EISHOCKEY: Der Appell des Captains Fabian Schnyder

Der EV Zug produzierte drei Niederlagen in Serie. EVZ-Captain Fabian Schnyder mahnt vor dem heutigen Vergleich mit dem EHC Biel (19.45) zur Demut.

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EVZ-Captain Fabian Schnyder (rechts) am Samstag im Zweikampf mit Biels Mauro Dufner. (Bild: EQ/Melanie Duchène)

EVZ-Captain Fabian Schnyder (rechts) am Samstag im Zweikampf mit Biels Mauro Dufner. (Bild: EQ/Melanie Duchène)

Nicola Berger

Fabian Schnyder (29, Bild) schüttelt ungläubig seinen Kopf. Noch lange nach Spielschluss war dem Captain des EV Zug nach der Niederlage in Biel unerklärlich, wie die Seinen die Partie hatten verlieren können, mit 3:4 nach Penaltyschiessen. Schnyder sagt: «Das hätte nicht passieren dürfen.»

Die Konsternation im EVZ-Lager war darum so gross, weil dem Team von Coach Harold Kreis eine vorzügliche Leistung gelungen war – zumindest in den ersten 27 Minuten. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Gastgeber dem schwächelnden Widersacher derart überlegen, dass er mit drei, vier, fünf Treffern Unterschied hätte führen müssen: Nach dem ersten Drittel lautete das Schussverhältnis 24:6 zu Zuger Gunsten. Eine miserable Chancenverwertung verhinderte eine frühzeitige Entscheidung – und darum sehen sich die Zuger nach einer Serie von sieben Siegen am Stück nun mit einem Negativtrend auseinandergesetzt – drei Niederlagen in Folge.

Grundsätzliche Kritik

Gewiss: Durch den vorzüglichen Saisonstart hat sich der EVZ ein schönes Polster erarbeitet, von dem er nun zehren kann: Er liegt immer noch auf dem zweiten Tabellenplatz, die Durststrecke ist zu verkraften. Und doch übt Captain Schnyder grundsätzliche Kritik. Er sagt: «Vielleicht glaubten wir nach dem starken Start, dass jedes Spiel eine Art Selbstläufer wird. Aber so ist es eben nicht. Es reicht nicht, wenn wir unser Potenzial nur zwischendurch abrufen statt über 60 Minuten. So sind wir sehr schnell weg von der Tabellenspitze.»

Schnyder appelliert darum an seine Teamkollegen, der Baisse entgegenzuwirken. Er sagt: «Wir müssen wieder härter arbeiten, mehr Biss zeigen und konstanter spielen.»

Erstmals in der Tissot-Arena

Die Möglichkeit, die Forderungen Schnyders umzusetzen, bietet sich dem EVZ heute beim ersten Zuger Gastspiel im Neubau der Bieler Tissot-Arena. Weiterhin nicht mit von der Partie ist dabei der auf diese Saison hin vom EHC Biel verpflichtete Emanuel Peter (31). Der Center hätte von den Ärzten für die heutige Begegnung zwar grünes Licht erhalten, muss sich aber trotzdem gedulden. Der Coach Harold Kreis sagt: «Er hat erst fünf volle Trainings absolviert, ein Einsatz käme zu früh.»

Was geschieht mit Senteler?

Peter, das ist der Plan, soll sein EVZ-Debüt jedoch am Freitag gegen Lugano feiern – was den Trainer Kreis vor ein Luxusproblem stellt: Ihm stehen dann fünf Mittelstürmer zur Verfügung. Die Frage ist darum, ob der von den ZSC Lions auf unbestimmte Zeit ausgeliehene Sven Senteler (23, 11 Spiele, 1 Tor/kein Assist) nach Zürich zurückgeschickt wird. Sportchef Reto Kläy sagt: «Das ist momentan kein Thema. Wir haben uns mit Zürich darauf verständigt, dass wir seine Situation am Monatsende neu beurteilen.»