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EISHOCKEY: Der EV Zug gehört zu den Favoriten

Wir wagen eine Prognose für die am kommenden Donnerstag beginnende Saison. Topfavorit ist der Meister SC Bern. Ambri-Piotta und die SCL Tigers streiten um die Plätze am Tabellenende.
Zugs Fabian Schnyder (links) schiesst im vierten Playoff-Finalspiel gegen Bern mit Ramon Untersander (rechts) das Siegestor zum 3:2 und zum Ausgleich in der Serie. Bern wurde später dennoch Meister (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 13. April 2017))

Zugs Fabian Schnyder (links) schiesst im vierten Playoff-Finalspiel gegen Bern mit Ramon Untersander (rechts) das Siegestor zum 3:2 und zum Ausgleich in der Serie. Bern wurde später dennoch Meister (Bild: Daniela Frutiger/Freshfocus (Zug, 13. April 2017))

Klaus Zaugg

sport@luzernerzeitung.ch


1. SC Bern (Vorjahr 1.)

Die meisterlicheKomposition ausGeld, Leidenschaft, Talent, Härte, Tempo, Stars und Handwerkern. Leitwolf Plüss ist gegangen, aberJahrzehnttalentHaas gekommen und Meistertrainer Jalonen geblieben. Der beste Goalie (Genoni), derletztjährigeLiga-Topskorer(Arcobello) und die grösste Zuschauerkulisse Europas. Wenn unter diesen Voraussetzungen der dritte Titel in Serie nicht möglich ist, wann dann?


2. ZSC Lions (2.)

Mit Ausnahme der Goalies (Flüeler, Schegel) und der Ausländer auf Augenhöhe mit dem SCB. Aber (zu?) viele egoistische Schillerfalter und weniger Teamgedanke als inBern undZug.Deshalb wäre es keine Überraschung, wenn der neue Sportchef Sven Leuenberger (ex SCB) das schwedische Trainerduo feuert. Falls er dann den richtigen Zeitpunkt und Nachfolger findet, sind die ZSC Lions auch Meisterkandidat.

3. EV Zug (3.)

Keiner arbeitet so geduldig am Aufbau eines Meisterteams wie Sportchef Reto Kläy und seinTrainerHaroldKreis.Keine grossenTransfers, aberVerbesserung auf der Ausländerposition. Viele Parallelen zum SCB, aber weniger ausgeglichen und physisch und mental noch nicht ganz so robust. Für die sportliche Kragenweite der Berner und Zürcher fehleninzwischenlediglicheinoder zwei gute Schweizer.

4. Lugano (7.)

Geld,Talent undErfahrung, aber seit elf Jahren nicht dieLeistungskultur zumTitelgewinn. Die Titanen, die das Team tragen, sind zerbrechlich (Vauclair, Furrer,Brunner).FürdenQualifikationssieg reicht es nicht.Aber derTorhüter(Merzlikins) kann denTitel heraushexen. Der Trainer (Ireland) mahnt mit seinem Pragmatismus an Harold Kreis und könnte, anders als seinVorgänger(Shedden), im Amt bleiben.

5. HC Davos (5.)

Trainer Arno Del Curto beginnt bereits seine 22. Saison.Das Spiel, seitJahreneingeübt, läuft wieÖrgelimusik.Das jüngste Spitzenteam mit dem grössten Entwicklungspotenzial.Wenn dieTorhüter(Senn, vanPottelberghe)dieFortschrittederletzten Saison bestätigen und die Schlüsselspieler gesund bleiben (was beim permanenten Vollgashockey fraglich ist), kann auch der HCD um den Titel spielen.

6. HC Lausanne (4.)

Muss bis zum Einzug ins neue Stadion nun zwei Jahre in einem Provisorium spielen. Taktisch stabil, aber letzte Saison gelang es noch nicht, die Energie richtig zu verwalten und in den Playoffs folgte schmähliches Scheitern (gegen Davos). Gute Goalies (Zurkirchen, Huet), genugGeld,Leidenschaft undTalent für einen Spitzenplatz (Top 4), aber nicht genug Erfahrung um ein Spitzenteam zu sein.

7. HC Fribourg-Gottéron (11.)

Viel zu vielTalent für die Playouts. Der wilde kanadische Torhüter Barry Brust wird zur Schlüsselfigur.Das emotionalste, unberechenbarste Team der Liga. Wenn dieTitanen (Brust, Sprunger, Bykow, Cervenka) und der feuerköpfige neueTrainer (Mark French) rocken, ist sogar ein Spitzenplatz möglich.Aber die Gefahr ist erheblich, dass zu viel Emotionen und zu wenig Ordnung für Turbulenzen sorgen.

8. HC Genève-Servette (6.)

Erstmals seit dem Wiederaufstieg von 2002 steht nicht mehr Chris McSorley an der Bande. Er ist «nur» noch Sportchef und hat das Bandenkommando dem unerfahrenen Kanadier Craig Woodcroft überlassen.ZuwenigTalent undKadertiefe und ohne Chris McSorley zu wenig Emotionen und taktische Stabilität für eine sichere Playoffqualifikation. Aber notfalls kann der charismatische Kanadier ja an die Bande zurückkehren.

9. EHC Biel (8.)

Kann der ehemalige NHL-Titan Jonas Hiller Biel auch in seinem zweiten Jahr in diePlayoffs hexen?Eswird schwierig. DieMannschaft hat nach derEntlassung vonKevin Schläpfer(wird noch bis 2018 bezahlt) nach wie vor keine neue Identität entwickelt.DieAbgänge (Sutter,Rossi, Haas, Wellinger) können die Neuen (Forster, Fuchs) nicht wettmachen und Trainer Mike McNamara (68!) ist eine Notlösung.

10. EHC Kloten (9.)

Nurwenn dertalentierte, aber zerbrechlichePorzellan-Goalie (Boltshauser) gesund bleibt, sind die Playoffs vielleicht möglich. Zwei ausländische Verteidiger (Andersen,Bäckman).DieAbhängigkeit vonwenigenoffensivenLeitwölfen(Hollenstein, Santala,Praplan)ist wegen des vorläufigen Verzichts auf einen vierten Ausländer(ausKostengründen) zugross, um die Qualifikation ohne Krise durchzustehen.

11. HC Ambri-Piotta (12.)

Spät, aber noch nicht zu spät hat sich Ambri auf die eigene Identität besonnen. Trainer (Cereda) und Sportchef (Duca) sind ehemalige eigene Spieler. Extreme Abhängigkeit vom ausländischen Personal (eher besser als letzte Saison) und von Torhüter Benjamin Conz.Erist einer dertalentiertesten der Liga, aber beiGottéron letzte Saison am Druck zerbrochen.DasZielmussderLiga-Erhalt sein.

12. SCL Tigers (10.)

Ein Übermass an defensivem Wollen und ein Manko an offensivem Können: sieben Niederlagen in sieben Vorbereitungsspielen und vier davon «zu null». Ausgeglichener als letzte Saison, aber kein Leitwolf und zu grosse Abhängigkeit von einer launischen «finnischen Mafia»(Koistinen,Erkinjuntti,Elo).Nur wenn rechtzeitig bessere Ausländer kommen haben die Langnauer eine Chance,demTabellenende zu entgehen.

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