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Der Vergleich vor dem Hockey-Finalstart: Gefährliche Zuger Stiere oder kräftige Berner Bären?

Heute Donnerstag (20 Uhr/SRF 2) geht es los: Die «Bären» des SC Bern und die «Stiere» des EV Zug duellieren sich um den Meistertitel. Wir sagen, wer in der Playoff-Final-Serie die besseren Karten hat.
Sven Aregger und Marcel Kuchta
Der EVZ bestürmt das SCB-Tor: So soll es auch im Playoff-Final sein. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone, Bern, 12. Januar 2019)

Der EVZ bestürmt das SCB-Tor: So soll es auch im Playoff-Final sein. (Bild: Peter Klaunzer/Keystone, Bern, 12. Januar 2019)

Goalies

EVZ:

Tobias Stephan hat im Halbfinal gegen seinen zukünftigen Klub Lausanne zu seiner starken Verfassung aus der Qualifikation zurückgefunden. Aber ihn begleitet während seiner langen Karriere ein Makel: Er sucht immer noch den ersten Meistertitel. Kann der 35-Jährige in seinem dritten Playoff-Final die Kritiker zum Verstummen bringen?

Bewertung: 4 von 5 Punkten

SCB:

SCB-Torhüter Leonardo Genoni ist in herausragender Form und weiss, wie man Titel gewinnt. Viermal triumphierte er bereits. Zuletzt agierte er schon wieder im Meistermodus. Mit einer Abwehrquote von 94,54 Prozent ist er der statistisch beste Torhüter der Playoffs. Zug weiss um Genonis Stärken, nächste Saison wechselt der 31-Jährige in die Zentralschweiz.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Defensive

EVZ:

Zug verfügt über kreative Verteidiger, die sich auch im Offensivspiel einbringen. Santeri Alatalo und Raphael Diaz sind Schlüsselfiguren und gerade im Powerplay von grossem Wert. Jesse Zgraggen und Johann Morant sorgen dafür, dass auch die körperliche Komponente nicht zu kurz kommt. Dennoch fehlt dem EVZ im Vergleich zum SCB etwas die Muskelkraft.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

SCB:

Die Berner Verteidiger sind zäh, diszipliniert und erfahren, stellvertretend dafür steht Beat Gerber. Kein Team erhält weniger Gegentore als der SCB. Im Halbfinal gegen den EHC Biel waren gewisse Schnelligkeitsdefizite aber nicht zu übersehen. Die Frage ist, wie sich das gegen die schnelle und aggressive Zuger Spielweise auswirken wird.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

Offensive

EVZ:

Der EVZ muss versuchen, mit Speed und Spielwitz zu punkten. Die Stürmer dafür hat er. Lino Martschini gehört in den laufenden Playoffs zu den schnellsten und gefährlichsten Offensivkräften. Und auch US-Center Garrett Roe zeigt, dass er Playoff-tauglich ist. Aber das grosse Zuger Plus ist die Breite, alle vier Linien können Tore schiessen.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

SCB:

Tristan Scherwey war beim entscheidenden 5:1-Sieg gegen Biel einer der Matchwinner. Er ist immer dann am besten, wenn es zählt. Die Berner können Kraft und Routine in die Waagschale werfen, aber nicht alle sind tempofest.Möglich ist, dass die Energiereserven ein Faktor werden. Bern hat über 300 Spielminuten mehr in den Knochen als der EVZ.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Trainer

EVZ:

Dan Tangnes fehlt es im Vergleich zu SCB-Headcoach Kari Jalonen nur an einem: Erfahrung. Punkto taktischer Schlauheit ist der Norweger mit seinem Gegenüber auf Augenhöhe. Der 40-jährige Tangnes ist ein moderner Trainer mit grossen Kommunikationsqualitäten. In seiner ersten Saison hat er mit dem EV Zug bereits den Cup gewonnen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

SCB:

Der 59-jährige Kari Jalonen hat in drei Jahren in Bern dreimal die Qualifikation und einmal den Titel gewonnen. Und er schaffte es nun auf bewundernswerte Art, seiner Mannschaft in kritischen Momenten das richtige taktische Werkzeug mitzugeben. Allerdings ist der Finne nicht unbestritten, viele Fans meckern über den unspektakulären Spielstil.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Fans

EVZ:

Die Zuger gelten eigentlich als eher reserviertes Publikum. Doch in der Bossard-Arena ist die Sehnsucht nach dem zweiten Meistertitel in der Klubgeschichte deutlich spürbar. Entsprechend laut wird es im Stadion – und für den Gegner somit ungemütlich. Wer keine Eintrittskarte ergattert hat, kann beim Public Viewing vor der Arena mitfiebern und mitfeiern.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

SCB:

In der Postfinance-Arena ist eine gewisse Sattheit bisweilen nicht zu übersehen. Von den sieben bisherigen Playoff-Heimspielen waren nur drei ausverkauft. Trotzdem: Kein Klub hat in Europa so viele Zuschauer wie der SC Bern. In der 17000 Fans fassenden Postfinance-Arena kann es laut werden, wenn die Mannschaft so richtig in Fahrt kommt.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Fazit

EVZ:

Beim EV Zug stimmt sehr viel, die Balance im Team, der Erfolgshunger und das Selbstbewusstsein sind vorhanden. Und mit Dan Tangnes hat der EVZ nun einen Trainer, der perfekt zum Klub zu passen scheint. Zug ist reif für den Titel.

Punkte total: 22

SCB:

Für den SC Bern spricht in dieser Finalserie vor allem eines: Er weiss, wie man Meister wird. Und er hat einen überragenden Torhüter.

Punkte total: 21,5

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