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EISHOCKEY: Das Boxplay bleibt Zugs grosser Trumpf

Jarkko Immonen schiesst den EV Zug 6,5 Sekunden vor Schluss in den Cup-Halbfinal. Der 2:1-Sieg in Freiburg kommt glückhaft zu Stande. Die Spezialformationen sorgten für den Unterschied.
Jonas von Flüe/Freiburg
Stoppte die Fribourger mehrfach: EVZ-Goalie Tobias Stephan.Bild: Lukas Lehmann/Keystone (Fribourg, 22. November 2016)

Stoppte die Fribourger mehrfach: EVZ-Goalie Tobias Stephan.Bild: Lukas Lehmann/Keystone (Fribourg, 22. November 2016)

Der EV Zug nahm das Geschenk liebend gerne an. 25 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit bugsierte Fribourg-Verteidiger Larri Leeger den Puck in der eigenen Zone über die Bande auf die Tribüne. Und weil mit Alexandre Picard bereits zuvor ein Teamkollege auf der Strafbank Platz nehmen musste, sorgte er mit seiner Zweiminutenstrafe für eine doppelte Zuger Überzahlsituation. Exakt 6,5 Sekunden vor Schluss verwertete Jarkko Immonen ein Zuspiel Lino Martschinis zum siegbringenden 2:1. Damit steht der EV Zug zum ersten Mal im Cup-Halbfinal, der am 4. oder 5. Januar ausgetragen wird.

Zu verdanken hat der EVZ den Sieg vor allem seinen Spezialformationen. «Sie haben den Unterschied ausgemacht», meinte auch Verteidiger Dominik Schlumpf. Während die Zuger die zweite Überzahlsituation zum Siegtreffer nutzten, blieb das Heimteam mit einem Mann mehr blass, harmlos und wirkte zuweilen gar hilflos. «Das Boxplay war sehr stark», lobte Trainer Harold Kreis, «und im Po­werplay haben wir dann das Tor erzielt, wenn es am wichtigsten war – kurz vor Schluss.»

Stephan ist ein sicherer Rückhalt

Insgesamt sieben Zweiminutenstrafen hat sich der EVZ eingehandelt. Oft werden solche Undiszipliniertheiten bestraft. Gestern nicht. «Wir haben das Wettkampfglück aus den letzten Partien mit ins Spiel genommen», meinte Kreis. Fribourg kam vor allem im letzten Drittel zu zahlreichen Abschlüssen aus gefährlichen Positionen. Doch EVZ-Goalie Tobias Stephan musste sich nur nach neun Minuten Mattias Ritola geschlagen geben, der ihn in der nahen Ecke erwischt hatte. Danach war er ein sicherer Rückhalt.

Dass Gottéron vor dem EVZ-Tor oft zu ungenau agierte, ist aber auch auf die vielen Absenzen zurückzuführen. Trainer Larry Huras schonte mit den Tschechen Roman Cervenka, Michal Birner sowie mit Julien Sprunger gleich drei Teamstützen, die in der Offensive durchaus mehr Akzente hätten setzen können. «Unser Boxplay wäre auch gegen diese Spieler gut gewesen», zeigte sich Kreis überzeugt.

Auslosung findet am Donnerstag statt

Der knappe Sieg und das hervorragende Boxplay täuschen ein wenig über den insgesamt schwachen Zuger Auftritt hinweg. «Wir waren nicht frisch und sind dem Gegner zu oft nachgelaufen», bilanzierte Kreis. Sein Team hat sich aber von Drittel zu Drittel gesteigert und steht deswegen auch nicht unverdient im Halbfinal. Die Auslosung findet am Donnerstag um 12 Uhr statt. Einen Wunschgegner hat Harold Kreis nicht. Doch auf eine lange Fahrt nach Lausanne oder Genf könnte er gut verzichten.

Fribourg-Gottéron - Zug 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)

3139 Zuschauer. – SR Eichmann/Massy.

Tore: 9. Ritola (Mottet, Bykow) 1:0. 22. Zangger (McIntyre, Lammer) 1:1. 60. (59:54) Immonen (Martschini/Ausschlüsse Picard, Leeger) 1:2. – Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Fribourg, 7-mal 2 Minuten gegen Zug.

Fribourg-Gottéron: Conz; Picard, Glauser; Maret, Abplanalp; Rathgeb, Leeger; Schilt, Chavaillaz; Mottet, Bykow, Ritola; Neuenschwander, Rivera, Neukom; Mauldin, Gustafsson, Schmutz; Fuchs, Chiquet, Nathan Marchon.

Zug: Stephan; Diaz, Geisser; Helbling, Grossmann; Schlumpf, Erni; Lüthi; Martschini, Holden, Schnyder; Klingberg, Immonen, Senteler; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Marc Marchon, Haberstich.

Bemerkungen: Fribourg ohne Fritsche, Kienzle (beide verletzt), Sprunger, Cervenka, Birner und Stalder (alle geschont), Zug ohne Morant (gesperrt), Alatalo, Diem und Suri (alle verletzt). Fribourg von 39:56 bis 40:00 ohne Goalie. Time-out Fribourg (56.).

Jonas von Flüe/Freiburg

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