren, Ambühl; Marc Wieser, Corvi, Meyer; Hischier, Aeschlimann, Pestoni; Frehner, Bader, Egli.

Zug: Aeschlimann; Stadler, Diaz; Thiry, Alatalo; Zgraggen, Schlumpf; Wüthrich; Everberg, Roe, Flynn; Martschini, McIntyre, Simion; Leuenberger, Albrecht, Suri; Schnyder, Senteler, Zehnder.

Bemerkungen: Davos ohne Paschoud, Sandell, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt) und Lindbäck (überzähliger Ausländer), Zug ohne Klingberg, Lammer, Morant, Stephan und Zryd (alle verletzt). - Pfostenschüsse: Kundratek (28.), Nygren (40.); Schlumpf (10.). - Timeout Davos (51./Coach's Challenge).

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