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EISHOCKEY: Der EV Zug und die Goalie-Frage

Torhüter Tobias Stephan hat beim EVZ noch einen Vertrag bis 2019. Was dann passiert, ist offen. Früher oder später muss Zug einen Nachfolger präsentieren. Sportchef Reto Kläy hofft auf eine Lösung aus den eigenen Reihen.
Sven Aregger
Torhüter Sandro Aeschlimann (Bild), der mögliche Nachfolger von Tobias Stephan. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 15. Dezember 2017))

Torhüter Sandro Aeschlimann (Bild), der mögliche Nachfolger von Tobias Stephan. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 15. Dezember 2017))

Sven Aregger

sven.aregger@luzernerzeitung.ch

Die Zuger Fans rieben sich auf der Tribüne verwundert die Augen. Da stand doch tatsächlich nicht die Nummer 51, Tobias Stephan, im EVZ-Tor. Nein, es war die Nummer 29, Sandro Aeschlimann. Am Freitag feierte der 22-jährige Emmentaler gegen Kloten seinen Einstand in der National League. Er machte seine Sache ordentlich. Mt einem mirakulösen Reflex verhinderte er das vorentscheidende 3:0 für Kloten und sicherte später seinem Team den Sieg im Penaltyschiessen. Dass er sich bei drei Gegentoren zwischen den Beinen erwischen liess, kann ihm nur teilweise angelastet werden. Trainer Harold Kreis lobt: «Sandro hat einen guten Job gemacht, besonders im Penaltyschiessen.»

Aeschlimanns NL-Premiere war darum erstaunlich, weil Kreis zuvor in der Meisterschaft ausnahmslos dem Routinier Stephan vertraut hatte. Und sie belebt die Diskussion um die Frage, was in Zug nach der Ära Tobias Stephan kommen wird.

Stephan hatte seine überragende letzte Saison mit dem Playoff-Finaleinzug gekrönt und war auch in diesem Herbst ein sicherer Wert für den EVZ. Seine Fangquote von 92,5 Prozent wird in der Liga gegenwärtig nur von Berns Leonardo Genoni (93 Prozent) übertroffen.

Kläy sieht Potenzial bei jungen Goalies

Noch prägt Stephan die Zuger Gegenwart, aber früher oder später muss die Organisation einen Nachfolger präsentieren. Der Zürcher hat einen Vertrag bis 2019, er wird dann 35 Jahre alt sein. Wenn er seine Form konservieren kann, darf er in Zug nochmals auf einen neuen Vertrag hoffen. Doch das umgekehrte Szenario ist genauso denkbar. Das Problem: In der National League ist die Auswahl an verfügbaren Torhütern von Format begrenzt. Sportchef Reto Kläy sagt: «Am besten wäre es, wenn wir die Wachtablösung aus den eigenen Reihen vollziehen könnten. Das ist nur schwer planbar, aber durchaus möglich. Unsere jungen Torhüter haben Potenzial.»

Kläy meint damit nicht nur Aeschlimann, sondern auch den Basler Noël Bader (21) und das Zuger Eigengewächs Gianluca Zaetta (18). Alle drei Goalies gelangen regelmässig im Swiss-League-Team EVZ Academy zum Einsatz. Für höhere Aufgaben konnten sie sich bisher kaum empfehlen, dazu fehlten ihnen die Gelegenheiten. Kläy spricht sich aber dafür aus, dass die Talente vermehrt eine Chance in der NL erhalten und damit Stephan entlasten. «Wir wollen die jungen Goalies ins kalte Wasser werfen. Dann werden wir sehen, ob sie tauglich für die National League sind.» Die Aufstellung macht Trainer Kreis, und der sagt: «Die Tabellenlage ist für uns wichtig. Aber es ist nicht das letzte Mal gewesen, dass wir einen unserer jungen Goalies einsetzen.»

Hat Stürmer Diem eine Zukunft in Zug?

Was die EVZ-Kaderplanung für die nächste Saison betrifft, steht ein Fragezeichen hinter Nolan Diem. Der Center und Sportchef Kläy haben noch nicht über eine Vertragsverlängerung gesprochen, zumal Diem lange verletzt gefehlt hatte. «Es ist erst Dezember, wir haben noch Zeit», sagte der Stürmer unlängst. Allerdings: Nach der Verpflichtung von Langnaus Center Yannick-Lennart ­Albrecht macht ein Verbleib von Diem wenig Sinn, weil damit der fixe Platz für einen Academy-Stürmer verloren ginge. Das entspräche nicht dem Nachwuchskonzept, wonach junge Spieler im NL-Team eingebaut werden sollen. Kläy hofft denn auch, dass sich das eine oder andere Talent wie Yannick Zehnder, Sandro Forrer oder Fabian Haberstich nächste Saison schon als Stammkraft etabliert. Diem hat wohl nur dann eine Zukunft in der Zentralschweiz, wenn der EV Zug einen Spieler transferiert. «Das ist eine Möglichkeit», bestätigt Kläy.

In der Abwehr wird es kaum mehr zu Veränderungen kommen. Mit Jesse Zgraggen (24, Ambri) und Miro Zryd (23, Tigers) wurden junge, aber NL-erprobte Verteidiger verpflichtet, welche die Abgänge der etablierten Robin Grossmann und Timo Helb­ling kompensieren sollen. Kläy sieht in Zryd, Zgraggen und Albrecht «potenzielle Nationalspieler». Larri Leeger, der im November wegen der Verletzungsprobleme bis Saisonende aus Fribourg verpflichtet wurde, wird ab nächster Saison für die SCL Tigers ­verteidigen. Der 31-jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

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