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EISHOCKEY: Auch Lugano kann Zug nicht bremsen

Beim 3:2 im Tessin gewinnen die Zuger ihre fünfte Partie in Folge. Auch wenn ihr Auftritt einiges zu wünschen übrig lässt, können sie sich einmal mehr auf die Special Teams verlassen.
Sven Aregger, Lugano
Torschütze Fabian Schnyder (rechts) und David McIntyre (links) feiern den EVZ-Siegtreffer. (Bild: Davide Agosta/Key (Lugano, 26. September 2017))

Torschütze Fabian Schnyder (rechts) und David McIntyre (links) feiern den EVZ-Siegtreffer. (Bild: Davide Agosta/Key (Lugano, 26. September 2017))

Sven Aregger, Lugano

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Der HC Lugano versuchte alles. Trainer Greg Ireland schickte nach einem Time-out seine besten Kräfte aufs Eis, Goalie Evis Merzlikins verliess das Tor für einen sechsten Feldspieler. Die Tessiner machten nochmals gehörig Druck, doch es nützte nichts mehr. Als die Schlusssirene ertönte, jubelten die Zuger – wie immer zuletzt. Sie haben nun fünf Partien hintereinander gewonnen und rücken auf den 2. Tabellenrang vor. Damit kommt es am Freitag zum Spitzenspiel gegen den überraschenden Leader Fribourg-Gottéron.

Anders als beim überzeugenden Heimaufritt vom Samstag gegen Davos (5:1) verdiente sich der EV Zug bei diesem 3:2 im Tessin keinen Schönheitspreis. Doch er schaffte es letztlich auf Biegen und Brechen, einen 0:2-Rückstand in drei Punkte zu verwandeln. «Es spricht für den Charakter unserer Mannschaft, dass wir auch solche Spiele gewinnen können», sagte Siegtorschütze Fabian Schnyder, der einen Schuss von Captain Raphael Diaz im letzten Drittel entscheidend abgelenkt hatte.

Schnyder: «Das ist nicht unser Hockey»

Die Zuger, bei denen Yannick Zehnder (19) für den angeschlagenen Reto Suri zu seinem NLA-Debüt kam, hatten einem frühen Rückstand hinterherlaufen müssen. Zunächst hatten sich die Zentralschweizer vor dem eigenen Tor einen verhängnisvollen Fehlpass geleistet. Diese Nachlässigkeit bestrafte Lugano durch Luca Fazzini nach 64 Sekunden eiskalt. Darauf erhöhte Grégory Hoffmann, der eben erst aus einem NHL-Trainingslager mit den Carolina Hurricans zurückgekehrt war, auf 2:0. Es war der verdiente Lohn für die Tessiner, die zielstrebiger agierten als der EVZ und sich hochkarätige Chancen erspielten.

«Lugano hat uns am Anfang fast überfahren», sagte Schnyder und monierte, dass der EVZ zum wiederholten Mal in der laufenden Saison die Startphase verschlafen hatte. «Das ist nicht unser Hockey, das eine solide Defensive als Basis hat. Wenn wir immer einem Rückstand hinterherrennen müssen, wird es schwierig. Dies haben wir intern schon ein paar Mal besprochen.»

Aber auch wenn es dem EV Zug einmal nicht nach Wunsch läuft, ist er kraft seiner individuellen Klasse und seiner Special Teams stets zu einer Reaktion fähig. In Unterzahl liess er sich einmal mehr nichts zu Schulden kommen, und im Powerplay nutzte er seine Möglichkeiten.

Der agile Garrett Roe und Carl Klingberg brachten Zug zurück ins Spiel – zum Verdruss der Lugano-Fans, die ihrem Unmut mit einem gellenden Pfeifkonzert gegen die (schuldlosen) Schiedsrichter Luft machten. Und wenn es vor dem eigenen Tor brenzlig wurde, war der starke Goalie Tobias Stephan zur Stelle. «Die Specials Teams werden immer wichtiger. Da machen wir einen guten Job», bilanzierte Fabian Schnyder. Aber er machte klar: «Wir müssen unsere Gegner auch bei 5 gegen 5 Spieler auf dem Eis niederringen können.» Vielleicht kommen da die schweren Brocken gerade recht: Nach dem Spiel in Fribourg gastiert am Samstag Meister Bern in Zug.

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