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EISHOCKEY: Beim EV Zug stehen personelle Entscheide an

Während der EV Zug in der Meisterschaft wieder in die Gänge kommt, läuft die Planung für die nächste Saison. Sportchef Reto Kläy will den internen Konkurrenzkampf verstärken.
Sven Aregger
Eine der Entdeckungen der laufenden Saison: EVZ-Verteidiger Thomas Thiry (vorne). (Bild: Anthony Anex/Keystone (Bern, 4. November 2017))

Eine der Entdeckungen der laufenden Saison: EVZ-Verteidiger Thomas Thiry (vorne). (Bild: Anthony Anex/Keystone (Bern, 4. November 2017))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Es war die Woche der Wahrheit für den EV Zug. Nach sieben Meisterschaftsspielen ohne Sieg stieg der Druck auf die Organisation. Und die Frage nach der Nationalmannschaftspause lautete: Wie reagieren die Zuger auf die Niederlagenserie? Die Antwort lieferten sie mit drei Siegen innert vier Tagen. Sie konnten die Fehlerquote markant senken. Rückkehrer Santeri Alatalo und Neuzugang Larri Leeger verleihen der Verteidigung mehr Stabilität und Möglichkeiten im Spielaufbau. Nur drei Gegentore erhielt der EVZ in den Partien gegen Biel, Genf und Ambri – durchschnittlich also eines pro Spiel. Zum Vergleich: In den sieben verlorenen Spielen vor der Pause waren es im Schnitt 3,86 Gegentore.

Auch in den Special Teams zeigten sich die Zuger stark verbessert. Bei insgesamt 13 kleinen Strafen liessen sie im Boxplay keinen einzigen Treffer zu. Und in Überzahl waren sie dreimal erfolgreich. Darüber hinaus sind Leistungsträger wie Lino Martschini und David McIntyre auf dem Weg zurück zu ihrer Normalform.

Kläy kann Niederlagen auch Positives abgewinnen

«Wir haben in den schwierigen letzten Wochen viel miteinander geredet und waren auch selbstkritisch», resümiert Sportchef Reto Kläy. «Aber wir sind nie nervös geworden. Das zeugt von einer gefestigten, homogenen Gruppe.» Kläy sagt, dass eine erfolg­lose Saisonphase zwar unangenehm sei, aber sich auf die Entwicklung einer Mannschaft auch positiv auswirken könne. «Die Frage ist, wie man aus dem Loch herauskommt. Da sieht man auch den Charakter eines Teams. Jeder Spieler wusste, dass es von ihm einen Extraeffort brauchte.»

Die Zuger Verantwortlichen haben in der Baisse stets die Ruhe bewahrt. «Panik ist kontraproduktiv. Wir wussten ja, woran unser Tief gelegen hat», betont Kläy. Er verweist auf die lange Verletztenliste, die zu vielen individuellen Fehler, mangelnde Effizienz, unnötige Strafen und das intensive Programm inklusive Champions League.

Während der EVZ in der Meisterschaft wieder in die Gänge kommt, läuft hinter den Kulissen die Planung für die nächste Saison auf Hochtouren. Kläy spricht von einem Mannschaftsgerüst mit 10 Verteidigern und 14 Stürmern. Ein Augenmerk liegt auf der guten Mischung zwischen erfahrenen und jungen Spielern. «Wir wollen den internen Konkurrenzkampf ankurbeln», sagt Kläy. «Wenn ein Junger genauso gut ist wie ein Routinier, soll im Zweifelsfall der Junge spielen.» So plant der EVZ weiterhin mit Nachwuchsspielern wie beispielsweise Thomas Thiry, Yannick Zehnder, Fabian Haber­stich und Sandro Forrer. Verteidiger Thiry ist eine der Entdeckungen der laufenden Saison. Obwohl der 20-jährige Franzose mit Schweizer Lizenz erst neun Spiele in der National League bestritten hat, hinterlässt er bereits einen abgeklärten und stilsicheren Eindruck. Noch unklar ist die Zukunft des Centers Nolan Diem und der Verteidiger Timo Helbling und Livio Stadler. Ihre Verträge laufen Ende Saison aus. Diem und Helbling sind derzeit verletzt, Stadler wurde zuletzt ins Farmteam versetzt. Kläy: «In den nächsten ein bis zwei Wochen werden gewisse Entscheide fallen.»

Langnauer Miro Zryd ist ein Thema in Zug

Fest steht, dass Verteidiger Robin Grossmann nach Lausanne wechseln wird. Interesse bekundet der EVZ an Ambris Jesse Zgraggen (24, Ausgabe von gestern). Zudem ist Miro Zryd ein Thema. Der 23-jährige Verteidiger der SCL Tigers hat dem Langnauer Sportchef Jörg Reber mitgeteilt, dass er die Emmentaler Ende Saison verlassen wird. Kläy hält sich bedeckt: «Noch ist nichts spruchreif.»

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