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Der EVZ ist auf der Suche nach der Balance

Einen solchen verkorksten Start zur Saison 2019/20 hat niemand kommen sehen. EVZ-Trainer Dan Tangnes liegt einer der Gründe dafür in den Entscheidungen, die auf dem Eis schnell zu fällen sind.
Marco Morosoli
EVZ-Verteidiger Thomas Thiry im Champions-Hockey-League-Spiel gegen Rungsted. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus (Zug, 29. August 2019))

EVZ-Verteidiger Thomas Thiry im Champions-Hockey-League-Spiel gegen Rungsted. (Bild: Daniela Frutiger/freshfocus (Zug, 29. August 2019))

Die eine Saison mit der anderen zu vergleichen, führt mitunter zu falschen Schlüssen. Reizvoll ist der Vergleich hingegen schon. Eine Rückblende auf die vorige Saison nach sieben Spielen: Zug liegt mit 12 Punkten auf dem 5. Platz der Tabelle. Aktuell steht Zug mit deren elf auf dem 4. Rang. Es ist allerdings eine Einschränkung anzufügen: Nicht alle Clubs der National League haben gleich viele Spiele absolviert. Doch der Unterschied liegt vielmehr in der Wahrnehmung des EVZ. Vor einem Jahr segelten die Zentralschweizer in ruhigen Gewässern. Damit ist es jetzt vorbei: Die Transferoffensive (Genoni, Hoffmann, und drei neue Ausländer) sowie Äusserungen aus der Chefetage könnten allenfalls auch den EVZ-Spielern in den Kopf gestiegen sein.

EVZ-Headcoach Dan Tangnes verlangt deshalb von seinem Personal auf dem Eis: «Wir müssen alle Entscheidungen viel schneller fällen. Alle sind dabei gleich wichtig. Wichtig ist vor allem, dass wir in unserem Spiel konsequent sind.» Diese Ziele zu erreichen gehe viel leichter vonstatten, wenn sie von allen Spielern beherzigt würden.

Vom Tief zum Hoch innert weniger Tage

Fast nebenbei erwähnt der norwegische Trainer des EV Zug auch noch, dass «wir in der Defensive solid spielen müssen». Hinsichtlich dieser Vorgabe hat der EVZ-Headcoach innerhalb weniger Tage ein Tief und dann ein Hoch erlebt. Gegen Rapperswil – vor allem im ersten Drittel – sei sein Team panisch aufgetreten. In der gehässig geführten Partie gegen Bern am Samstag hat Zug den kühlen Kopf bewahrt, dagegengehalten – und verdient gewonnen. Zur Fehlerkultur sagt Dan Tangnes nur: «Jeder macht Fehler. Er muss aber auch aus diesen lernen.»

Da scheint der aktuelle Leader Genève-Servette genau zum richtigen Moment in die Zentralschweiz zu kommen (heute, 19.45 Uhr, Bossard-Arena). Der EVZ-Verteidiger Thomas Thiry (22) hat in seiner Juniorenzeit unter dem neuen Servette-Trainer Patrick Emond gespielt: «Ich kenne bei Servette immer noch viele Leute.» Heute Abend muss er diesen Aspekt ausblenden. Thiry lernt Deutsch, versteht Englisch – nur auf Französisch kann er sich nicht mit besonders vielen in der EVZ-Organisation unterhalten. Trotzdem sagt er: «Ich bin gerne im Zug.» Vor zwei Jahren ist der grossgewachsene, aber keinesfalls hüftsteife Verteidiger in die Zentralschweiz gekommen. «Eigentlich war ich für das Swiss League Team vorgesehen», sagt Thiry bescheiden. Gute Leistungen haben den rechtsschiessenden Verteidiger dann in die Garderobe der ganz Grossen gebracht. Nach zwei tollen Saisons erlebt er nun, dass das Aufsteigen das Eine ist. Das Obenbleiben kostet aber mitunter noch viel mehr Kraft.

Klaglos nimmt er hin, dass seine durchschnittliche Eiszeit pro Spiel unter der 10-Minuten-Marke verharrt. Vielmehr sagt er: «Wir müssen in der Defensive alle zusammen hart arbeiten.» Emotionen zu zeigen, gelte dabei nicht nur auf dem Eis, sondern sie gehörten auch auf die Spielerbank. Thomay Thiry hofft, dass die gelungene Partie gegen Bern «der Beginn eines guten Weges» ist. Auch er weiss natürlich, dass das EVZ-Umfeld grosse Erwartungen in Bezug auf die aktuelle Meisterschaft hat. Doch wer unter diesen Voraussetzungen den Fokus nur auf den nächsten April lege, in denen die Meisterschaft auf ihr Ende zusteuere, komme nicht weit: «Wir müssen einen Schritt nach dem anderen nehmen.»

Senteler fällt gegen Servette aus

Sven Senteler hat die Partie gegen den SC Bern vorzeitig beenden müssen. Gestern ist der EVZ-Stürmer im Spital untersucht worden. Die Ergebnisse dieser Abklärungen lagen gestern bei Redaktionsschluss noch nicht vor. Sicher ist allerdings, dass er heute Abend in der Partie des EVZ gegen Genève-Servette nicht antreten kann.

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