Kommentar

Der Weg nach ganz oben ist für den EV Zug steinig und beschwerlich

Nach über 20 Jahren soll diese Saison der zweite Meistertitel eingefahren werden. Die Erwartungshaltung von Fans und Führungsriege ist hoch.

Philipp Zurfluh
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Philipp Zurfluh

Philipp Zurfluh

Das Warten hat ein Ende. 216 Tage nach dem letzten Pflichtspiel greift der EV Zug wieder ins Geschehen ein. Die Spieler sind hungrig auf Erfolg, auch die Fans. Doch mit Toren und Siegen wollen sie sich nicht mehr abspeisen lassen. Sie wollen richtig gesättigt werden, die Meistertrophäe als Schlussbouquet.

Die Mannschaft hat unbestritten das Rüstzeug dazu. Es aber zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen, gelingt nur den Besten. Auf dem Weg liegen Stolpersteine, die zuletzt für Zug zu gross waren, um die Spitze zu erklimmen. Gescheitert nicht nur am Gegner, auch an sich selbst. Man möge sich an die zwei grausamen Finalniederlagen gegen Bern erinnern, die tiefe Spuren in Zugs stolzer Seele hinterlassen haben.

Dan Tangnes’ Versprechen, den Meisterpokal zu gewinnen, ist nicht verhallt. Das Spitzensportzentrum OYM in Cham lässt Erwartungen nach oben schnellen, ist aber kein Heilsbringer. Die Führungsriege will Taten sehen, sie spürt die hohe Erwartungshaltung im Umfeld des Klubs. Trotz ausbleibendem Toptransfer ist das teure Team ein Titelanwärter. Gelingt es, sich ein bedingungsloses Selbstvertrauen zu erarbeiten, kann die Hürde noch so hoch sein auf dem beschwerlichen Weg an die Spitze.

Mit unseren Geschichten, Bilder und Statistiken rund um den EV Zug möchten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf die Saison einstimmen, und Emotionen wecken. Verkürzen Sie damit die Wartezeit auf den Saisonstart. Viel Vergnügen!

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