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Den kürzesten Weg genommen: EV Zug schaltet Lugano mit 4:0 aus

Der EV Zug steht in den Playoff-Halbfinals. Er gewinnt auch das vierte Spiel dieser
Best-of-7-Serie, diesmal in Lugano mit 5:4 nach Verlängerung. Der Gegner im Halbfinal muss aber noch ermittelt werden.
René Barmettler, Lugano
Zugs Sven Leuenberger trifft zum 3:2, Lugano-Torhüter Elvis Merzlikins kommt zu spät. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Zugs Sven Leuenberger trifft zum 3:2, Lugano-Torhüter Elvis Merzlikins kommt zu spät. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Die Zuger Spieler Raphael Diaz, Fabian Schnyder und Johan Morant (von links) jubeln nach dem 4:4. (Bild: Marusca Rezzonico / Freshfocus, Lugano, 16. März 2019)Die Zuger Spieler Raphael Diaz, Fabian Schnyder und Johan Morant (von links) jubeln nach dem 4:4. (Bild: Marusca Rezzonico / Freshfocus, Lugano, 16. März 2019)
Zuger Fans in der Resega. (Bild: Marusca Rezzonico / Freshfocus, Lugano, 16. März 2019)Zuger Fans in der Resega. (Bild: Marusca Rezzonico / Freshfocus, Lugano, 16. März 2019)
Jubel bei Zugs Dennis Everberg nach seinem 2:2. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Jubel bei Zugs Dennis Everberg nach seinem 2:2. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Luganos Julian Walker (Mitte) gegen die Zuger Dennis Everberg und Johan Morant. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Luganos Julian Walker (Mitte) gegen die Zuger Dennis Everberg und Johan Morant. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Luganos Maxim Lapierre trifft zum 2:1 für Lugano. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Luganos Maxim Lapierre trifft zum 2:1 für Lugano. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Jubel bei Garrett Roe (rechts) und seinen Teamkollegen nach dem Treffer zum 1:1. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Jubel bei Garrett Roe (rechts) und seinen Teamkollegen nach dem Treffer zum 1:1. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Zugs Dominic Lammer (vorne) gegen Luganos Matteo Romanenghi. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Zugs Dominic Lammer (vorne) gegen Luganos Matteo Romanenghi. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Duell zwischen Zugs Dario Simion (rechts) gegen Luganos Romain Löffel. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Duell zwischen Zugs Dario Simion (rechts) gegen Luganos Romain Löffel. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Zugs Sven Senteler (rechts) schaut nach dem Puck. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)Zugs Sven Senteler (rechts) schaut nach dem Puck. (Bild: Alessandro Crinari / Keystone, Lugano, 16. März 2019)
Die Zuger Fans mit einer Choreo vor dem Spiel. Die Zuger Fans mit einer Choreo vor dem Spiel.
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HC Lugano - EV Zug 4:5 n.V.

Dramatik pur in der Resega: Mehr als 95 Minuten waren gespielt, als Dominik Schlumpf von der blauen Linie schiesst. EVZ-Stürmer Brian Flynn steht vor dem Tor bereit und schiebt ein zum 5:4-Sieg in der zweiten Verlängerung. Die Schiedsrichter begeben sich danach noch zum Videostudium, können aber nichts Irreguläres feststellen – Tor. Die Abnützungsschlacht nimmt ein gutes Ende für den EV Zug.

Diese Partie stand mehr als einmal auf des Messers Schneide für beide Seiten. Auch Lugano hatte seine Chancen zum Sieg, nun bedeutet diese vierte Niederlage das Saisonende. Und das vor Ambri-Piotta, das sich noch in ein fünftes Spiel gerettet hat – eine Schmach für die Südtessiner.

Turbulente Schlussphase in der regulären Spielzeit

Das Scheitern von Lugano kommt nicht von ungefähr. Vom Meisterteam 2006 sind noch vier Spieler dabei: Die Verteidiger Julien Vauclair (39) und Alessandro Chiesa (32), die Stürmer Sébastien Reuille (37) und Raffaele Sannitz (35) verkörpern zwar die Seele Luganos, aber sie sind in einem Alter, indem die Strapazen der letzten Wochen im Kampf um einen Platz in den Playoffs nicht spurlos vorbeigegangen sind. Der Altersdurchschnitt des Teams betrug 29 Jahre. Im Vergleich zu den Zugern haben die Tessiner im Schnitt rund zwei Jahre mehr auf dem Buckel. Trainer Greg Ireland appellierte natürlich nochmals an den Stolz der Spieler: «Wir geben nicht auf, das ist eine Frage der Einstellung.» Aber mit fast leeren Batterien war gegen frischere Zuger nichts mehr auszurichten.

Die Zentralschweizer starteten wiederum mit viel Elan. Aber ihnen unterliefen zu viele Fehlpässe und sonstige Ungenauigkeiten. Und auch im Abschluss (3. Albrecht; 18. Flynn) liessen sie zu wünschen übrig. Und so kam es, dass das Heimteam trotz fünf kleinen Strafen und dank einem harmlosen Schuss von Grégory Hofmann mit einem 1:0-Vorsprung in die erste Pause ging. EVZ-Goalie Tobias Stephan liess den Puck zwischen den Schonern passieren. Es war nicht die erste Unsicherheit in dieser Serie.

Im zweiten Spielabschnitt zeigten die Zuger wieder ihr gewohntes Gesicht. Es lief noch eine Strafe gegen Julian Walker aus dem Startdrittel, als Garrett Roe ein Zuspiel von Santeri Alatalo mit einem Direktschuss zum 1:1 verwandelte. Und auch auf das 1:2 durch Maxim Lapierre (28.) konnte der Gast reagieren. Er behielt in der nun stimmungsvollen Resega kühlen Kopf und ging dank zwei weiteren Treffern mit 3:2 in Front. Zwei Sekunden nach Ablauf eines Ausschlusses von Lapierre lenkte Dennis Everberg einen halbhohen Schuss von Roe zum 2:2 ab (34.). Es dauerte dann bloss 58 weitere Sekunden zur erstmaligen Führung: Sven Leuenberger schloss einen Konter ab, Yannick-Lennart Albrecht gab den mustergültigen Pass dazu. Und weil Zug zwei weitere Strafen (David McIntyre, Alatalo) überstand, durften die Zentralschweizer das Schlussdrittel mit Vorsprung in Angriff nehmen. Zug verpasste den K.o.-Schlag in einer fast zweiminütigen Überzahl (42.). Lugano fand zurück in die Partie, Henrik Haapala drückte ab, traf zum 3:3 (48.). In der 53. Minute erzielte Romain Loeffel gar das 4:3, doch Zug hatte nochmals eine Antwort bereit: Sven Senteler drückte aus der Drehung ab, Albrecht lenkte zum 4:4 ab. Der EVZ spielte dann die letzten zweieinhalb Minuten in Unterzahl, konnten sich aber in die Verlängerung retten. Die erste Überzeit brachte keine Entscheidung, und auch die zweite drohte zu Ende zu gehen. Aber dann stand ja Flynn bereit.

Quelle: Mysports

Lugano - Zug 4:5 n.V. (1:0, 1:3, 2:1, 0:0, 0:1)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Lemelin/Dipietro, Wüst/Progin. - Tore: 5. Hofmann (Haapala) 1:0. 22. Roe (Alatalo, Martschini/Ausschluss Walker) 1:1. 28. Lapierre (Fazzini, Sannitz/Ausschluss Albrecht) 2:1. 34. (33:13) Everberg (Roe, Martschini) 2:2. 35. (34:11) Leuenberger (Albrecht, Zgraggen) 2:3. 48. Haapala 3:3. 53. (52:34) Loeffel (Hofmann) 4:3. 53. (52:58) Albrecht 4:4. 96. (95:33) Flynn (Senteler, Diaz) 4:5. - Strafen: 12mal 2 Minuten gegen Lugano, 13mal 2 plus 10 Minuten (Albrecht) gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Bürgler; Lammer.

Lugano: Merzlikins; Chiesa, Chorney; Wellinger, Loeffel; Ulmer, Vauclair; Ronchetti; Walker, Lajunen, Sannitz; Hofmann, Sannitz, Haapala; Bertaggia, Lapierre, Jörg; Fazzini, Romanenghi, Walker; Reuille.

Zug: Stephan; Alatalo, Thiry; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Stadler; Everberg, Roe, Simion; Martschini, Flynn, Suri; Lammer, McIntyre, Leuenberger; Albrecht, Senteler, Schnyder.

Bemerkungen: Lugano ohne Cunti und Klasen (beide verletzt). Zug ohne Klingberg (krank). - Pfosten-/Lattenschüsse: 47. Fazzini, 86. Lammer. - 94. Everberg verletzt ausgeschieden.

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