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EISHOCKEY: Bürgler: «Ich hoffe nicht, dass der EVZ Meister wird»

Der Schwyzer Dario Bürgler (30) gastiert heute Dienstag (19.45 Uhr) mit dem HC Lugano in der Bossard-Arena. Im Interview erklärt der Ex-EVZ-Stürmer, warum er ein Duell mit Zündstoff erwartet.
Daniel Gerber
Innerschweizer im Dress des Gegners: Dario Bürgler vom HC Lugano. (Bild: Gabriele Putzu/Keystone (Ambri, 6. Januar 2018))

Innerschweizer im Dress des Gegners: Dario Bürgler vom HC Lugano. (Bild: Gabriele Putzu/Keystone (Ambri, 6. Januar 2018))

Dario Bürgler, wie ist es für Sie, jeweils mit dem HC Lugano in der Bossard-Arena aufzulaufen – fühlen Sie sich wie der verlorene Sohn?

Dario Bürgler: Nicht mehr unbedingt. Anfangs, als ich jeweils mit dem HC Davos hier war, erschien es mir ein wenig so, damals war ich fast noch ein Junior. Es ist speziell, weil ich im Publikum mehr Leute kenne und mehr Kollegen da sind – aber sonst ist es nicht mehr etwas Besonderes für mich.

Sie stammen aus der Innerschweiz, sind Sie oft in Ihrer Heimat?

Ich bin regelmässig hier. Meine Familie und die meiner Freundin wohnen in Zug und Brunnen. Deshalb zieht es uns aus persönlichen Gründen jeweils zurück.

Wie sind Sie mit der Saison von Lugano zufrieden?

Wir hatten einen sehr guten Start. Nun ist jedoch die aktuelle Phase präsent. Über das Wochenende holten wir sechs Punkte, doch es ist Luft nach oben vorhanden. Wir hatten eine Identitätskrise, konnten uns aber etwas fangen. Wir hatten gute Resultate und versuchen, diese nun zu bestätigen.

Wie fand das Team aus der Krise heraus?

Wir sind noch nicht ganz darüber hinweg. Es lief zunächst sehr gut, auch mit etwas Glück, das uns momentan wieder fehlt. Derzeit verlieren wir, auch wenn wir gleich gut oder etwas besser sind. Aber jedes Team erwischt einmal in der Saison eine Krise.

2006 holte Lugano den Titel, danach machten die ZSC Lions, der HC Davos und der SC Bern die Meisterschaft unter sich aus – was spricht 2018 für Lugano?

Im Moment nicht so viel, wenn man sieht, dass Bern allen anderen Teams einen Schritt voraus ist. Es ist schwierig, Bern in einer Serie über sieben Spiele zu schlagen. Unsere Mannschaft ist gut durchmischt, und wir haben das Potenzial, um Meister zu werden. Aber es muss alles stimmen, und das Glück muss auch betreffend Verletzungen auf unserer Seite sein. Zug litt ebenfalls darunter, das geht nicht spurlos an einem Team vorbei. Der EVZ konnte dann aber dennoch Punkte holen und ist nun auch wieder vorne dabei.

1998 wurde Zug Meister, danach waren immer die gleichen vier Teams erfolgreich – wäre 2018 nicht das ideale Jahr für einen erneuten Zuger Triumph?

Das hoffe ich nicht, da wir selbst Meister werden wollen. In den letzten Jahren hat man oft davon gesprochen, dass nun wieder jemand anderes Meister werden soll. Verschiedene waren auch im Final. Aber zuletzt holten die genannten drei Teams den Titel, und in diesem Jahr spricht wieder viel für Bern. Aber im Eishockey kann viel passieren.

Was erwarten Sie vom heutigen Abend?

Zug war zuletzt gut drauf. Doch wir sind in einer schwierigen Phase, trotz der sechs Punkte vom Wochenende. Zudem ist es in Zug immer schwierig. Wichtig ist, dass wir zu unseren Wurzeln zurückfinden, dann ist das Resultat zweitrangig. In dieser Begegnung ist immer Zündstoff vorhanden, das ist kein Geheimnis – und das ist schöner, als Matches in halb-leeren Stadien ohne Spannung auszutragen. Als Gastmannschaft ist es immer schön, in einer Halle mit guter Stimmung zu spielen.

Sie haben bisher 24 Länderspiele, wann folgt das nächste?

Nach einem guten Saisonstart machte ich mir etwas Hoffnung, aber bei den beiden letzten Turnieren war ich nicht im Aufgebot. Deshalb bin ich wohl bei den Olympischen Spielen nicht dabei. Dafür habe ich mit Lugano gute Hoffnungen.

Sie haben in Lugano noch einen Vertrag bis 2021. Wann sieht man Sie wieder im Zuger Dress?

Vor kurzem habe ich meinen Vertrag um drei Jahre verlängert, und ich fühle mich hier in Lugano pudelwohl. Genau wie früher in Davos und Zug. An diesen Orten ist das Umfeld überall gut. Ein Wechsel ist also kein Thema. In zwei Jahren wird das wohl wieder neu beurteilt.

Interview: Daniel Gerber

sport@luzernerzeitung.ch

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