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Kommentar

EVZ im Playoff-Halbfinal: Die Mannschaft ist der Star

Die Analyse zum Playoff-Viertelfinal des EV Zug gegen den HC Lugano.
Sven Aregger
Sven Aregger

Sven Aregger

Der Viertelfinal zwischen Zug und Lugano versprach eine enge Angelegenheit. Die Experten rechneten mit zwei Teams auf Augenhöhe – und viele sahen die Tessiner im Vorteil. Es gab Zweifel am EV Zug, weil der Klub in den letzten vier Saisons jeweils eine sorgenfreie Qualifikation erlebte, aber in den Playoffs mit Ausnahme des Finaleinzugs 2017 nie über die erste Runde hinauskam. Wenn es darauf ankomme, so das Narrativ, könne der EVZ nicht liefern. Nun haben die Zuger die Bedenken zumindest vorläufig zerstreut, und das auf eine beeindruckende Weise: vier Spiele, vier Siege, Halbfinals.

Der EVZ vermittelt den Eindruck eines gereiften und gefestigten Teams, das sich durch nichts beirren lässt. Die Zentralschweizer mussten gegen Lugano heikle Momente überstehen, im dritten Spiel lagen sie dreimal im Rückstand, ebenso in der vierten Partie. Aber stets fanden sie einen Weg, auf die Rückschläge zu reagieren und das Glück auf ihre Seite zu zwingen. Das spricht für das Selbstvertrauen des Teams, für den Glauben an die eigenen Fähigkeiten.

Grossen Anteil daran hat Dan Tangnes, der als Trainer erstmals in einem Halbfinal steht. Der Norweger hat sich zum Ziel gesetzt, in Zug eine Siegermentalität zu etablieren. Der Cupsieg im Februar hat die Mannschaft darin bestärkt, dass sie entscheidende Spiele gewinnen kann. Tangnes bringt seinen Spielern grosses Vertrauen entgegen, er ist ein exzellenter Kommunikator mit einem klaren Plan. So ist es kein Zufall, dass Spieler wie Dominic Lammer, Dario Simion oder Talent Sven Leuenberger über sich hinauswachsen. Zugs grosse Stärke ist das Kollektiv, die Ausgeglichenheit der vier Linien war gegen Lugano ein entscheidender Faktor.

Auch die Leistungsträger konnten den Ansprüchen bisher gerecht werden. Lino Martschini zeigt nun auch in den Playoffs seine Qualitäten, Raphael Diaz geht vorbildlich voran und Garrett Roe, der sich im Vorjahr ausgelaugt durch die Serie gegen den ZSC quälte, wirkt dank einer besseren Verteilung der Eiszeiten spritzig wie nie. Nur hinter Tobias Stephan steht ein Fragezeichen, nach seiner Verletzungspause hat der Goalie nicht an die bestechenden Leistungen in der ersten Saisonphase anknüpfen können. Stephan wird sich steigern müssen, wenn er die Chance auf seinen ersten Meistertitel wahren will. Vielleicht gelingt ihm das in den Halbfinals. Dort könnte Zug übrigens auf Lausanne treffen – Stephans künftigen Arbeitgeber.

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