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Der EV Zug verliert 2. Finalspiel gegen den SC Bern mit 2:3 nach Cerlängerung

Der SC Bern gewinnt in der Verlängerung 3:2 und gleicht die Finalserie aus. Die Zuger haben noch besser gespielt als in der siegreichen ersten Partie in Bern und trotzdem verloren. Das mag zeigen, wie schwierig es ist, Meister zu werden.
Klaus Zaugg
Zugs Dario Simion, Berns Gregory Sciaroni und Zugs Torhüter Tobias Stephan, von links, beim Tor zum 2-3 in der Verlängerung. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)

Zugs Dario Simion, Berns Gregory Sciaroni und Zugs Torhüter Tobias Stephan, von links, beim Tor zum 2-3 in der Verlängerung. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)

Sind die Zuger doch zu «weich», um Meister zu werden? Noch ist nichts entschieden. Noch steht es erst 1:1. Aber die Niederlage war eine bittere, eine, die eine Mannschaft knicken kann und eben diese Frage nach der Härte im physischen und mentalen Bereich aufwirft.

Die Zuger waren dazu in der Lage, einen grossen SCB während 60 Minuten weitgehend im Schach zu halten. Der Energiehaushalt, jetzt ohnehin vom Adrenalin gesteuert, spielte zumindest gestern keine Rolle mehr. In einigen Szenen ist zwar zu erkennen, dass die Berner am Limit laufen. Sie neigen zu ausrastender Härte – ganz hässlich im ersten Spiel (Adam Almquist gegen Reto Suri) und nun auch gestern erneut: Der wüste Check von Tristan Scherwey in der Schlussphase gegen Lino Martschini, als die Scheibe schon weg ist, geht in die gleiche Kategorie. Wir erkennen an solchen Aktionen, wie sehr der SCB alles mobilisieren muss, wie sehr jedes Mittel recht ist. Aber das zeichnet eine Mannschaft aus, die seit Jahren die Playoffs in der DNA hat, die 2016 und 2017 die Meisterschaft gewonnen hat.

Jubel bei Berns Gregory Sciaroni und Berns Tristan Scherwey, von links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Jubel bei Berns Gregory Sciaroni und Berns Tristan Scherwey, von links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Zugs Dario Simion, Berns Gregory Sciaroni und Zugs Torhüter Tobias Stephan, von links, beim Tor zum 2-3 in der Verlängerung. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Zugs Dario Simion, Berns Gregory Sciaroni und Zugs Torhüter Tobias Stephan, von links, beim Tor zum 2-3 in der Verlängerung. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
13.04.2019; Zug; Eishockey National League Playoff Final- EV Zug - SC Bern; Beat Gerber (Bern) gegen Dennis Everberg (Zug) (Marc Schumacher/freshfocus)13.04.2019; Zug; Eishockey National League Playoff Final- EV Zug - SC Bern;
Beat Gerber (Bern) gegen Dennis Everberg (Zug)
(Marc Schumacher/freshfocus)
Eine Choreographie der Fans des EV Zug. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Eine Choreographie der Fans des EV Zug. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Zugs Torhueter Tobias Stephan Berns Alain Berger und Zugs Dario Simion, von links, beim Tor zum 0-1. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Zugs Torhueter Tobias Stephan Berns Alain Berger und Zugs Dario Simion, von links, beim Tor zum 0-1. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Zugs Santeri Alatalo, Berns Jan Mursak, Berns Torhueter Genoni, Zugs Dennis Everberg und Berns Justin Krueger beim Tor zum 2-2. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Zugs Santeri Alatalo, Berns Jan Mursak, Berns Torhueter Genoni, Zugs Dennis Everberg und Berns Justin Krueger beim Tor zum 2-2. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
13.04.2019; Zug; Eishockey National League Playoff Final- EV Zug - SC Bern; Dario Simion, der Torschuetze zum 2:2 Dennis Everberg und Topscorer Lino Martschini (Zug) jubeln nach dem Tor (Marc Schumacher/freshfocus)13.04.2019; Zug; Eishockey National League Playoff Final- EV Zug - SC Bern;
Dario Simion, der Torschuetze zum 2:2 Dennis Everberg und Topscorer Lino Martschini (Zug) jubeln nach dem Tor
(Marc Schumacher/freshfocus)
Jubel bei den Spielern des SC Bern mit Berns Alain Berger, links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Jubel bei den Spielern des SC Bern mit Berns Alain Berger, links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Berns Alain Berger, Zugs Dario Simion und Zugs Torhüter Tobias Stephan, von links, beim Tor zum 0-1. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Berns Alain Berger, Zugs Dario Simion und Zugs Torhüter Tobias Stephan, von links, beim Tor zum 0-1. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Zach Boychuck (Bern) gegen Garrett Roe (Zug).(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Zach Boychuck (Bern) gegen Garrett Roe (Zug).
(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Thomas Ruefenacht und Topscorer Mark Arcobello (Bern) gegen Johan Morant und Torhueter Tobias Stephan (Zug). (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Thomas Ruefenacht und Topscorer Mark Arcobello (Bern) gegen Johan Morant und Torhueter Tobias Stephan (Zug). (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Thomas Ruefenacht (Bern) gegen Fabian Schnyder (Zug).(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Thomas Ruefenacht (Bern) gegen Fabian Schnyder (Zug).
(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Zuger Fans. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Zuger Fans. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Spruchband Fans Zug für den verstorbenen Dario Pantaleone der Junioren A.(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Spruchband Fans Zug für den verstorbenen Dario Pantaleone der Junioren A.
(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Berns Daniele Grassi liegt verletzt auf dem Eis. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Berns Daniele Grassi liegt verletzt auf dem Eis. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Berns Gaetan Haas, links, im Spiel gegen Zugs Johan Morant, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Berns Gaetan Haas, links, im Spiel gegen Zugs Johan Morant, rechts. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Zuger Fans mit Choreographie "De Eroberigszug fortsetze". (Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Zuger Fans mit Choreographie "De Eroberigszug fortsetze".
(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Berns Torhueter Genoni, Zugs Yannick Zehnder und Berns Simon Moser, von links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Berns Torhueter Genoni, Zugs Yannick Zehnder und Berns Simon Moser, von links. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
Thomas Thiry (Zug) gegen Tristan Scherwey (Bern).(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)Thomas Thiry (Zug) gegen Tristan Scherwey (Bern).
(Bild: Marc Schumacher/freshfocus, Zug, 13. April 2019)
Die Fans des EV Zug. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)Die Fans des EV Zug. (Bild: KEYSTONE/Alexandra Wey, Zug, 13. April 2019)
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Der EV Zug verliert gegen den SC Bern 2:3

Genoni mit seinem besten Eishockey

Playoffs ist eben die Fortsetzung des Eishockeys mit anderen Mitteln. In der ersten Partie hatten sich die Berner noch nicht von der Halbfinalserie gegen Biel (über sieben Spiele) erholt. Und die Zuger waren besser, sie konnten Playoff, der SCB noch nicht. Aber diese Zuversicht hat sich als Irrtum erwiesen. Am Samstagabend hatte der SCB sein Spiel spätestens ab Mitte der Partie justiert. Die Schachfiguren standen nun wieder am richtigen Ort, und am Ende haben die Zuger auch auf dem taktischen Schachbrett verloren – Playoff als Hockeyschach ohne Atempause.

Wir neigen dazu, Zugs «Technokraten» für diese Niederlage zu tadeln. Also die Techniker, die Powerplay-Spezialisten, die Ingenieure und nicht die Abbrucharbeiter des Spiels. 60 Minuten lang und in der Verlängerung finden die Zuger bei fünf gegen fünf Feldspielern keinen Weg durch die gut organisierte SCB-Abwehr, und was doch durchkommt, wird von Leonardo Genoni gestoppt, der nun wieder sein bestes Hockey spielt. Zweimal gelingt der Ausgleich im Powerplay. Aber im Schlussdrittel sind es eben auch diese Powerplay-Spezialisten, die zwei Powerplays nicht zu einem dritten und entscheidenden Treffer zu nützen vermögen.

Doch die entscheidende Frage wird nun sein: Haben die Zuger meisterliche Härte? Meisterliche Härte wird nicht in Ausrastern gemessen. Härte ist die Fähigkeit, im Rahmen der Spielregeln auszuteilen und, noch wichtiger, «Holz zu fressen». In der Eishockeysprache wird so die Tugend genannt, Schläge und Checks einstecken zu können. Diese gesunde Zuger Härte demonstriert Dominic Lammer im ersten Drittel mit einem harten, aber fairen Check gegen Daniele Grassi. Der SCB-Aussenbahnhobler kann die Partie nicht mehr fortsetzen. Diese gesunde Härte hatten die Zuger im ersten Spiel in Bern gezeigt. Gestern reichte es «nur» noch, um dem SCB auf Augenhöhe zu begegnen, aber nicht mehr um die Berner wie im ersten Spiel zu besiegen. Ob der SCB noch Reserven hat, ist offen. Die Zuger haben aber ganz sicher noch Reserven. Aber sie müssen sie jetzt mobilisieren.

Zug – Bern 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) n. V.

7200 Zuschauer (ausverkauft). – SR Wiegand/Hebeisen, Castelli/Kovacs.

Tore: 24. Haas (Bieber) 0:1. 28. Everberg (Roe, Alatalo/Ausschluss Sciaroni) 1:1. 31. Mursak (Ebbett) 1:2 (Strafe angezeigt). 40. (39:18) Everberg (Roe/Ausschluss Berger) 2:2. 65. Sciaroni (Heim) 2:3.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Bern, 5-mal 2 Minuten gegen Zug.

Zug: Stephan; Diaz, Morant; Schlumpf, Zgraggen; Thiry, Alatalo; Zryd, Stadler; Klingberg, Roe, Everberg; Martschini, Flynn, Simion; Lammer, Senteler, Leuenberger; Zehnder, Albrecht, Schnyder.

Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Beat Gerber; Untersander, Colin Gerber; Marti; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Boychuk, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Grassi, Haas, Berger; Bieber.

Bemerkungen: Zug ohne Suri (verletzt), McIntyre und Widerström (beide überzählige Ausländer), Bern ohne Almquist (gesperrt), Kamerzin, Andersson (beide verletzt), Kämpf und Brügger (beide überzählig). Grassi verletzt ausgeschieden (13.). Pfostenschuss Arcobello (42.). Schlittschuh-Tor von Scherwey aberkannt (62.).

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