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EISHOCKEY: Auch gegen braves Bern chancenlos

Ob netto oder brutto – Meister Bern ist für Zug nach wie vor eine Nummer zu gross. Der SCB ist nach dem 2:0 gegen Zug vorzeitig Qualifikationssieger.
Klaus Zaugg, Bern
Bern-Goalie Leonardo Genoni ist für Zugs Dominic Lammer Endstation. (Bild: Marcel Bieri/Key (Bern, 3. 2. 2018))

Bern-Goalie Leonardo Genoni ist für Zugs Dominic Lammer Endstation. (Bild: Marcel Bieri/Key (Bern, 3. 2. 2018))

Klaus Zaugg, Bern

sport@luzernerzeitung.ch

Die SCB-Nettoversion ist ohne Bösartigkeit, ohne einschüchternde Härte, ohne durchschlagende Wucht. Die SCB-Bruttoversion ist mit allem Drum und Dran. Mit Bösartigkeit, einschüchternder Härte und durchschlagender Wucht. Am 22. Dezember haben die Zuger gegen die SCB-Bruttoversion nach einer 2:0-Führung auf eigenem Eis noch 2:5 verloren. Gestern zogen sie gegen einen freundlichen Netto-SCB in Bern den Kürzeren (0:2). Somit sind alle vier Partien dieser Qualifikation gegen den Meister verloren gegangen. NLA-Eishockey in der Saison 2017/18 ist, wenn Zug gegen Bern verliert.

Da stellt sich schon die Frage: Findet Trainer Harold Kreis gegen den SCB einfach kein Rezept? Die Berner können spielen, wie sie wollen und am Ende gewinnen sie immer. «Was heisst kein Rezept? Es ist einfach so, dass Bern ein sehr gutes Team hat und auch defensiv sehr gut die Räume eng macht. Und wenn du dann doch einmal an allen vorbei bist, muss du noch das Bollwerk Genoni überwinden» sagt Trainer Harold Kreis.

2018 ist Zug noch immer das punktbeste Team

Schlechte Laune hatte er gestern Abend nach dem Spiel nicht. Dafür hatte er ja auch keinen Grund. Es war ein sehr gutes, schnelles und oft spektakuläres Spiel. Es fehlte lediglich die wilde Entschlossenheit, die Versuche, mit Härte und Provokationen dem Gegner unter die Haut zu gehen. Niemand ging so zur Sache, als gäbe es keinen neuen Tag mehr. Was ja auch kein Wunder ist: 19 Spieler, die gestern auf dem Eis standen, werden nächste Woche nach Südkorea fliegen – 13 beim SCB, 6 bei Zug. Eine Verletzung riskierte gestern keiner. Ein Sieg in einem Qualifikationsspiel ist Ruhm für einen Abend. Olympischer Ruhm aber währet ewiglich.

Ein wenig könnten die Zuger auch mit dem Schiedsrichter hadern. Kurz vor Schluss, beim Stand von 0:1, trifft Berns Verteidigungsminister Maxim Noreau Zugs Santeri Alatalo mit dem Stock im Gesicht. Aufgeschlitzte Lippen. Blut fliesst. Eigentlich hätten die guten Schiedsrichter den Kanadier mindestens für 4 Minuten (2 plus 2) auf die Strafbank setzen müssen. Aber es gibt keine Strafe.

Aber eben: es sind sowieso Verlierer, die sich über die Schiedsrichter aufregen. Harold Kreis regte sich nicht auf. Er nahm es gelassen hin. Gewiss, die Niederlage ist ärgerlich. Nicht zwingend. Aber Zug ist nach wie vor das punktbeste Team des Jahres 2018 und kann die Qualifikation auf dem zweiten Platz abschliessen. «Das ist jetzt unser nächstes Ziel.» Muss es sein. Zug hat diese Saison ausser gegen den SCB gegen jeden Gegner schon gewonnen. Also ist es auch möglich, gegen jeden Gegner ausser den SCB eine Playoff-Serie zu gewinnen. Nur mit dem 2. Platz kann sichergestellt werden, dass die Zuger das nächste Mal in dieser Saison erst im Finale auf den SCB treffen.

National League

Bern – Zug 2:0. Lugano – Kloten 2:7.

Nächste Spiele nach der Olympiapause. Mittwoch, 28. Februar, 19.45 Uhr: Lau­sanne – Zug. Ambri-Piotta – Kloten. SCL Tigers –Genève-Servette. Bern – Davos. Fribourg-Gottéron – Biel. Lugano – ZSC Lions.

Schweizer Cup, Final (heute, 13.30 Uhr. SRF info): Rapperswil-Jona Lakers – Davos.

1. Bern* 47 25 8 4 10 159:106 95

2. Zug* 47 22 9 2 14 142:113 86

3. Biel* 47 22 5 6 14 141:120 82

4. Lugano* 47 24 3 1 19 148:125 79

5. ZSC Lions* 47 19 6 6 16 141:122 75

6. Davos* 47 21 2 6 18 130:146 73

7. Fribourg 47 19 4 7 17 127:132 72

8. Genève 47 15 7 7 18 123:146 66

9. SCL Tigers 47 16 6 4 21 112:123 64

10. Lausanne 47 14 4 9 20 140:161 59

11. Ambri + 47 12 5 5 25 125:158 51

12. Kloten + 47 8 6 8 25 109:145 44

* in den Playoffs + Abstiegsrunde

Bern – Zug 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

16833 Zuschauer. – SR Hebeisen/Wiegand, Kaderli/Kovacs.

Tore: 46. Alain Berger (Krueger, Pyörälä) 1:0. 60. (59:59) Bodenmann 2:0 (ins leere Tor).

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Bern, 4-mal 2 Minuten gegen Zug.

Bern: Genoni; Untersander, Blum; Andersson, Krueger; Noreau, Gerber; Kamerzin; Kämpf, Haas, Scherwey; Bodenmann, Arcobello, Ruefenacht; Hischier, Ebbett, Moser; Berger, Pyörälä, Meyer; Randegger.

Zug: Stephan; Diaz, Morant, Helbling, Alatalo; Schlumpf, Leeger; Geisser; Klingberg, McIntyre, Suri; Martschini, Roe, Stalberg; Lammer, Diem, Senteler; Zehnder, Kast, Schnyder.

Bemerkungen: Bern ohne Raymond (überzähliger Ausländer), Zug ohne Grossmann, Haberstich und Holden (alle verletzt). Pfostenschüsse Hischier (12./40.). Timeout Zug (59:24).

Lugano – Kloten 2:7 (1:2, 0:5, 1:0)

5774 Zuschauer. – SR Müller/Prugger, Altmann/Gnemmi.

Tore: 5. Praplan (Santala) 0:1. 10. Bader (Grassi) 0:2. 15. Fazzini (Hofmann, Klasen/Ausschluss Stoop) 1:2. 27. (26:11) Hollenstein (Praplan, Santala/Ausschlüsse Furrer, Riva) 1:3. 27. (26:43) Abbott (Sallinen/Ausschluss Riva) 1:4. 29. Schlagenhauf (Grassi, Ramholt) 1:5. 36. Kellenberger (Hollenstein) 1:6. 39. Praplan (Santala, Hollenstein) 1:7. 41. (40:37) Sanguinetti (Morini) 2:7.

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