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EISHOCKEY: Am Berner Goalie verzweifelt

Der EV Zug zeigt im Spitzenkampf gegen den Titelverteidiger SCB eine gute Leistung. Punkte gibt es dafür aber keine, weil die Berner beim 3:0-Sieg zwei entscheidende Vorteile haben.
SCB-Goalie Leonardo Genoni (links) zeigte gestern Abend einmal mehr, warum er wohl der beste Goalie der NLA ist. Insgesamt wehrte er bei seinem zweiten Shut-out im Berner Dress 36 Schüsse ab. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

SCB-Goalie Leonardo Genoni (links) zeigte gestern Abend einmal mehr, warum er wohl der beste Goalie der NLA ist. Insgesamt wehrte er bei seinem zweiten Shut-out im Berner Dress 36 Schüsse ab. (Bild: Marc Schumacher/freshfocus)

Als das erste Drittel vorbei war, spendete eine Vielzahl der 7015 Zuschauer, die zum ersten Mal in dieser Saison für eine ausverkaufte Bossard-Arena sorgten, ihrer Mannschaft warmen Applaus. Der EV Zug hat gegen den grossen SC Bern eine Machtdemonstration vollbracht, den Schweizer Meister zumeist in dessen eigenen Zone beschäftigt und das Spielgeschehen jederzeit unter Kontrolle gehabt. Das Schussverhältnis von 18:4 für den Gastgeber verdeutlichte das temporeiche Einbahn-Hockey auf das Tor von Leonardo Genoni.

Das Unangenehme dabei: Es stand nach 20 Spielminuten nach wie vor 0:0. Ursache dafür waren zum einen Genonis sichere Interventionen, andererseits kam die Mannschaft von Harold Kreis nur zu zwei klaren Torchancen.

Zug erstmals in dieser Saison ohne Tor
Der EV Zug zog seine Überlegenheit zwar noch etwas ins Mitteldrittel hinein, der durchgebrochene Reto Suri wurde durch ein Foul an einem erfolgreichen Torschuss gehindert, ehe Jarkko Immonen seinen Meister in Leonardo Genoni fand.

Doch dann folgte der Nackenschlag für die Zuger, die sich plötzlich in die eigene Zone zurückdrängen liessen. Zwischen der 28. und 35. Minute zogen die Berner mit zwei Toren davon. Von dieser schmerzhaften Erfahrung sollten sich die Zuger gestern Abend nicht mehr erholen.

Auch wenn der Spielausgang dem Gerechtigkeitssinn vieler Beobachter widerstrebt haben mag, es gab sie halt doch, die entscheidenden Gründe, die den SCB zum Sieger in einem unterhaltsamen Spiel machten:
Die Goalies: Genoni war für die Zuger ein unüberwindbares Bollwerk. Er hielt überragend und trieb die Zuger mit jeder Abwehr ein Stückchen mehr in die Verzweiflung. Tobias Stephan auf Seiten der Zuger hingegen war bloss ein solider Rückhalt. Das 0:1 durch Marco Müller geht auf seine Kappe, weil er einen Schuss von Eric-Ray Blum nach vorne abprallen liess. Stephan kam am Ende auf eine Fangquote von 88,46 Prozent.

Das Toreschiessen: Seit dem 5:0 vor knapp einem Monat gegen Lugano, und das ist schon sechs Spiele her, haben die Zuger im besten Fall nur noch zwei Tore pro Match erzielt. Und damit dennoch acht Punkte eingefahren. Ein Problem für die magere Torausbeute ist das Powerplay. Auch gestern liessen die Zuger zwei Überzahl-Gelegenheiten aus, bevor sie selbst in Rückstand gerieten. Zudem schiessen die vier ausländischen Stürmer schlicht zu wenig Tore. «Wir müssen extrem hart für unsere Tore arbeiten, und wenn uns ein Treffer gelingt, ist es meist kein schöner», sagte Zug-Trainer Harold Kreis nach dem Abpfiff.

Die zweite Heimniederlage in dieser Saison für den EVZ machte deutlich, wie sehr die Verpflichtung eines fünften ausländischen Goalgetters nottut. So endete eine anfängliche Machtdemonstration in der ersten Zuger Nullnummer dieser Saison, derweil die clever und effizient agierenden Berner den sechsten Sieg in Serie einfuhren. «Es ist extrem ärgerlich und frustrierend, so zu verlieren», bekannte Zugs Topskorer Lino Martschini hinterher.

Ambri verspielt 2:0-Führung

Niederlage Ambri-Piotta kassierte beim 2:4 gegen die ZSC Lions die achte Niederlage aus den letzten neun Spielen, während die Zürcher den siebten Sieg aus den letzten acht NLA-Spielen realisierten. Ambri überzeugte immerhin erstmals in der laufenden Saison im Powerplay. Das 1:0 von Cory Emmerton resultierte aus einer doppelten Überzahl. Und beim dritten Saisontreffer von Adam Hall zum 2:0 profitierten die Gastgeber vom Umstand, dass die Zürcher kurz vor Ablauf der Zwei-Minuten-Strafe gegen Samuel Guerra eine weitere Zwei-Minuten-Strafe durch Mathias Seger kassierten.
Die Zürcher wendeten das Blatt allerdings innerhalb der letzten sechseinhalb Minuten des Mitteldrittels. Mike Künzle, Patrick Thoresen und Patrick Geering erzielten die Tore der Gäste zur 3:2-Führung. Mit einem weiteren Verteidigertor der ZSC Lions (Severin Blindenbacher) war die Partie zu Beginn des Schlussdrittels entschieden.

Ambris neuer Coach an der Bande, der vom Nachwuchsverantwortlichen zum Assistenztrainer beförderte Dimitri Zygurow, wirkt seit zwei Wochen als Trainingsverantwortlicher der Verteidiger und Impulsgeber im Powerplay. Das bisher schwache Powerplay der Tessiner wurde mittels «leichter» Positionsveränderungen der Spieler an der blauen Linie zum Besseren verändert.
Ambri-Piotta - ZSC Lions 2:4 (0:0, 2:3, 0:1)

4500 Zuschauer. – SR Eichmann/Wirth, Borga/Gurtner. – Tore: 25. Emmerton (Guggisberg, Janne Pesonen/Ausschluss Siegenthaler, Blindenbacher) 1:0. 30. Hall (Jelovac/Ausschluss Seger) 2:0. 34. Künzle (Trachsler, Seger) 2:1. 37. Thoresen (Chris Baltisberger/Ausschluss Zgraggen) 2:2. 40. (39:49) Geering (Schäppi/Ausschluss Zgraggen; Kenins) 2:3. 43. Blindenbacher (Roman Wick) 2:4.
Ambri-Piotta: Zurkirchen; Fora, Zgraggen; Ngoy, Jelovac; Trunz, Collenberg; Sven Berger, Kamber; D’Agostini, Hall, Lauper; Guggisberg, Emmerton, Janne Pesonen; Kostner, Lhotak, Bastl; Duca, Fuchs, Monnet.

Andreas Ineichen

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