Der EV Zug vertraut seinen Fans

Im Heimspiel gegen den HC Davos protestierte ein Teil der EVZ-Fans mit einem Sitzstreik. Am Montag kam es zur Aussprache.

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Stimmung statt Sitzstreik: Fans des EV Zug. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Stimmung statt Sitzstreik: Fans des EV Zug. (Bild: Archiv Neue ZZ)

Am 21. Oktober – beim Heimspiel – hatte ein Teil der EVZ-Stehplatz-Fans das Gefühl, sich mit den HCD-Fans solidarisieren zu müssen. Anstoss war das Verbot, so genannte Doppelhalter in den Gästesektor mitzubringen. Ausserdem mussten die Bündner Supporter ihre Fanutensilien im voraus anmelden und untersuchen lassen. Weil die Sicherheitsverantwortlichen des EV Zug Vorwürfe der Schikane nicht auf sich sitzen lassen wollte, lud der Verein am Montag im «Legends» in der Bossard-Arena zur Aussprache ein. Auch EVZ-Präsident Roland Staerkle war zugegen – aus gutem Grund.

Die Sicherheitskosten drohen aus dem Ruder zu laufen, nachdem das Zuger Parlament beschlossen hatte, dass der lokale Vorzeigeklub in Zukunft 60 Prozent aller Kosten der Polizeieinsätze bei Heimspielen aufkommen muss.

Die Kritik an den eigenen Fans blieb grösstenteils aus: Ihnen wurde ein gutes Zeugnis ausgestellt: «99 Prozent der EVZ-Fans verursachen keine Polizeikosten», attestierte EVZ-Sicherheitschef Stocker. Deshalb geniessen Heimfans grössere Freiheiten als die Gäste, was die Eingangskontrollen betreffen.

In der Fragerunde kamen deshalb vorab von jüngeren der gegen 60 anwesenden Zuhörern Einwände. Vor allem gab zu reden, dass Fanbegleiter an Auswärtsspiele neu die Kompetenz erhalten werden, Stadionverbote auszusprechen. Damit die Fans nicht in Deckung von Doppelhaltern wüten können, um von den Kameras nicht entdeckt zu werden, bleiben diese weiterhin verboten.

René Barmettler

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