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Der EV Zug legt den Streit um ein Lausanne-Tor bei

Der EV Zug legte nach Spielschluss am Donnerstag Spielprotest ein. Die Nachwehen der bitteren 4:5-Niederlage haben sich dann aber schnell gelegt, der Fall wird vom EVZ nicht weiterverfolgt.
René Barmettler
EVZ-Verteidiger macht sich auf eine lange und harte Serie gegen Lausanne gefasst. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 14. März 2019)

EVZ-Verteidiger macht sich auf eine lange und harte Serie gegen Lausanne gefasst. Bild: Urs Flüeler/Keystone (Zug, 14. März 2019)

Nach dem mit 4:5 in der Verlängerung verlorenen Spiel in Lausanne gab es einiges aufzuarbeiten im EV Zug. Da war einerseits die Sache mit dem Spielfeldprotest. Kam die Scheibe beim Gegentreffer zum 2:4 16 Sekunden vor Ablauf des Mitteldrittels vor oder nach dem Pfiff des Schiedsrichters auf der zweiten Torlinie zu liegen? Die Aufzeichnungen des Schweizer Fernsehen geben leider keinen Aufschluss. Captain Raphael Diaz deponierte unmittelbar nach dem Tor-Entscheid den Protest, den er nach Spielschluss mit seiner Unterschrift unter das Spielprotokoll bestätigte. Die Zuger Führung kam am nächsten Morgen jedoch überein, den Fall nicht an den Einzelrichter weiterzuziehen. «Wir anerkennen, dass der HC Lausanne vor Abpfiff durch die Schiedsrichter dieses Tor erzielt hat», liess der Klub später verlauten. Der EVZ bemängelt aber, dass die Referees vor der Videokonsultation keinen Entscheid auf dem Eis getroffen hätten. Swiss Ice Hockey räumt ein, dass die Kommunikation der Unparteiischen «nicht optimal» gewesen sei. Die Entscheide, die Video-Bilder zu konsultieren und das Tor zu geben, seien aber richtig gewesen.

Zuger richten sich auf eine lange Serie ein

Die Niederlage diesem strittigen Tor zuzuschieben, wäre indes zu kurz gegriffen. Dieses turbulente Spiel hinterliess seine Spuren, wie EVZ-Verteidiger Santeri Alatalo bestätigte. Die vier Gegentore im zweiten Spielabschnitt zum Beispiel. «Irgendwie war unser Spiel während dieser Zeit wie eingeschlafen.» Und zu den beiden unnötigen Strafen in der Verlängerung von Jesse Zgraggen (67.) und Johann Morant (71.) meinte er: «In diesen Situationen sind wir nicht gut genug Schlittschuh gelaufen.» Die Strafe gegen Morant nützte Lausanne zum 5:4-Siegtreffer. Dabei waren die Zentralschweizer in der Nachspielzeit am Drücker, die Westschweizer schienen platt. Ausserdem hatte Alatalo Pech mit einem Pfostenschuss (66.). Die Beleuchtung im Inneren des Mannschaftscars war auf der Heimfahrt ausgeschaltet, «ich habe mich ausgeruht und probiert, das Spiel zu vergessen», sagt Alatalo, der am Morgen nach dem Eistraining bereits wieder positiv wirkte. Erholung hatte der 28-jährige Finne dringend nötig, hatte er doch mit 29,5 Minuten Eiszeit die meiste aller 40 beidseits eingesetzten Feldspielern. «Wir haben nach dem 2:4 Charakter gezeigt und müssen nun das Positive aus diesem Spiel mitnehmen.»

Lausanne modifizierte sein Spiel gegenüber der Startpartie. «Wir hatten damit gerechnet, dass sie uns härter angreifen werden. Doch wir müssen nicht schauen, was sie machen, sondern uns auf unser Spiel konzentrieren», so Alatalo. Nach der Serie gegen Lugano hat sich Lausanne als nicht überraschend härteres Kaliber entpuppt, «deshalb hat bei uns niemand geglaubt hat, wir könnten in vier Spielen durchmarschieren. Wir haben von vornherein gewusst, dass es über sieben Spiele gehen könnte». Die Zuger richten sich also auf eine längere Serie ein. Möglicherweise können sie bald wieder auf den Schweden Dennis Everberg zurückgreifen. Am Freitagmorgen absolvierte er ein Eistraining. «Es kann sein, dass er bereits am Samstag spielen wird», sagt EVZ-Trainer Dan Tangnes, «falls die Ärzte grünes Licht geben sollten.» Eher wahrscheinlich dürfte wohl sein, dass der wirkungsvolle Ausländer ab Dienstag wieder voll einsatzfähig sein wird.

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