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Ein Titan als unberechenbarer Gegner für den EVZ

Torhüter Lukas Flüeler könnte einer der Playoff-Trümpfe der ZSC Lions werden. (Bild: Anthony Annex/Keystone)

Torhüter Lukas Flüeler könnte einer der Playoff-Trümpfe der ZSC Lions werden. (Bild: Anthony Annex/Keystone)

Playoff-Konkurrent Der EV Zug (2.) bekommt mit den ZSC Lions (7.) im Viertelfinal den denkbar schwierigsten Gegner.

Eine erfolgreiche Qualifikation garantiert noch keineswegs einen einfachen Gegner in den Playoff-Viertelfinals. Immer wieder schafft einer der Titanen die Playoffs nur knapp – und rollt dann das Feld von hinten auf. Dafür gibt es aus jüngster Zeit zwei Beispiele. 2012 holten die ZSC Lions vom 7. Platz aus den Titel. 2016 hat der SC Bern sogar von Platz 8 aus die Meisterschaft gewonnen.

Die Gegenwart ist für die ZSC Lions vorerst noch trostlos. Noch deutet nichts auf ein neues «Hockeywunder» hin. Der Trainerwechsel hat im Hallenstadion noch nicht geholfen. Die Zürcher haben unter Hans Kossmann weniger Punkte pro Spiel geholt als unter seinem gescheiterten Vorgänger Hans Wallson. Schillerfalter Robert Nilsson, wahrscheinlich der talentierteste Einzelspieler der Liga, wird wegen einer Blessur im Viertelfinal gegen Zug fehlen.

Parallelen in der Statistik 2012 und 2018 stimmen ZSC zuversichtlich

Trost finden die ZSC Lions vorerst nur in der Erinnerung. Im Frühjahr 2012 hatten sie die Qualifikation auch auf dem 7. Platz beendet. Mit fast gleich vielen Punkten und einem ähnlichen Torverhältnis. 136:129 Tore und 77 Punkte damals. 144:133 Tore und 75 Punkte sind es heute. Diese Statistik stimmt zuversichtlich. Warum sollte also nicht noch einmal das gleiche Kunststück – ein Meistertitel – gelingen? Die ZSC Lions 2018 wie 2012? Oder gar wie der SCB 2016?

Sven Leuenberger ist heute Sportchef in Zürich. 2016 hatte er noch beim SCB gearbeitet. Er sieht zwei Parallelen zwischen dem meisterlichen SCB von 2016 und seiner aktuellen Mannschaft. Erstens: «Wir hatten damals in Bern eine schwierige Saison mit Trainer- und Ausländerwechsel. Aber die Mannschaft ist immer intakt geblieben. Auch in Zürich ist es jetzt so, dass die Mannschaft nach dieser schwierigen Qualifikation zusammenhält.» Zweitens: «Als die Playoffs begannen, hatten wir mit Jakub Stepanek einen starken Torhüter. Wir haben mit Lukas Flüeler nun auch in Zürich einen starken Goalie.»

Eine intakte Mannschaft mit einem starken Goalie

Eine intakte Mannschaft mit einem starken Torhüter. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein neues Playoff-Wunder. Sven Leuenberger ist ein kluger Sportchef. Deshalb verzichtet er auf weitere Vergleiche und Analysen und überlässt es dem Journalisten, auf einen zentralen Punkt hinzuweisen. Der SCB hat damals 2016 seine Gegner auch mit Härte zermürbt. Sind auch die ZSC Lions dazu in der Lage? Sie können gegen Zug das dritte Viertelfinal-Scheitern in Serie nämlich nur dann verhindern, wenn auch sie hart einsteigen und ihren Gegner zermürben. Meistens waren sie in dieser Saison dazu nicht in der Lage. Aber sie können schon hart. So wie beispielsweise am 12. Januar beim 4:2 in Bern. Die physische Dominanz ist ihre grosse Chance. Denn sie sind im Schnitt fast zwei Zentimeter grösser und ein Kilo schwerer als die Zuger.

Klaus Zaugg

sport@luzernerzeitung.ch

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