Der EVZ rechnet mit Verlust

Obwohl der EVZ keinen Ersatz für Rafael Diaz engagiert, budgetiert der Verein für die kommende Saison mit einem Verlust von 206'809 Franken. In der letzten Saison resultierte ein kleiner Gewinn.

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Konnte an der GV einen positiven Abschluss präsentieren: EVZ-Präsident Roland Staerkle. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

Konnte an der GV einen positiven Abschluss präsentieren: EVZ-Präsident Roland Staerkle. (Bild: Keystone/Sigi Tischler)

An der traditionellen Vorsaison-Pressekonferenz hat der EV Zug am Mittwochnachmittag vor der offiziellen Generalversammlung seine Zahlen präsentiert. Für das Geschäftsjahr 2010/11 konnten die Zuger einen Gewinn von 8581 Franken ausweisen, nachdem ursprünglich ein Verlust von 106'000 Franken budgetiert worden war.

Der positive Abschluss ist auf das Erreichen des Playoff-Halbfinals (budgetiert war die Viertelfinal-Qualifikation) und die massiv gestiegenen Spieleinnahmen (von 4,1 auf 6,8 Millionen) zurückzuführen. Insgesamt konnten die Zuger in der Bossard-Arena rund 50'000 Zuschauer mehr begrüssen, als in der Hertihalle.

Neben den Einnahmen sind allerdings auch die Ausgaben deutlich gestiegen. Die Mannschaft war im Vergleich zur Saison 2009/10 um knapp 1 Million teurer – und das, obwohl der Budgetposten «Rafael Diaz» bereits entfernt wurde. Deutlich teurer wurde zwar einzig Damien Brunner, aber Akteure wie Yannick Blaser und die zu den Profis beförderten Elite-Junioren Erni, Zubler und Rossi sahen das Salär in ihren neuen Verträgen ebenfalls angehoben.

Weil die Ausgaben auch 2011/12 grösser werden und es in den Sommermonaten keine Einkünfte gibt, budgetiert der EV Zug erneut mit einem Verlust; dieses Mal von 206'809 Franken. «Wir werden aber alles unternehmen, um schwarze Zahlen schreiben zu können», sagte Präsident Roland Staerkle.

EVZ schon «Schweizer Meister»

Diesem Vorhaben sind dann gute Chancen einzuräumen, wenn es dem EVZ gelingt, das neue Zuger Polizeigesetz zu Fall zu bringen. Dieses sieht vor, dass der Verein 60 Prozent der Polizeikosten selber bezahlt. Geschäftsführer Roland Wyss nutzte gestern die Bühne, um diesen Umstand wieder einmal anzuprangern. «Was die Polizeikosten angeht, sind wir Schweizer Meister», sagte Wyss über den happigen Budgetposten, der mit 150'000 Franken zu Buche schlägt. Sollte das Gesetz allerdings nicht in Kraft treten, hätten die Zuger plötzlich einen schönen Betrag in ihrer Kasse.

Nicola Berger

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